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Von Vätern und Söhnen – Eine filmische Spurensuche

Vom 4. September bis 18. Dezember widmen wir uns in dieser Reihe mit sieben Filmprogrammen unterschiedlichen Aspekten des Vaters. 

Ein wichtiges Element in unserer Identitätsfindung ist u.a. die Beziehung zum eigenen Vater. Väter können Förderer, Beschützer, Vorbilder, Wertevermittler, Ratgeber, Helden, liebevolle Ermutiger, Humoristen, u.v.m. sein.

Väter können aber auch Gewalttäter, Konkurrenten, Demütiger, ein schweigendes Rätsel, Missbraucher,…sein, toxischen Männlichkeitsidealen nachhängen oder einfach nur Abwesende sein.

Die Kuratoren Jens Schneiderheinze und Sebastian Aperdannier haben sich auf eine filmische Spurensuche begeben und eine Filmreihe zum Thema „Väter“ zusammengestellt, die den Auswirkungen unterschiedlichster Aspekte von „Vatersein“ nachspürt, sowohl für die individuelle Entwicklung von Söhnen (und Töchtern), als auch für zivilgesellschaftliche Entwicklungsprozesse.

Die Kuratoren geben eine kurze Einführung in jeden Filmabend, sowie einen Einblick in den Auswahlprozess der Filmreihe.

Die Filmreihe wird gefördert vom Amt für Gleichstellung der Stadt Münster

Kurzfilmprogramm von Vätern und Söhnen

Vertrauen, Verunsicherung, Gehorsam

The Irish Goodbye
Auf einem Bauernhof im ländlichen Nordirland finden zwei entfremdete Brüder nach dem frühen Tod ihrer Mutter wieder zusammen und entdecken eine Wunschliste ihrer Mutter.

Der ältere Bruder und der örtliche Priester müssen sich den Herausforderungen eines fordernden Sohnes stellen.

GB 2022 · R: Tom Berkeley, Ross White • Mit Seamus O’Hara, James Martin, Paddy Jenkins · o.A. · 23′ · englOmU

Skin
In einem Supermarkt in einer amerikanischen Kleinstadt lächelt ein schwarzer Mann einen kleinen weissen Jungen an. Dieser Moment führt zwei Banden in einen Krieg mit schrecklichen Folgen.

USA 2018 · R: Guy Nattiv • Mit Jonathan Tucker, Danielle MacDonald, Ashley Thomas, Jackson Robert Scott u.a. · o.A. · 21′ · englOmU

Allen Zweifeln zum Trotz
Younus gibt nicht auf – allen Zweifeln zum Trotz! Faszination klebt an der fremd-vertrauten Figur des Vaters und vermischt sich mit der aufkeimenden Sehnsucht nach Nähe. Blindes Vortasten, Erforschen und Beobachten. Ein riskantes Spiel aus Ablehnung und Zuneigung, dessen Anspannung sich schließlich entlädt und die fragile Beziehung in Frage stellt.

Deutschland 2022 · R: Laurenz Otto • Mit Johannes Degen und Daniel Michel · o.A. · 15′

Vadertaal
Der Vater ist als junger Mann aus Hongkong in die Niederlande gekommen und kann sich selbst im Alter nicht in Niederländisch verständigen. Was bedeutet das für seine Kinder? Liu führt diese Auseinandersetzung mit seinem Vater vor der Kamera.

Niederlande 2010 · R: Tjyying Liu  • Mit Tjyying Liu und Familie · ab 16 J. · 10′ ·  ndlF · Dokumentarfilm

Negative Space
Diese Animation erzählt von einer ganz
besonderen Vater-Sohn-Beziehung: Hier
geht Liebe durch den Koffer und macht das perfektionierte Packen zur Familientradition

Frankreich 2017 · R: Ru Kuwahata, Max Porter · o.A. · 5′ · Animation

Der Käpt’n
Zwei Monate ist es her, dass der Rettungsschwimmer Frank bei einem Unfall einen Lungenflügel verloren hat. Sein altes Leben droht auseinanderzubrechen. Um seinen Sohn Oskar in dem Glauben zu lassen, dass er für ihn immer noch der starke Vater ist, versucht er, in dessen Gegenwart keine Schwäche zu zeigen.

