Zum Inhalt springen

Queer Monday

Logo Queer Monday

Jeden 2. Montag im Montag präsentieren wir als Queer Monday, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Cinema, Vorpremieren und aktuelle Filme, die es meistens nicht ins reguläre Kinoprogramm schaffen. 
Zusätzlich stellen wir auch thematische Reihen zusammen.
Hier ist unser Archiv mit den bisher gezeigten Filmen.

Am jeden ersten Novemberwochenende findet das LGBTIQ+ Festival QUEERSTREIFEN statt. Das hat eine eigene Website.

Donkey Days

Zwei Schwestern zwischen Rivalität, alten Wunden und einer ungewöhnlichen Spurensuche

Anna und Charlotte leben in ständigem Wettbewerb – so jedenfalls hat es ihre Mutter Ines über Jahre geprägt. Mal wird die eine bevorzugt, mal die andere zurückgesetzt. Trotz aller Unterschiede kehren die beiden in ihr Elternhaus in Norddeutschland zurück: Anna, queer und unangepasst, Charlotte, scheinbar souveräne Karrierefrau. Doch das Wiedersehen reißt alte Verletzungen auf und bringt lang gehütete Geheimnisse ans Licht. Wessen Asche versteckt ihre Mutter? Und was hat es mit einer rätselhaften tschechischen Eselfarm auf sich? Auf der Suche nach Antworten beginnen die Schwestern, einander neu zu begegnen.

DONKEY DAYS ist eine schwarzhumorige, fein beobachtete Familiengeschichte über Rivalität, Rollenbilder und die komplizierten Bande zwischen Müttern, Töchtern und Schwestern. Regisseurin Rosanne Pel verbindet bissigen Witz mit emotionaler Tiefe.

»Der Geschwisterzwist ist dank der niederschwellig verteilten Fiesheiten zweier Schwestern ein schwarzhumoriges Vergnügen. Zwar verliert sich das Skript etwas beim Ausschmücken der Geschichte, was aber an Absonderlichkeiten zutage kommt ist ohnegleichen. Ein Cringe-Fest mit phänomenalem Cast.« (Roland Meier in Outnow.ch)

Niederlande/Deutschland 2025 · R & B: Rosanne Pel · K: Aafke Beernink · Mit: Jil Krammer, Susanne Wolff, Hildegard Schmahl, Amke Wegner, Carla Juri u.a. · dt./engl./niederl.OmU · 108‘

Mo 8. Juni 2026 • 20:30 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Familiäre Konflikte und emotionale Verletzungen, dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehungen, schwarzer Humor.

Drunken Noodles

Zwischen flüchtigen Begegnungen, Begehren und der Suche nach Nähe

Heiße Tage und lange Nächte in New York City: In Brooklyn hütet der Student Adnan die Wohnung seines Onkels, während er in Chinatown in einer Galerie arbeitet. Dort begegnet er den sinnlichen, verspielten Arbeiten des älteren Künstlers Sal Salandra – und der Erinnerung an eine zärtliche Affäre, die die beiden einst verband. In der Gegenwart lässt sich Adnan treiben, erlebt nächtliche Begegnungen mit dem jungen Essenskurier Yariel und wird zugleich von den Nachklängen seiner großen Liebe zu dem Schriftsteller Iggie begleitet. Vergangenheit und Gegenwart beginnen sich zu überlagern, während Adnan zwischen Großstadttrubel und fast märchenhaften Naturmomenten seinen eigenen Weg sucht.

DRUNKEN NOODLES ist ein schwebender, sinnlicher Sommerfilm über Lust, Kunst und die fließenden Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Regisseur Lucio Castro entwirft einen vielschichtigen Bilderstrom aus Begehren, Sehnsucht und Intimität – leichtfüßig erzählt und doch von großer emotionaler Tiefe.

»Nicht nur erhalten wir unmittelbare Einblicke in die Lebenswelt eines jungen schwulen Mannes, sondern erleben auch, auf welch schillernde Weise queere Kunst dieses Leben verwandelt. Ob sie nun gestickt, performt oder einfach nur betrachtet wird.« (Fabian Lutz in monopol-magazin.de)

USA/Argentinien 2025 · R & B: Lucio Castro · K: Barton Cortright · Mit: Laith Khalifeh, Ezriel Kornel, Matthew Risch, Joél Isaac u.a. · engl./span.OmU · 82

Mo 13. Juli 2026 • 20:30 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Sexuelle Inhalte und queeres Begehren, flüchtige intime Begegnungen, emotionale Sehnsucht und Identitätssuche.

