Geschichten politischer und
erotischer Relevanz
Ein halbes Jahrhundert sind sie zusammen: Hans Stempel und Martin Ripkens. Vor der Klappe am Düsseldorfer
Graf-Adolf-Platz trafen sie sich im Juli 1957, diskutierten
lange über Thornton Wilder und Bert Brecht bis sie endlich Hans‘
Ein-Zimmer-Wohnung aufsuchten. Seitdem sind sie ein Paar und
wohnen zusammen.
„Sex hat uns nie entzweit, Geld Gott sei Dank auch nicht,
aber wie die Welt einzurichten sei und wie die denn überhaupt
aussieht, das bringt uns noch immer zum Glühen, tagelang",
so Martin in der gemeinsamen Autobiografie „Das Glück ist
kein Haustier". Vorher
hatte er in der münsterschen „Herderschen Buchhandlung"
seine Ausbildung gemacht, Hans war Redakteur bei der DDR-nahen
„Deutschen Volkszeitung".
Später arbeiteten sie fast
immer gemeinsam als freie Filmjournalisten, bei Leo Kirch als
„Filmscouts", drehten Filme und veröffentlichten
zahlreiche Bücher. Sie leben seit Ende der 60er Jahre in
München.
In Münster werden sie „Geschichten politischer und
erotischer Relevanz" lesen.
|
|
L iteratur
(Auswahl): Sehnsucht nach dem Anderswo. Reisegedichte (2004),
Das Glück ist kein Haustier. Eine Lebensreise (2003),
Hotel-Geschichten. Abenteuer hinter fremden Türen (2001), Ach
Kerl, ich krieg dich nicht aus meinem Kopf. Männerliebe in
deutschen Gedichten des 20. Jahrhunderts (1997), Das Kino im Kopf.
Eine Anthologie (1989)
Filme
(Auswahl): Eine Liebe wie andere auch (1982), Wie geht ein Mann
(1980), Halbmond über Kreuzberg (1980)
|