Deutschland  2019 · R: Steve Bache • Mit Björn Bugri, Luis Vorbach, Martin Baden, Yanis Scheurer u.a. · o.A. · 14′

gesamt: zirka 100′ inkl. Moderation

Mo 20. November 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat The Irish Goodbye

Joshua Bonnetta
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Musik, Produzent

geboren 1979 in Kanada ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler, der mit Sound and Bilder Installation, Performances und traditionelle Kinofilme schafft. Seine aktuelle Arbeit erkundet Umweltgeräusche durch akustische Ökologie und Bioakustik-Frameworks.

Seine Arbeiten wurden gezeigt
Berlinale, BFI London Film Festival, Institute of Contemporary Art (London), Museum of Modern Art (New York), New York Film Festival, Toronto International Film Festival, Whitechapel Gallery und auf verschiedenen Festivals, Museen and Gallerien international.

Er ist Associate Professor am Department of Cinema, Photography, & Media Art am Ithaca College. Seine Sound-Arbeitenwurden bei Shelter Press, Canti Magnetici und Senufo Editions publiziert.

Filmografie
2017 El Mar la Mar (Dokumentarfilm) · 2013 Remanence I – (Lost, Lost, Lost, Lost) (Kurzfilm) · 2012 Strange Lines and Distances (Kurzfilm) · 2011 American Colour

Seine Website

Oben ist es still

Der Kampf mit dem Vater

Helmer lebt allein mit seinem alten Vater auf einem Bauernhof in Zeeland. 50 Kühe, ein paar Schafe, zwei Esel. Nach dem Tod des Bruders ist das alles an ihm hängen geblieben. Jetzt, mit Mitte fünfzig, fasst Helmer den Entschluss, sein eigenes Leben zu beginnen. Er bringt den Vater, der nicht sterben will, ins obere Stockwerk und richtet sich unten neu ein. Doch die ungelebten Träume wird er nicht so ohne Weiteres los.

»Der Film folgt Gerbrand Bakkers Bestseller „Oben ist es still“ und steht der Romanvorlage an Lakonie nicht nach. Das Drama ereignet sich auf der Mikroebene. Es deutet sich an in den Blicken, die Helmer mit dem Milchfahrer wechselt, der regelmäßig den Hof besucht, und in der Beklommenheit, die einkehrt, als ein junger, attraktiver Knecht ins Haus zieht.« (Christian Schröder, Der Tagesspiegel)

BOVEN IS HET STIL Niederlande/Deutschland 2013 · R: Nanouk Leopold · Db: Nanouk Leopold · K: Frank van den Eeden · Musik: Paul M. van Brugge • Mit Jeroen Willems, Henri Garcin, Wim Opbrouck u.a. · ab 12 J. · OmU · 91′

Mo 4. Dezember 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat Oben ist es still

Joshua Bonnetta
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Musik, Produzent

geboren 1979 in Kanada ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler, der mit Sound and Bilder Installation, Performances und traditionelle Kinofilme schafft. Seine aktuelle Arbeit erkundet Umweltgeräusche durch akustische Ökologie und Bioakustik-Frameworks.

Seine Arbeiten wurden gezeigt
Berlinale, BFI London Film Festival, Institute of Contemporary Art (London), Museum of Modern Art (New York), New York Film Festival, Toronto International Film Festival, Whitechapel Gallery und auf verschiedenen Festivals, Museen and Gallerien international.

Er ist Associate Professor am Department of Cinema, Photography, & Media Art am Ithaca College. Seine Sound-Arbeitenwurden bei Shelter Press, Canti Magnetici und Senufo Editions publiziert.

Filmografie
2017 El Mar la Mar (Dokumentarfilm) · 2013 Remanence I – (Lost, Lost, Lost, Lost) (Kurzfilm) · 2012 Strange Lines and Distances (Kurzfilm) · 2011 American Colour

Seine Website

Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte

Der toxische Vater
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?

