Queer Monday
Jeden 2. Montag im Montag präsentieren wir als Queer Monday, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Cinema, Vorpremieren und aktuelle Filme, die es meistens nicht ins reguläre Kinoprogramm schaffen.
Zusätzlich stellen wir auch thematische Reihen zusammen.
Hier ist unser Archiv mit den bisher gezeigten Filmen.
Am jeden ersten Novemberwochenende findet das LGBTIQ+ Festival QUEERSTREIFEN statt. Das hat eine eigene Website.
Außerdem kannst du hier unseren queeren Rundbrief abonnieren, der ebenfalls meist monatlich erscheint.
Strange River
Ein Sommer voller Sehnsucht, Geheimnisse und Verwandlung
Die Sommerferien führen eine katalanische Familie entlang der Donau. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Noch immer leidet er unter einer unerwiderten Liebe. Doch während der Reise begegnet ihm immer wieder derselbe geheimnisvolle Junge – am Ufer, im Wasser, in der Ferne und plötzlich ganz nah. Je häufiger Dídac ihn sieht, desto stärker gerät er in seinen Bann.
Ausgehend von eigenen Familienreisen entlang europäischer Flüsse erschafft Regisseur Jaume Claret Muxart ein poetisches Coming-of-Age-Drama über Familie, Begehren und Veränderung. Die Donau wird dabei selbst zur Figur: faszinierend, geheimnisvoll und ständig in Bewegung – wie Dídac auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Gedreht auf 16-mm-Film und durchzogen von den Geräuschen eines langen Sommers, verbindet STRANGE RIVER Naturbeobachtung mit traumgleichen Bildern und einer besonderen emotionalen Intensität.
Zugleich erzählt der Film von familiären Bindungen und davon, wie Eltern und Kinder einander prägen. STRANGE RIVER ist ein sinnlicher, selbstbewusster Beitrag zum queeren Coming-of-Age-Kino – voller Sehnsucht, Geheimnisse und der Magie eines Sommers, der alles verändert.
Spanien/Deutschland 2025 · R: Jaume Claret Muxart · Db: Jaume Claret Muxart, Meritxell Colell Aparicio · K: Pablo Paloma • Mit: Jan Monter Palau, Nausicaa Bonnín, Francesco Wenz, Jordi Oriol, u.a. · katalan./dt.OmU· 106‘
Mo 10. August 2026 • 20:30 Uhr im Cinema (kleiner Saal)
![]()
Ein Sommer in Paris
Verloren im olympischen Trubel – und auf der Suche nach sich selbst
Eigentlich wollte Blandine gemeinsam mit ihrer Partnerin Caroline nach Paris reisen, um bei den Olympischen Spielen ihr Idol, die Schwimmerin Béryl Gastaldello, anzufeuern. Doch die Beziehung ist zerbrochen, und so macht sie sich allein auf den Weg. Die Reise bietet ihr zugleich Gelegenheit, ihre Halbschwester Julie wiederzusehen, zu der sie seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte, und erstmals ihre achtjährige Nichte kennenzulernen.
In Paris angekommen, stolpert die schüchterne Blandine von einer Zurückweisung in die nächste. Sie verirrt sich, wird übersehen, abgewiesen und herumgeschubst – und nimmt all das erstaunlich widerspruchslos hin. Blandine ist es gewohnt, die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen zu stellen, Konflikten auszuweichen und sich ständig zu entschuldigen. Erst langsam beginnt sie zu erkennen, was sie selbst eigentlich will.
Regisseurin Valentine Cadic drehte ihr Langfilmdebüt tatsächlich 2024 zu den Olympischen Spielen. Während Blandine von der olympischen Euphorie mitgerissen wird, erlebt sie zugleich eine andere Seite der Spiele: Verdrängung, soziale Konflikte und den Stress, den das Großereignis für viele Pariser*innen bedeutet.
LE RENDEZ-VOUS DE L’ÉTÉ · Frankreich 2025 · R: Valentine Cadic · R & Db: Valentine Cadic, Mariette Désert · K: Naomi Amarger • Mit Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff u.a. · ab 12 J. · franz.OmU · 77‘
Mo 14. September 2026 • 20:30 Uhr im Cinema (kleiner Saal)
![]()
Queerstreifen zu den Pride Weeks
Sane Inside Insanity: The Phenomenon of Rocky Horror
Eine Dokumentation über Mythos, Kult und Gemeinschaft rund um „Rocky Horror“
Seit fast fünf Jahrzehnten ist „The Rocky Horror Picture Show“ weit mehr als ein Film: ein weltweites Ritual, ein queerer Sehnsuchtsort und ein anarchisches Fest der Selbstinszenierung. Mit Mitternachtsvorführungen, Callbacks und exzessiver Fan-Kultur wurde aus dem Musicalfilm von 1975 eines der langlebigsten Kultphänomene der Filmgeschichte.
Die Dokumentation SANE INSIDE INSANITY: THE PHENOMENON OF ROCKY HORROR zeichnet die außergewöhnliche Geschichte dieses popkulturellen Ausnahmezustands nach. Fans, Künstler*innen und Wegbegleiter*innen erzählen von der Entstehung, Wirkung und bleibenden Bedeutung des Films – zwischen Glamrock, Camp, sexueller Befreiung und queerer Sichtbarkeit. Dabei zeigt sich, wie „Rocky Horror“ über Jahrzehnte hinweg zu einem Ort der Gemeinschaft und Selbstermächtigung geworden ist.
Mit Archivmaterial, persönlichen Erinnerungen und Begegnungen mit Menschen aus der internationalen Fan- und Shadowcast-Szene schuf Andreas Zerr ein liebevolles Porträt eines Werks, das sich allen Konventionen widersetzte und gerade dadurch Kultstatus erreichte. Eine Hommage an die Freiheit, das Anderssein und die ungebrochene Faszination von „Rocky Horror“.
Deutschland 2025 · R & B: Andreas Zerr · K: Tilo Burmeister, Gordon Volk, Andreas Zerr • Mit: Daniel Abineri, Terry Ackland-Snow, Lou Adler u.a. · engl. OmU · 100‘
Do 13. August 2026 • Einlass 20:00 Uhr · Filmbeginn ca. 21:00 Uhr
bei Kamp-Flimmern am Hawerkamp 31 ![]()











