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E MINHA CARA ist ein höchst brillanter Essayfilm von Thomas Allen Harris. Anfang des letzten Jahrhunderts stellte der berühmte schwarze Soziologe, Bürgerrechtler und spätere Kommunist
W.E.B. Dubois die These auf, African-Americans müssten sich unter Bedingungen des Rassismus und der Diaspora immer zugleich als Teil einer dominanten weißen wie einer minoritären
schwarzen Kultur wahrnehmen, um in den Vereinigten Staaten zu überleben.
Harris geht es jedoch nicht so sehr um diesen Widerspruch allein, sondern auch um die (Re-)Konstruktionsweisen eines afrikanischen Erbes — und um sein eigenes widersprüchliches Verhältnis zu ihm als schwuler Afroamerikaner.
Zu seiner eigenen Identität findet Harris jedoch vor allem in der Auseinandersetzung mit den afro-brasilianischen Kulten in Bahia, in deren katholischer Heiligenverehrung sich die alten afrikanischen "Orishas" erhalten haben, die Harris "doppelter" Blick dankbar freilegt. Auf dem Karneval von Salvador de Bahia erlebt er zudem eine flüssigere und offenere Form von Sexualität, die ihm erlaubt, sein eigenes Schwulsein neu zu erfahren.´
(Tobias Nagl in der
taz)
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Movie Database
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E MINHA CARA/THAT'S MY FACE ·
USA/Brasilien 2001 · Regie Thomas Allen Harris ·
Buch Thomas Allen Harris und Don Perry · Kamera Thomas Allen Harris und Albert S. Johnson ·
56' · engl. OmU
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