Deutschland/Frankreich/Österreich/Italien 2009 · R & Db: Michael Haneke · K: Christian Berger • Mit Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch u.a. · ab 12 J. · 144′

Mo 18. Dezember 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat Das weiße Band
Michael Haneke
Darsteller, Regie, Drehbuch, München
 
Filmografie (Regie)
  •  2016/2017 Happy Ende
  • 2011/2012 Liebe
  • 2008/2009 Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte
  • 2006/2007 Funny Games U.S.
  • 2005 Caché
  • 2002/2003 Wolfzeit
  • 2000/2001 Die Klavierspielerin
  • 1999/2000Code: Unbekannt
  • 1996/1997Funny Games
  • 1997 Das Schloß
  • 1993/1994 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls
  • 1992 Benny’s Video
  • 1989 Der siebente Kontinent
  • 1984/1985 Fräulein
  • 1984 Wer war Edgar Allan?
  • 1982 Variation
  • 1978/1979 Lemminge. 1. Arkadien. – 2. Verletzungen
  • 1976 Drei Wege zum See
  • 1974 …und was kommt danach?
Archiv

Archiv

C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben

Ein Vater und seine Familie

Marie-Jeanne (Zabou Breitman) und Robert (Jacques Gamblin) haben drei Kinder: Albert (Pio Marmaï), Raphaël (Marc-André Grondin) und Fleur (Déborah François). Eine ganz normale Familie, aber auch fünf unterschiedliche Menschen, an jeweils anderen Wendepunkten ihres Lebens. Mit Albert, Fleur und Raphaël verliebt man sich und wird erwachsen, mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Entscheidende Tage, nach denen nichts mehr so ist wie es einmal war. »„Familien sind Menschen, die deine Gefühle zerstören“, dieser Meinung ist zumindest Albert, der mit seinem jüngeren Bruder Raphaël und dem Nesthäkchen Fleur in einer ganz normalen französischen Familie aufwächst, die sich – wie andere auch – im emotionalen Beziehungsgeflecht verstrickt, verbündet und manchmal auch verliert. „C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben“ ist eine Familiensaga, die sich über den Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt. Von 1988 bis 2000 werden exemplarisch fünf Tage herausgegriffen, in denen das Älterwerden der Kinder und der Eltern verfolgt wird, die die Konflikte und Schwierigkeiten der unterschiedlichen Generationen genauso thematisieren, wie deren Hoffnungen und Sehnsüchte. […] Was wie eine ganz normale Familien-Chronik klingt, wurde vom Regisseur Rémi Bezançon sehr sensibel und einfühlsam in eine Tragikkomödie verpackt. […] Überaus tiefsinnig-sensibel und dennoch humorvoll.« (Silvy Pommerenke, kino-zeit.de)

»Unterhaltend und schmerzlich zugleich der Blick auf Menschen, die sich mögen und gleichzeitig weh tun, es miteinander manchmal nicht aushalten, aber ohne einander existenzielle Leerstellen fühlen. […] Eine zärtliche Hommage an die Familie in ihrer Widersprüchlichkeit und eine kraftvolle Ode an das Leben mit seinen glücklichen, enttäuschenden und traurigen Momenten. Einfach und kompliziert, „so ist das Leben“ eben.« (Blickpunkt:Film)

LA PREMIER JOUR DU RESTE DE TA VIE Frankreich 2007 · R: Rémi Bezançon · Db: Rémi Bezançon · K: Antoine Monod · Musik: Sinclair • Mit Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah François, Marc-André Grondin, Pio Marmaï, Cécile Cassel, Sarah Cohen-Hadria u.a. · ab 12 J. · OmU · 112′

Mo 30. Oktober 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben

Joshua Bonnetta
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Musik, Produzent

geboren 1979 in Kanada ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler, der mit Sound and Bilder Installation, Performances und traditionelle Kinofilme schafft. Seine aktuelle Arbeit erkundet Umweltgeräusche durch akustische Ökologie und Bioakustik-Frameworks.

