| Monatsprogramm Mai |
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unsere Reihe DREHBUCH GESCHICHTE zu den Herausforderungen des Journalismus geht mit der Komödie SCHTONK! zu Ende – und schon startet die nächste Filmreihe: Mit MAPLE MOVIES: RENDEZVOUS QUÉBEC bieten wir in den kommenden Monaten spannende Einblicke in das Filmschaffen der kanadischen Provinz. Den Auftakt bildet die restaurierte Fassung des berührenden Klassikers C.R.A.Z.Y. – VERRÜCKTES LEBEN. Zum bundesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ wechseln wir erneut die Location und gehen ins Begegnungszentrum Meerwiese. Dort zeigen wir den tragikomischen Film EIN SOMMER IN LA GOULETTE, der – obwohl aus dem Jahr 1996 – aktueller denn je ist und die religiöse Vielfalt eines tunesischen Badeorts feiert. Natürlich setzen wir auch unsere regelmäßigen Reihen fort: Beim QUEER MONDAY begleitet uns MAUERN AUS SAND auf der Identitätssuche eines kroatischen Schülers. In CROSSING THE BRIDGE der LEINWANDBEGEGNUNGEN begibt sich Fatih Akin auf eine musikalische Reise durch Istanbul und erkundet kulturelle Identitäten und Subkulturen. SHORTS ATTACK präsentiert eine Auswahl von Kurzfilmen aus Cannes. Und mit der Jewish Cringe Comedy SHIVA BABY erleben wir in JÜDISCHES LEBEN die turbulenten Begegnungen der Studentin Danielle während einer Trauerfeier. Der Mai verspricht also vor allem leichtfüßige, humorvolle Unterhaltung – mal mit Tiefe, mal mit Tragik oder Rührung.
Gute Unterhaltung und schöne sonnige Tage! Die Linsen | |
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 | | | | | Ein junger Mann gerät zwischen Erwartungen, Identität und verbotene Gefühle
Marko scheint seinen Platz im Leben gefunden zu haben: Als talentierter Sportler ist er angesehen im Dorf, führt eine stabile Beziehung und steht kurz davor, in die Werkstatt seines Vaters einzusteigen. Während eine drohende Flut die Gemeinschaft zusammenschweißt, arbeitet auch er selbstverständlich mit, um sein Heimatdorf zu schützen.
In MAUERN AUS SAND erzählt Regisseurin Čejen Černić Čanak von einem jungen Mann, dessen scheinbar gefestigte Welt ins Wanken gerät, als ein Freund aus der Vergangenheit zurückkehrt. Verdrängte Gefühle brechen auf und stellen Markos Selbstbild ebenso infrage wie die konservativen Werte seines Umfelds. Zwischen Pflicht, Zugehörigkeit und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben entfaltet sich eine leise, eindringliche Coming-of-Age-Geschichte über Identität, Liebe und den Mut zur eigenen Wahrheit. | Kroatien/Litauen/Slowenien 2025 · R: Čejen Černić Čanak · ab 12 J. · kroat. OmU · 88‘
| Mo 11.5. · 20:30 Uhr im Cinema  | | | | |
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 | | | | | Ein Medienskandal zeigt, wie leicht sich Wahrheit manipulieren lässt
Im Jahr 1983 sorgt das Magazin Stern für eine Sensation: Angeblich ist es im Besitz der geheimen Tagebücher Adolf Hitlers. Reporter Gerd Heidemann kauft die vermeintlichen Dokumente für Millionenbeträge, während die Redaktion mit großem medialen Aufwand Auszüge veröffentlicht – ohne die endgültige Echtheitsprüfung abzuwarten.
In SCHTONK! greift Regisseur Helmut Dietl den historischen Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher auf und verwandelt ihn in eine bissige Satire. Mit scharfem Humor und viel Gespür für Absurditäten entlarvt der Film die Mechanismen der Medienwelt und den leichtfertigen Umgang mit Geschichte. Eine pointierte Komödie über Sensationsgier, Täuschung und die Frage, wie Wahrheit entsteht – oder eben nicht.
Mit einer Einführung von Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.. | Deutschland 1992 · R: Helmut Dietl · ab 6 J. · 110′ | Di 12.5. · 18:00 Uhr im Cinema  | | | | |
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 | | | | | Sieben preisgekrönte Kurzfilme eröffnen vielfältige Einblicke in internationale Lebenswelten
Sieben Highlights aus dem Kurzfilmwettbewerb des Festival de Cannes 2025 versammeln in diesem Programm unterschiedlichste Perspektiven, Genres und Erzählweisen. Von intensiven Momentaufnahmen über gesellschaftliche Konflikte bis hin zu surrealen Bildwelten entsteht ein vielschichtiges Panorama zeitgenössischen Kurzfilmschaffens.
In SHORTS ATTACK: CANNES SHORTS treffen Geschichten von Identität, Verlust, Liebe und Widerstand aufeinander: Ein Abschleppwagenfahrer gerät nach einem Unfall in einen hitzigen Konflikt, ein Teenager widersetzt sich einem Gesangsverbot, während andere Filme zwischen Erinnerung, Körperlichkeit und Fantasie changieren. Ob poetisch, politisch oder experimentell – die Filme zeigen die kreative Bandbreite des internationalen Kinos und laden dazu ein, neue filmische Stimmen zu entdecken. Das Programm wird von einer Moderation begleitet. | International 2025 · OmU · ca. 120′ | Di 19.5. · 20:45 Uhr im Cinema  | | | | |
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 | | | | | Istanbul wird zum Klangraum zwischen musikalischer Tradition, Subkultur und kultureller Identität
Ausgehend vom deutschen Musiker Alexander Hacke der Band Einstürzende Neubauten begibt sich der Film auf eine musikalische Reise durch Istanbul. Als neugieriger Beobachter und Vermittler taucht er in die vielfältige Musikszene der Stadt ein und eröffnet einen Zugang zu ihren unterschiedlichen Stimmen und Geschichten.
