Leinwandbegegnungen
Leinwandbegegnungen – Filme, die bewegen und verbinden
Wir sind Leinwandbegegnungen, eine Filmreihe, die Menschen zusammenbringt und Raum für Austausch schafft. Einmal im Monat zeigen wir i.d.R. im Cinema Münster einen Film, der sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. Dabei legen wir Wert auf Perspektiven und Geschichten, die auf großen Leinwänden oft übersehen werden – von marginalisierten Stimmen bis hin zu Filmen aus weniger repräsentierten Ländern.
Vor und nach dem Film laden wir zum Austausch ein. Uns ist wichtig, Filme als Medium zu nutzen, um Begegnung zu ermöglichen, Themen erfahrbar zu machen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Wir kooperieren gerne mit verschiedenen Initiativen und freuen uns immer über neue Gesichter – sei es im Publikum oder als Teil unseres Teams. Lust, mitzugestalten? Schreib uns, schau vorbei oder melde dich bei der nächsten Vorstellung!
📅 Wann? Meistens am 3. Mittwoch im Monat
🎟️ Eintritt: 5 €
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Komm vorbei, lass dich inspirieren – und erlebe, wie Filme Menschen verbinden können!
Das Deutsche Volk
Diese tief humanistische, universelle Dokumentation gibt den Opfern eine Stimme
In der Nacht des 19. Februar 2020 erschießt ein Rassist neun junge Menschen in Hanau. Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die nicht nur für die Ermordeten, sondern auch um Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen. Vier Jahre lang begleitet Regisseur Marcin Wierzchowski ihren unermüdlichen Widerstand gegen das Vergessen – und stellt die aktuell wieder drängende Frage: Wer gehört zu Deutschland und wer nicht? DAS DEUTSCHE VOLK erzählt die Geschichte dieses Verbrechens aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden. Es geht um Schmerz, Wut und den langen Schatten, den eine solche Tat wirft. Welche direkten und langfristigen Folgen hat der Anschlag für die Menschen – und für Hanau? Und was sagt er über Deutschland aus? Durch intime Interviews, Archivmaterial und dokumentarische Beobachtungen entsteht ein vielschichtiges Bild von Trauer, Widerstand und dem alltäglichen Kampf gegen das Vergessen. Der Film beleuchtet das Versagen staatlicher Institutionen, die mangelnde Aufarbeitung seitens der Politik und unsere gesamtgesellschaftliche Tendenz zur Verdrängung. Er ist ein Beitrag zur Erinnerung und ein Appell, Verantwortung zu übernehmen.
»Tief humanistisch, radikal subjektiv und doch universell (…) Mit seiner sensiblen, genau beobachtenden Langzeit-Doku verleiht Marcin Wierzchowski vor allem den Angehörigen der Opfer eine Stimme.« critic.de
Deutschland 2025 · R & Db: Marcin Wierzchowski · K: Marcin Wierzchowski, Peter Peiker · Musik: Louisa Beck, Kaan Bulak · ab 6 J. · 132′
Mi 18. Februar 2026 • 18:00 Uhr
im Cinema (kleiner Saal)
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The Homes We Carry
Welten zusammenführen und verknüpfen
Hammer und Zirkel in Mosambik. Während einer Demonstration in Maputo weht die Flagge der DDR, getragen von „Madgermanes“, Vertragsarbeitern, die einst im Osten Deutschlands schufteten. Einige gründeten dort Familien, wie Eulidio. Seine Tochter Sarah wächst bei Mutter Ingrid in Berlin auf. Die Beziehung zu ihrer „zweiten Heimat“ gedeiht erst nach und nach. Auch dank Luana, Sarahs Baby, dessen Vater Eduardo ebenfalls aus Mosambik stammt.
»Die Erinnerungen an das Kernkraftwerk Lubmin sind Eulidio noch immer gegenwärtig. Heute frittiert er Pommes in Springs, Südafrika. Sarah indes kennt ihren Vater lange nur von einer Fotografie: ziemlich cool, mit Cap. Als Elfjährige trifft sie ihn zum ersten Mal, spürt, wie wohl sie sich fühlt inmitten von Menschen, deren Haut ähnlich dunkel ist wie ihre. Als erwachsene Frau beschließt sie, längere Zeit in Mosambik zu verbringen – und begegnet Eduardo. Auf dem Rückflug ist sie schwanger. Die dokumentarische Beobachtung von Brenda Akele Jorde widmet sich Sarahs Versuch, Fäden zusammenzuführen und fortzuspinnen, die im Zuge der Wende abgerissen sind. Und sie zeigt die Herausforderungen, die damit einhergehen: Ist Sarah in Deutschland mit Rassismus konfrontiert, gilt sie in Afrika als Deutsche. War es einst Vater Eulidio, der nach dem Mauerfall des Landes verwiesen wurde, ist es nun Eduardo, der seine Tochter nur sporadisch sieht.« (Carolin Weidner, DOK Leipzig)
»Als Tochter eines afrodeutschen Paares interessiere ich mich für die vielfältigen Ursprünge und Geschichten anderer afrodeutscher Familien. Diese sind in Deutschland weitgehend unbekannt oder unsichtbar. Das führt dazu, dass wir weniger als Teil der deutschen Gesellschaft gesehen werden und uns weniger als Teil fühlen können.« Brenda Akele Jorde
Deutschland 2022 · R: Brenda Akele Jorde · Db: Brenda Akele Jorde · K: David Simon Groß · dt./port./engl./ZuluOmU · 89′
Mi 18. März 2026 • 18:00 Uhr
im Cinema (kleiner Saal)
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Im September singt der Hahn – En septiembre canta el gallo
Die Geschichte der Nueva Cancion Chilena
Mit einem anschl. Gespräch mit Regisseur Nano Stern
EN SEPTIEMBRE CANTA EL GALLO · Chile 2023 · R: Luis Briceño, Nano Stern · K: Luis Briceño, Manuel Labra Saint-Jean • Mit Salvador Allende, Eduardo Carrasco, Patricio Castillo, Jorge Coulon, Eduardo Frei u.a. · span.OmU · 92′
Mi 15. April 2026 • 18:00 Uhr Cinema, kleiner Saal
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