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Regale
voller schwuler, lesbischer und Transgender-Comics, die von
14-Jährigen verschlungen werden; lesbische
Zeichentrick-Superheldinnen, die glückliche Beziehungen führen
und die Welt retten; Computerspiele für pubertierende Mädchen,
bei denen Jungs miteinander verkuppelt werden und Sex haben.
Queeres Utopia? Nein – Japan 2007.
Warum in Japan Mädchen mit schwuler
Pornografie aufwachsen, schwule Regisseure lesbische
Zeichentrickserien fürs Kinder-Fernsehen drehen und beliebte
Comicfiguren ständig ihr Geschlecht wechseln, erfahrt ihr in
zwei Vorträgen, die für Lesben, Schwule und Transleute
gleichermaßen inspirierend sein dürften.
Ein Multimedia-Vortrag mit
Filmausschnitten
Alles fing so harmlos an: Als 1967 die erste
Zeichentrickheldin Männerkleider trug, war die Welt in Japan
noch in Ordnung. Aber dann brachen, ausgelöst durch den
Feminismus der 70er, Künstlerinnen in den männlich dominierten
Comic- und Zeichentrickmarkt ein – und Geschlechter und
Sexualitäten mischten sich mit ungeahnter Hemmungslosigkeit.
Knabenschulen wurden zur Brutstätte schwuler Lust, auf
exotischen Planeten tummelten sich hermaphroditische Aliens, und
im Zweifelsfall wusste man nie so genau, welche(s) Geschlecht(er)
die HeldInnen hatten.
Willkommen in der wunderbaren Welt der japanischen Popkultur:
Postmodern lange vor der Postmoderne, queer lange vor Queer
Theory – ein Programm für Kinder und Erwachsene aller
Geschlechter!
Siehe auch
» YAOI
und BL – Zeichentrick mit Höhepunkt – Ein
Filmprogramm mit Erläuterungen von Uli Meyer
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» Uli
Meyer publiziert seit Jahren zum Thema Geschlecht im Comic:
picoscript@yahoo.de
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