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Aids – der Schrecken der modernen Gesellschaft, den jede(r) zu
vermeiden und zu bekämpfen versucht. Oder? Die Regisseurin
Louise Hogarth zeigt in ihrem aufwühlenden Dokumentarfilm „The
Gift“ – das Geschenk – eine ganz andere Art des Umgangs
mit dieser Krankheit, das sog. Barebacking. [» Diskussion
zu Barebacking bei etuxx] Sie beleuchtet die Szene der „Bug-Chaser“
und „Gift-Giver“, die unter Schwulen in den USA und Europa
Anhänger findet. Diese jungen Männer haben auf Partys
ungeschützten Geschlechtsverkehr und gehen bewusst das Risiko
ein, die HIV-Infektion zu bekommen oder weiterzugeben. Dahinter
steckt der Wunsch, dazu zu gehören, es „hinter sich“ zu
bringen und nicht ständig neu über die Gefahr nachdenken zu
müssen. Und auch die Illusion, Aids sei heute medizinisch
beherrschbar.
Louise Hogarth nähert sich dem Phänomen mit
Fingerspitzengefühl und Verständnis, ohne sich jedoch
moralisch dafür oder dagegen auszusprechen. Der Film
hinterließ auf der diesjährigen Berlinale großen Eindruck.
Präsentiert von den FACHHOCHSCHWULEN
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THE GIFT · USA 2003 ·
Regie, Buch, Produktion Louise Hogarth · Kamera May
Rigler · 61’
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