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In deutschen Großstädten sind schwule Bürgermeister an der
Tagesordnung. Auf dem Land aber schämen sich Mütter, wenn der
Sohn keine Freundin mit nach Hause bringt. Hartmut, Richard,
Stefan und Uwe sind schwule Männer aus der schwäbischen
Provinz - kleine Fluchten nach Berlin, Zürich oder Thailand
inklusive. Dass ihr Lebensstil von den Heterokumpels aus
Kirchenchor und Stammtisch mit starken Sprüchen begleitet wird,
haben sie zu ertragen gelernt. Jochen Hick („Sex/Life in L.A.“) gibt in seinem Film
Einblicke in einen weithin unbekannten Alltag. Das Publikum
verfolgt das Leben der Protagonisten durch die Kommentare ihrer
heterosexuellen Umwelt. Die durch den Dialekt gefärbten, oft
skurrilen und immer wieder überraschenden Absonderungen zum
Schwulsein zeigen, wie tief der Graben zwischen Regel und
Ausnahme immer noch ist. Auf der Berlinale 2003 erhielt dieser
bitterkomische Blick auf Schwule in der deutschen Provinz den
Teddy Award als „Bester Dokumentarfilm“. » Internet
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ICH KENN KEINEN – ALLEIN
UNTER HETEROS · Deutschland 2002 · Regie, Buch und
Kamera Jochen Hick · Schnitt Florian Köhler · Musik
Jan Tilman Schade, Klaus Wagner · 99’
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