Leinwandbegegnungen
Leinwandbegegnungen – Filme, die bewegen und verbinden
Wir sind Leinwandbegegnungen, eine Filmreihe, die Menschen zusammenbringt und Raum für Austausch schafft. Einmal im Monat zeigen wir i.d.R. im Cinema Münster einen Film, der sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. Dabei legen wir Wert auf Perspektiven und Geschichten, die auf großen Leinwänden oft übersehen werden – von marginalisierten Stimmen bis hin zu Filmen aus weniger repräsentierten Ländern.
Vor und nach dem Film laden wir zum Austausch ein. Uns ist wichtig, Filme als Medium zu nutzen, um Begegnung zu ermöglichen, Themen erfahrbar zu machen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Wir kooperieren gerne mit verschiedenen Initiativen und freuen uns immer über neue Gesichter – sei es im Publikum oder als Teil unseres Teams. Lust, mitzugestalten? Schreib uns, schau vorbei oder melde dich bei der nächsten Vorstellung!
📅 Wann? Meistens am 3. Mittwoch im Monat
🎟️ Eintritt: 5 €
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Komm vorbei, lass dich inspirieren – und erlebe, wie Filme Menschen verbinden können!
Queen & Slim
Ein Roadmovie zwischen Liebe und Widerstand
Auf ihrer Fahrt nach New Orleans und weiter Richtung Florida begegnen Queen und Slim nicht nur einer Gesellschaft, die sie als „Cop-Killer“ jagt, sondern auch Menschen, die in ihnen Symbole des Widerstands sehen. Die Straße wird dabei zum Zwischenraum: zwischen Freiheit und Gefangenschaft, Hoffnung und Angst, Fremdheit und wachsender Nähe. Während die beiden versuchen, das Land zu verlassen, lernen sie einander kennen und entwickeln eine Liebe, die unter normalen Umständen kaum eine Chance gehabt hätte.
gespaltenes Amerika – und zu einem tragischen Weg, auf dem aus zwei Fremden unfreiwillig Ikonen werden.
Kanada, Vereinigte Staaten 2019 · R: Melina Matsoukas · Db: Lena Waithe, James Frey · K: Tat Radcliffe • Mit Daniel Kaluuya, Jodie Turner-Smith, Bokeem Woodbine, Chloë Sevigny, Flea, Sturgill Simpson · ab 12 · engl.OmU · 133′
Mi 16. September 2026 • 18:00 Uhr Cinema, kleiner Saal
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Felix
Auf der Suche nach seinem Vater – und über die Familie, die wir uns selbst wählen
Nach dem Tod seiner Mutter beschließt Félix (Sami Bouajila), sein Leben für eine Weile hinter sich zu lassen. Der junge, schwule und HIV-positive Franzose arabischer Herkunft lebt mit seinem Freund Daniel in Dieppe und hat gerade seinen Job verloren. Unter den Papieren seiner Mutter findet er die Adresse seines Vaters, den er nie kennengelernt hat. Félix macht sich auf den 1.000 km langen Weg nach Marseille – nicht auf direktem Weg, sondern zu Fuß und per Anhalter quer durch Frankreich.
Unterwegs begegnet er Menschen, die für kurze Zeit zu einer ganz eigenen Ersatzfamilie werden: einem kleinen Bruder, einer Großmutter, einer Cousine und einem Vater. Manche Begegnungen sind flüchtig, andere überraschend vertraut, einige komisch und wieder andere schmerzhaft. Und während Félix seinem unbekannten Vater immer näher kommt, verliert die ursprüngliche Suche zunehmend an Bedeutung. Vielleicht, so stellt sich heraus, findet man Familie nicht nur dort, wo man sie vermutet.
Olivier Ducastel und Jacques Martineau erzählen Félix’ Reise als leichtes, warmherziges Roadmovie, ohne die ernsteren Seiten seiner Geschichte auszublenden. Rassismus, Homophobie und das Leben mit HIV gehören zu Félix’ Alltag, bestimmen ihn aber nicht. Der Film ist eine Liebeserklärung an Begegnungen, die das Leben unerwartet verändern können.
DROLE DE FELIX · Frankreich 2000 · R & Db: Olivier Ducastel, Jacques Martineau · K: Matthieu Poirot • Mit Sami Bouajila, Patachou, Ariane Ascaride, Pierre-Loup Rajot, Charly Sergue u.a. · ab 12 J. · franz.OmU · 95′
Mi 21. Oktober 2026 • 18:00 Uhr Cinema, kleiner Saal
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Leinwandbegegnungen – kürzlich vergangene Filme
Die Reise des jungen Che
Abenteuer, Freundschaft und die Konfrontation mit sozialer Realität
Walter Salles erzählt die wahre Geschichte des jungen Che Guevara, lange bevor er zu einer politischen Ikone wurde. Im Jahr 1952 brechen der Medizinstudent Ernesto Guevara und sein Freund Alberto Granado zu einer abenteuerlichen Reise quer durch Südamerika auf. Mit ihrem alten Motorrad durchqueren sie Argentinien, Chile und Peru und begegnen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Was als unbeschwerte Entdeckungstour beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer prägenden Erfahrung: Ernesto wird mit Armut, sozialer Ungerechtigkeit und den Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung konfrontiert. Besonders die Begegnungen mit Minenarbeitern und Patienten einer Lepra-Kolonie verändern seinen Blick auf die Welt nachhaltig.
Vor der beeindruckenden Kulisse Lateinamerikas schildert der Film einfühlsam den Prozess des Erwachsenwerdens und die Entstehung eines politischen Bewusstseins., geprägt durch die enorme geographische, ökologische und kulturelle Vielfalt und Geschichte sowie hohe Lebensstandards, auf der anderen Seite durch sozial-ökologische Konflikte, die auf Extraktivismus und dem Export von natürlichen Ressourcen basieren.
THE MOTORCYCLE DIARIES USA, Deutschland, Großbritannien Argentinien, Chile, Peru, Brasilien 2004 · R: Walter Salles · Db: José Rivera • Mit Gael García Bernal, Rodrigo de la Serna, Mia Maestro, Mercedes Morán · ab 6 J. · OmeU · 126′
Mi 19. August 2026 • 18:00 Uhr Cinema, kleiner Saal
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