Seine Arbeiten wurden gezeigt
Berlinale, BFI London Film Festival, Institute of Contemporary Art (London), Museum of Modern Art (New York), New York Film Festival, Toronto International Film Festival, Whitechapel Gallery und auf verschiedenen Festivals, Museen and Gallerien international.

Er ist Associate Professor am Department of Cinema, Photography, & Media Art am Ithaca College. Seine Sound-Arbeitenwurden bei Shelter Press, Canti Magnetici und Senufo Editions publiziert.

Filmografie
2017 El Mar la Mar (Dokumentarfilm) · 2013 Remanence I – (Lost, Lost, Lost, Lost) (Kurzfilm) · 2012 Strange Lines and Distances (Kurzfilm) · 2011 American Colour

Seine Website

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß

Die dunkle Seite des Vaters

Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Rolle des Vaters während des Krieges aktenkundig, aber die Witwe, seine Kinder und Kindeskinder streiten darüber wie über ein Geheimnis, das nicht gelüftet werden darf. Hanns Elard Ludin, der Vater des Filmemachers, wird bereits in der Weimarer Republik als junger Offizier berühmt, weil er in der Reichswehr für Hitler konspiriert. Als dieser an die Macht gelangt, steigt er schnell zu einem der SA-Obergruppenführer auf. Mit 28 Jahren befehligt er ein Heer von 300.000 SA-Männern. Er genießt alle Privilegien des „Dritten Reiches“. 1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den Vasallenstaat Slowakei. Als „Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches“ soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: neben der ökonomischen Ausbeutung und militärischen Kooperation vor allem die „Endlösung“. Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die tschechoslowakischen Behörden ausgeliefert, zum Tode durch den Strang verurteilt und hingerichtet. Hanns Ludin wird unter anderem eine maßgebliche Beteiligung an der Vernichtung der slowakischen Juden angelastet. Sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, nimmt diese Tatsachen zum Ausgangspunkt einer dokumentarischen Auseinandersetzung mit drei Generationen seiner zahlreichen, in der ganzen Welt verstreuten Familie. Ein hochemotionaler Zustandsbericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. Privat und dennoch beispielhaft. Quelle: 55. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Deutschland 2004 · R: Malte Ludin · Db: Malte Ludin (Konzept) · K: Franz Lustig · ab 12 J. · 85′

Mo 9. Oktober 2023  • 18:15 Uhr  im Cinema (kleiner Saal)

Plakat 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß

Jacquelyn Mills
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzentin

Geboren 1984 in Sydney, Nova Scotia, Kanada. Sie studierte Film und arbeitet als Regisseurin, Kamerafrau, Editorin und Sounddesignerin. Nach dem mittellangen Film In the Waves (2017) ist Geographies of Solitude ihr Langfilmdebüt.

Filmografie
2017 In the Waves (Dokumentarfilm) · 2017 Leaves (Kurzfilm) · 2013 For Wendy (Kurzfilm)

Auf der Homepage von Discover Halifax findet man elf interessante Fakten zu Sable Island. Zum Beispiel ist noch immer ungeklärt, wie die rund 500 Wildpferde auf das 42 Kilometer langen Eiland kamen. Weitere Informationen zum Natinalpark findet man auf der Homepage des Sable Island National Park Reserve.

Festivals & Auszeichnungen 2022

  • Berlinale Forum – Caligari-Filmpreis & CICAE Art Cinema Award & Preis der Ökumenischen Jury
  • Hot Docs, Toronto, Kanada – Bester Kanadischer Feature Film & Earl A. Glick Preis für die beste aufstrebende Regiesseurin
  • Jeonju International Film Festival, South Korea – Großer Jurypreis im Int. Wettbewerb
  • Las Palmas de Gran Canaria International Film Festival, Spain – CIMA Auszeichnung für den besten Film
  • Vilnius Film Festival, Lithuania
  • Art of the Real, New York, USA

