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Dokumentation zu den homophoben
Ausschreitungen beim Gay Pride 2006 in Moskau und ihren
Hintergründen
Der erste Christopher Street Day in der russischen Hauptstadt
im Mai 2006 wird zum Desaster. Russische Nationalisten greifen
die TeilnehmerInnen der Parade an, die Polizei stellt ihre
homophobe Haltung unter Beweis, indem sie den DemonstrantInnen
die Fluchtwege versperrt. Vladimir Ivanovs Dokumentarfilm
zeigt hautnah und mit wackliger Handkamera die
Auseinandersetzungen und das brutale Durchgreifen der
Sicherheitskräfte.
Doch der Film beschränkt sich nicht auf die Ereignisse bei
der Parade, sondern bietet eine umfassende Aufarbeitung des
Problems an. So gibt es Interviewmitschnitte mit Moskaus
Bürgermeister Yuri Luzhkov, dessen homophobe Einstellung mehr
als deutlich ist und der schon bei einem von Klaus Wowereit
initiierten Treffen der Bürgermeister von London, Paris, Berlin
und Moskau im Februar 2006 Homosexualität als ‘nicht normal’
bezeichnet und deutlich gemacht hatte, dass er öffentliche
Veranstaltungen von Lesben und Schwulen in seinem Amtsbereich
nicht dulden würde. Zugleich dokumentiert „Moskva. Pride ’06"
auch andere lesbisch-schwule Aktivitäten in Moskau und hält
die Bemühungen der AktivistInnen fest, die um eine Anerkennung
der gleichgeschlechtlichen Liebe in der russischen Gesellschaft
kämpfen.
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Russland
2007 · Regie: Vladimir Ivanov · ab 0 J. · russ. OmeU · DVD
· 84‘
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