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Als Jonathan Caouette im Alter von elf Jahren das erste
Mal vor einer Super-8-Kamera posiert, ist es ein schockierend
intimer Selbstversuch, ein kleines Stück seiner furchtbaren
Kindheit los zu werden. Fast 20 Jahre später montiert er mit
Unterstützung Gus van Sants die unzähligen
Videoschnipsel, Tonbandaufnahmen und Super-8-Filme zu einem
Porträt über sich und seine Mutter Renée.
Sein Film beginnt im Jahr 2003, als Renée nach einer
Überdosis Lithium unheilbar geisteskrank wird. Als Kind wurde
sie entdeckt für Werbung und Fernsehspots, dann, nach einem
Unfall, wurde sie mit Elektroschocks behandelt - eine in den USA
der 60er und 70er Jahre gängige Methode, um mit psychischen
"Abnormitäten" aller Art umzugehen. Die Trennung von
der Mutter und die anschließenden traumatischen Aufenthalte bei
diversen Gastfamilien führen bei ihm selbst zu einer
Persönlichkeitsspaltung - die ihn umgebende Wirklichkeit
erscheint ihm zunehmend irrealer, der eigene Körper spaltet
sich auf. Erst durch den Rückhalt seines Freundes David kann
Caouette mit der Vergangenheit abschließen. — Ein trotz des
schweren Themas sehr sehenswerter Film!
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TARNATION
· USA 2003 · Regie, Drehbuch, Kamera Jonathan
Caouette · Schnitt Jonathan Caouette, Brian A. Kates · Filmmusik
John Califra, Max Avery Lichtenstein, Stephin Merritt · ab
12 · engl.OF · 95' » Offizielle
Homepage [engl.]
» Internet
Movie Database
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