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7. Queerstreifen

Die lesbisch-schwulen Filmtage in Münster
von Do 3. bis So 6. November 2005

So 6. November — 12:00 Uhr
TARNATION [engl. OF]

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Als Jonathan Caouette im Alter von elf Jahren das erste Mal vor einer Super-8-Kamera posiert, ist es ein schockierend intimer Selbstversuch, ein kleines Stück seiner furchtbaren Kindheit los zu werden. Fast 20 Jahre später montiert er mit Unterstützung Gus van Sants die unzähligen Videoschnipsel, Tonbandaufnahmen und Super-8-Filme zu einem Porträt über sich und seine Mutter Renée

Sein Film beginnt im Jahr 2003, als Renée nach einer Überdosis Lithium unheilbar geisteskrank wird. Als Kind wurde sie entdeckt für Werbung und Fernsehspots, dann, nach einem Unfall, wurde sie mit Elektroschocks behandelt - eine in den USA der 60er und 70er Jahre gängige Methode, um mit psychischen "Abnormitäten" aller Art umzugehen. Die Trennung von der Mutter und die anschließenden traumatischen Aufenthalte bei diversen Gastfamilien führen bei ihm selbst zu einer Persönlichkeitsspaltung - die ihn umgebende Wirklichkeit erscheint ihm zunehmend irrealer, der eigene Körper spaltet sich auf. Erst durch den Rückhalt seines Freundes David kann Caouette mit der Vergangenheit abschließen. — Ein trotz des schweren Themas sehr sehenswerter Film!

TARNATION · USA 2003 · Regie, Drehbuch, Kamera Jonathan Caouette · Schnitt Jonathan Caouette, Brian A. Kates · Filmmusik John Califra, Max Avery Lichtenstein, Stephin Merritt · ab 12  · engl.OF · 95'

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