In CROSSING THE BRIDGE zeichnet Regisseur Fatih Akin ein sinnliches Porträt Istanbuls als kulturellen Schmelztiegel zwischen Europa und Asien. Ohne klassische Dokumentarstruktur entfaltet sich der Film über Begegnungen, Klänge und Atmosphären: Von traditioneller türkischer Musik über Hip-Hop, Rock und elektronische Sounds bis hin zu kurdischen und Roma-Einflüssen entsteht ein lebendiges Bild urbaner Vielfalt. Musik wird dabei zum Ausdruck von Identität, Politik und Lebensgefühl – und Istanbul selbst zur pulsierenden Hauptfigur eines Films über Wandel, Gegensätze und die verbindende Kraft der Kultur. | Deutschland 2004 · R & Db: Fatih Akin · ab 12 J. · türk.OmU · 89' | Mi 20.5. · 18:00 Uhr im Cinema  | | | | |
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 | | | | | Drei Religionen, ein Viertel, ein Sommer
Im Tunis des Jahres 1967, kurz vor dem Sechstagekrieg, leben im Hafenviertel La Goulette muslimische, jüdische und christliche Familien in enger Nachbarschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen drei befreundete Familien, deren Alltag von Austausch, Gemeinschaft und kultureller Vielfalt geprägt ist.
In EIN SOMMER IN LA GOULETTE erzählt Regisseur Férid Boughedir die Geschichte vor allem aus der Perspektive dreier jungen Frauen, die zwischen Neugier, ersten Liebeserfahrungen und gesellschaftlichen Erwartungen ihren eigenen Weg suchen. Mit leiser Komik und nostalgischem Blick entsteht ein warmherziges Porträt eines vielfältigen Zusammenlebens – zugleich aber auch ein sensibles Bild seiner Fragilität. Die politischen Spannungen der Zeit dringen zunehmend in den Alltag ein und machen spürbar, wie eng persönliche Lebenswelten mit globalen Entwicklungen verknüpft sind. Ein berührender Film über Gemeinschaft, Erinnerung und die Bedeutung von Vielfalt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt und setzt ein Zeichen für Dialog, Offenheit und ein respektvolles Miteinander. | Tunesien/Frankreich 1996 · R & Db: Férid Boughedir · arab./franz. OmU · 100‘ | Do 21.5. · 19:00 Uhr im Begegnungszentrum Meerwiese An der Meerwiese 25  Eintritt frei! | | |
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 | | | | | Eine junge Frau gerät zwischen Familienfeier, Geheimnissen und peinlichen Begegnungen
Für die Studentin Danielle wird eine Trauerfeier zur emotionalen Zerreißprobe: Während sie sich durch Small Talk und familiäre Erwartungen navigiert, taucht plötzlich ihr heimlicher „Sugar Daddy“ auf – begleitet von seiner Ehefrau und seinem Kind. Als dann auch noch ihre Ex-Freundin erscheint, spitzt sich die Situation zunehmend zu.
In SHIVA BABY erzählt Regisseurin Emma Seligman mit präzisem Timing und feinem Gespür für zwischenmenschliche Spannungen von einer jungen Frau, die sich in einem Netz aus Lügen, Erwartungen und eigenen Unsicherheiten verstrickt. Zwischen jüdischen Traditionen, familiärem Druck und dem Wunsch nach Selbstbestimmung entfaltet sich eine ebenso unangenehme wie urkomische Cringe Comedy. Mit pointierten Dialogen und intensiver Inszenierung entsteht ein dichtes Porträt moderner Identitätssuche – ebenso scharf beobachtet wie mitreißend erzählt.
| USA 2020 · R & Db: Emma Seligman · engl. OmU · 77' | So 24.5. · 17:00 Uhr im Cinema  | | | | |
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 | | | | | Ein junger Mann sucht zwischen Familie, Tradition und Identität seinen eigenen Weg
Heiligabend 1960 wird Zachary „Zac“ Beaulieu in Québec geboren – als zweiter von fünf Brüdern in einer lebhaften, katholisch geprägten Familie. Während sich Québec im Zuge der gesellschaftlichen Umbrüche der 1960er- und 1970er-Jahre verändert, wächst Zac in einem Spannungsfeld aus familiären Erwartungen, Religion und Popkultur auf.
In C.R.A.Z.Y. – VERRÜCKTES LEBEN erzählt Regisseur Jean-Marc Vallée von einem intensiven Vater-Sohn-Konflikt und der Suche nach der eigenen sexuellen Identität. Zwischen Rebellion und Anpassung ringt Zac um Anerkennung und Selbstbestimmung, während sich sein Verhältnis zu seinem impulsiven Vater zunehmend zuspitzt. Vor dem Hintergrund der „Révolution tranquille“ entsteht ein ebenso bewegendes wie lebensnahes Generationenporträt – ein Meilenstein des modernen Cinéma québécois, der persönliche Geschichte und gesellschaftlichen Wandel eindrucksvoll verbindet.
| Kanada 2005 · R: Jean-Marc Vallée · ab 12 J. · franz. OmU · 127′ | Di 26.5. · 18:00 Uhr im Cinema  | | | | |
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| | Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit e.V. | | | | Die Linse wird unterstützt vom 
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