Beautiful Boy

Ein Vater kämpft um seinen Sohn

Als ihr Sohn Nic drogenabhängig wird, kann David es nicht glauben, er kann es nicht aufhalten, und er tut alles dafür, seinen Sohn zurück zu bekommen. Während er mit Nics Lügen und Vertrauensbrüchen ringt, blickt der Film immer wieder zurück auf den Nic, wie er früher einmal war – ein rücksichtsvoller, wunderbarer Junge.
BEAUTIFUL BOY basiert auf den Autobiografien von David Sheff und Nic Sheff. Aus den beiden Berichten hat Felix Van Groeningen gemeinsam mit dem oscarnominierten Drehbuchautor Luke Davies (Lion – Der lange Weg nach Hause) ein bewegendes Drama mit packender Performance von Timothée Chalamet (Call Me by Your Name) und Steve Carell (Foxcatcher, The Big Short) geschaffen.
»Als ich die Erinnerungen von David Sheff, dem Vater, und seinem Sohn Nic 2014 zum ersten Mal las, war ich zutiefst bewegt. David und Nic schrieben von ihren persönlichen Erfahrungen, vom Durchleben all der Rückfälle und der Genesungen, aber auch von Momenten der Freude, der Unschuld und der Liebe zum Leben. Anfangs denken sie noch, dass sie den richtigen Weg gefunden haben, mit Nics Sucht umzugehen, sie gar ‚lösen‘ zu können. Das haben sie aber nicht und müssen schließlich auf dem Weg dorthin viel lernen. Im Laufe der Zeit gibt es immer wieder Momente des Kontrollverlusts, und sie stellen fest, dass sich die Sucht und ihre Folgeerscheinungen auf alle Lebensbereiche auswirken.« (Regisseur Felix Van Groeningen)

»Das aufrüttelnde Drogendrama zeigt einen engagiert aufspielenden Steve Carrell als Vater, der alles tut, um seinen Sohn zu retten. Nic, den einst hoffnungsvollen, jetzt methsüchtigen Sohn, spielt das Ausnahmetalent Timothée Chalamat (Call Me By Your Name). Sehr einfühlsam und manchmal herzzerreißend, dabei aber angenehm unpathetisch entwickelt Felix van Groeningen eine dramatische Geschichte, die ihre Stärke aus dem Realismus zieht. Das gilt sowohl für das außerordentliche Spiel der beiden Protagonisten als auch für die Story an sich, die nichts beschönigt und dennoch immer wieder kleine Hoffnungsfunken aufblitzen lässt.« (Gaby Sikorski, programmkino.de)

USA 2018 · R: Felix Van Groeningen · Db: Luke Davies, Felix van Groeningen · K: Ruben Impens • Mit Steve Carell, Timothée Chamalet, Maura Tierney, Amy Ryan u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 121′

Mo 25. September 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat Beautiful Boy

Jacquelyn Mills
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzentin

Geboren 1984 in Sydney, Nova Scotia, Kanada. Sie studierte Film und arbeitet als Regisseurin, Kamerafrau, Editorin und Sounddesignerin. Nach dem mittellangen Film In the Waves (2017) ist Geographies of Solitude ihr Langfilmdebüt.

Filmografie
2017 In the Waves (Dokumentarfilm) · 2017 Leaves (Kurzfilm) · 2013 For Wendy (Kurzfilm)

Auf der Homepage von Discover Halifax findet man elf interessante Fakten zu Sable Island. Zum Beispiel ist noch immer ungeklärt, wie die rund 500 Wildpferde auf das 42 Kilometer langen Eiland kamen. Weitere Informationen zum Natinalpark findet man auf der Homepage des Sable Island National Park Reserve.

