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5. Queerstreifen

Die lesbisch-schwulen Filmtage in Münster
von Donnerstag 7. bis Sonntag 10. November 2002

Fr 8. November — 19:00 Uhr
FOOD OF LOVE [engl. OF]
Klassikfans kennen das: Bei den meisten Klavierkonzerten sitzt zur Linken des Pianisten ein freundlicher Student oder eine Studentin, um dem Virtuosen die Noten umzublättern. Oft sind diese hübschen jungen Leute der heimliche Blickfang des Abends. Genau damit spielt FOOD OF LOVE des spanischen Regisseurs Ventura Pons. 

Hier ist es der Musikstudent Paul, der dem berühmten Tasten-Star Kennington bei einem Konzert in San Francisco zur Seite steht. Und weil Paul attraktiver ist als die meisten Noten von Brahms oder Beethoven, kommt es zu einer Liebesaffäre zwischen Amerika und Europa. Dass Pauls Mutter Pamela nach der Trennung von ihrem Ehemann ebenfalls in Gefühlswirrungen steckt, macht die Sache nicht einfacher. 

Ventura Pons schuf einen poetischen Film über das Erwachsenwerden, der auf der letzten Berlinale gefeiert wurde.

"FOOD OF LOVE ist ein mustergültiger Künstlerfilm, halb Farce, halb Drama, voller stilistischer Brüche und letztlich doch eine runde Sache. Es gibt gefällige Momente, mit denen man seine Tante aus Buxtehude erfreuen kann, und zugleich gibt es auch Tabuverletzungen. Ventura Pons darf nicht länger ein Geheimtipp bleiben. Sein Werk ist genauso interessant wie das seiner Landsleute Pedro Almodóvar, Bigas Luna und Julio Medem."
(Frank Noack, filmforum Berlinale 2002)

» Internet Movie Database
» Offizielle Homepage des Regisseurs [engl.]

MENJA DE AMOR · Spanien 2001 · Buch und Regie Ventura Pons · Kamera Mario Montero · Mit Juliet Stevenson, Kevin Bishop, Paul Rhys, Geraldine McEwan u.a. · 112' · engl. OF