Queer Monday zu den Pride Weeks

Fucking Different Generations

Sieben Kurzfilme über queere Lebenswelten zwischen den Generationen

Vor 21 Jahren initiierte Produzent Kristian Petersen die inzwischen legendäre Filmreihe „Fucking Different“: Queere Regisseur*innen aus verschiedenen Städten porträtierten in kurzen Spiel- und Dokumentarfilmen ihre jeweiligen Communitys. Seitdem haben sich Vorstellungen von Geschlecht, Identität und Zugehörigkeit stark verändert. Grenzen wurden fluider, neue Selbstverständnisse entstanden – doch gleichzeitig zeigen sich auch Spannungen zwischen den Generationen queerer Menschen.

FUCKING DIFFERENT GENERATIONS, der siebte Teil der Reihe, widmet sich genau diesem Spannungsfeld. Ältere queere Filmemacher*innen werfen einen Blick auf die Lebensrealitäten junger Menschen, während jüngere Regisseur*innen ihre Perspektiven auf die älteren Generationen filmisch erkunden. Dabei entstehen poetische, humorvolle, provokante und sehr persönliche Kurzfilme über Erinnerungen, Sehnsüchte, Sexualität, Aktivismus und die Frage, was queere Generationen miteinander verbindet – und voneinander lernen können.

So begleitet Todd Verow junge Queers auf den Spuren historischer Cruising-Orte in New York, Jo Pollux lässt eine 70-Jährige für einen Tag in die Rolle einer Gen-Z-Hipsterin schlüpfen, und Monika Treut erzählt von einer generationsübergreifenden Begegnung in Taiwan. Andere Beiträge widmen sich Sexarbeit, Clubkultur, queerer Lust, Pornografie und kulturellem Widerstand. Gemeinsam ergeben die sieben Filme ein vielschichtiges Panorama queerer Erfahrungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

NAAMIKO R: Jo Pollux & Theo Parker · engl. OmU
CARA & MARLEN R: Kristian Petersen
DEATH OF A RAVE – AND OF OUR DANCEFLOORS R: Sofía Alvarado · engl. OmU
THE CRUISERS R: Todd Verow · engl. OmU
DOM QUIXOTE IN NORMVILLE R: Emre Busse · engl. OmU
HAND ME DOWN R: Jiz Lee & Shine Louise Houston · engl. OmU
PUSSYBOY R: Monika Treut · engl./mandarin OmU

Mo 3. August 2026 • 20:30 Uhr im Cinema (kleiner Saal)

Explizite sexuelle Sprache und Inhalte, Nacktheit, BDSM- und Cruising-Kultur, Sexarbeit, queere und trans Themen, Diskriminierungserfahrungen.

Queerstreifen zu den Pride Weeks

Sane Inside Insanity: The Phenomenon of Rocky Horror

Eine Dokumentation über Mythos, Kult und Gemeinschaft rund um „Rocky Horror“

Seit fast fünf Jahrzehnten ist „The Rocky Horror Picture Show“ weit mehr als ein Film: ein weltweites Ritual, ein queerer Sehnsuchtsort und ein anarchisches Fest der Selbstinszenierung. Mit Mitternachtsvorführungen, Callbacks und exzessiver Fan-Kultur wurde aus dem Musicalfilm von 1975 eines der langlebigsten Kultphänomene der Filmgeschichte.

Die Dokumentation SANE INSIDE INSANITY: THE PHENOMENON OF ROCKY HORROR zeichnet die außergewöhnliche Geschichte dieses popkulturellen Ausnahmezustands nach. Fans, Künstler*innen und Wegbegleiter*innen erzählen von der Entstehung, Wirkung und bleibenden Bedeutung des Films – zwischen Glamrock, Camp, sexueller Befreiung und queerer Sichtbarkeit. Dabei zeigt sich, wie „Rocky Horror“ über Jahrzehnte hinweg zu einem Ort der Gemeinschaft und Selbstermächtigung geworden ist.

Mit Archivmaterial, persönlichen Erinnerungen und Begegnungen mit Menschen aus der internationalen Fan- und Shadowcast-Szene schuf Andreas Zerr ein liebevolles Porträt eines Werks, das sich allen Konventionen widersetzte und gerade dadurch Kultstatus erreichte. Eine Hommage an die Freiheit, das Anderssein und die ungebrochene Faszination von „Rocky Horror“.

Deutschland 2025 · R & B: Andreas Zerr · K: Tilo Burmeister, Gordon Volk, Andreas Zerr • Mit: Daniel Abineri, Terry Ackland-Snow, Lou Adler u.a. · engl. OmU · 100‘

Do 13. August 2026 • Einlass 20:00 Uhr · Filmbeginn ca. 21:00 Uhr
bei Kamp-Flimmern am Hawerkamp 31

Sexuelle und queere Themen, Drag und Gender-Performance, Nacktheit, anzüglicher Humor, Fetisch- und Subkulturästhetik.