Festivals & Auszeichnungen 2022

  • Berlinale Forum – Caligari-Filmpreis & CICAE Art Cinema Award & Preis der Ökumenischen Jury
  • Hot Docs, Toronto, Kanada – Bester Kanadischer Feature Film & Earl A. Glick Preis für die beste aufstrebende Regiesseurin
  • Jeonju International Film Festival, South Korea – Großer Jurypreis im Int. Wettbewerb
  • Las Palmas de Gran Canaria International Film Festival, Spain – CIMA Auszeichnung für den besten Film
  • Vilnius Film Festival, Lithuania
  • Art of the Real, New York, USA

Pferde stehlen

Rivalität zwischen Vater und Sohn

Trond (Stellan Skarsgård) sucht die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte

Bildgewaltige Verfilmung von Per Pettersons gleichnamigem Roman, der in 50 Sprachen millionenfach verkauft wurde, dem wohl erfolgreichsten norwegischen Buch aller Zeiten. Umgesetzt vom in den USA lebenden norwegischen Regisseur Hans Petter Moland (Ein Mann von Welt), inmitten der atemberaubenden Gebirgs- und Flusslandschaft zwischen Norwegen und Schweden.

»PFERDE STEHLEN ist kein lustiges Buch. Aber es erzählt auf sanfte Weise, dass Verzeihen menschlich ist. Es ist kein Rührstück. Es geht um tragische Fehler, die das Leben verändern. Es ist die Geschichte eines ganzen Lebens, die sich durch die Verknüpfung einzelner Ereignisse entfaltet. Wir bekommen mit, wie sich Tronds Entscheidungen auf sein Leben auswirken. Aber vor allem erfahren wir, dass die Entscheidungen seines Vaters, die er traf, als Trond erst 15 war, sein ganzes Leben lang nachwirken.« (Regisseur Hans Petter Moland)

»In seiner fünften Zusammenarbeit mit Stellan Skarsgård hat Regisseur und Drehbuchautor Hans Petter Moland mit OUT STEALING HORSES (UT OG STJæLE HESTER) einen sehr ruhigen, nahezu kontemplativen Film gedreht, der sich insbesondere mit der Rolle der Erinnerungen in unseren Leben beschäftigt. Mit der Frage, wie die Menschen, die aus unserem Leben verschwunden sind, es weiterhin prägen. Ob sie eventuell die Helden unseres Lebens sind.« (Sonja Hartl, kino-zeit.de)

UT OG STJæLE HESTER Norwegen/Schweden/Dänemark 2019 · R: Hans Petter Moland · Db: Hans Petter Moland · K: Thomas Hardmeier, Rasmus Videbaek • Mit Stellan Skarsgård, Bjørn Floberg, Tobias Santelmann u.a. · ab 12 J. · norw.OmU · 123′

Mo 4. September 2023  • 18:15 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Plakat Pferde stehlen

Jacquelyn Mills
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzentin

Geboren 1984 in Sydney, Nova Scotia, Kanada. Sie studierte Film und arbeitet als Regisseurin, Kamerafrau, Editorin und Sounddesignerin. Nach dem mittellangen Film In the Waves (2017) ist Geographies of Solitude ihr Langfilmdebüt.

Filmografie
2017 In the Waves (Dokumentarfilm) · 2017 Leaves (Kurzfilm) · 2013 For Wendy (Kurzfilm)

Auf der Homepage von Discover Halifax findet man elf interessante Fakten zu Sable Island. Zum Beispiel ist noch immer ungeklärt, wie die rund 500 Wildpferde auf das 42 Kilometer langen Eiland kamen. Weitere Informationen zum Natinalpark findet man auf der Homepage des Sable Island National Park Reserve.

Festivals & Auszeichnungen 2022

  • Berlinale Forum – Caligari-Filmpreis & CICAE Art Cinema Award & Preis der Ökumenischen Jury
  • Hot Docs, Toronto, Kanada – Bester Kanadischer Feature Film & Earl A. Glick Preis für die beste aufstrebende Regiesseurin
  • Jeonju International Film Festival, South Korea – Großer Jurypreis im Int. Wettbewerb
  • Las Palmas de Gran Canaria International Film Festival, Spain – CIMA Auszeichnung für den besten Film
  • Vilnius Film Festival, Lithuania
  • Art of the Real, New York, USA