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5. Queerstreifen

Die lesbisch-schwulen Filmtage in Münster
von Donnerstag 7. bis Sonntag 10. November 2002

Sa 9. November — 16:00 Uhr
JUSTE UNE FEMME / INES UND PAUL — EIN LEBEN ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN [fasi. OmU / dt. OF]
JUSTE UNE FEMME
Teheran im Oktober 2000. Ein Jahr zuvor war Moravid (persisch: "die Perle") noch ein Mann. Seit ihrer Geschlechtsumwandlung lebt sie völlig zurückgezogen in ihrer kleinen Wohnung. Nun legt sie zum ersten Mal den Tschador an, um als Frau das Haus zu verlassen. Was bewegt Moravid dazu, freiwillig im Iran zu leben? Ihr Entschluss stellt die Klischees, die im Westen kursieren, in Frage: Der Film zeigt ein Land voller Widersprüche. 

Die 27-jährige Regisseurin Mitra Farahani ist in Teheran geboren und hat dort ein Grafikstudium absolviert. 1998 zog sie nach Paris und arbeitete dort als Performerin und bildende Künstlerin. Die Ko-Regisseurin B. Y. lebt und arbeitet in Teheran, zieht es daher vor, anonym zu bleiben. Der Film wurde mit dem Teddy-Jurypreis der diesjährigen Berlinale bedacht. 

» Internet Movie Database

INES UND PAUL — EIN LEBEN ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN
Vor zwei Jahren begann die Kölner Lesbe Ines, das Hormon Testosteron zu nehmen, vor zwei Monaten hatte sie die lang ersehnte Brustoperation. "Ines und Paul — Ein Leben zwischen den Geschlechtern" dokumentiert die Geschichte ihrer Verwandlung. 

Die Idee zum Film kam Autorin und Regisseurin Monika Schulz, als sie von der befreundeten Ines vor zwei Jahren gefragt wurde, ob sie noch einmal Fotos von ihr machen könne, bevor sich ihr Körper verändere. Schulz machte dann nicht nur Fotos, sondern gleich einen Film. An den Fototermin wurde der erste Drehtag angehängt, dem dann in den letzten zwei Jahren weitere 14 Drehtage folgen sollten. Neben Ines-Paul kommen auch Menschen aus dem Umfeld zu Wort, wie die Eltern, die Lebenspartnerin oder die Queer-Punk-Band "low-end-models", deren Gitarrist Ines-Paul ist. 

Gezeigt werden wichtige Momente im Lebensweg von Ines-Paul: die ersten Wirkungen der Testosteron-Spritzen, die Zeit direkt vor und nach der Brustoperation, nach der Ines-Paul sich freut: "Endlich kann ich mir die T-Shirts kaufen, die ich mir schon immer kaufen wollte." Mit dem Film möchte Ines-Paul auch anderen Mut machen: "Ich kenne viele, die in einer ähnlichen Lage sind. Und ich habe so viele gute Erfahrungen gemacht, dass ich weifl, es lohnt sich, seinen eigenen Weg zu gehen." (nach: taz Köln)

» WDR mit ausführlicher Linkliste

JUSTE UNE FEMME · F 2001 · Regie und Kamera Mitra Farahani, B.Y. · 29' · farsi.OmeU

INES UND PAUL · D 2002 · Regie Monika Schulz · 44'