|
Nun liegt die 4. Auflage der QUEERSTREIFEN hinter uns und
darum gibt's an dieser Stelle einen zufriedenen Rückblick auf
die lesbisch-schwulen Filmtage. Das gute Wetter, Flohmarkt
und Hafenfest waren zwar für die Filmtage eine arge Konkurrenz,
doch die Zuschauerzahlen blieben trotzdem im kalkulierten
Rahmen.
Die 15 Programme waren 2001 sehr anspruchsvoll. So
wurden mehr Filme als in den letzten Jahren im Original ohne
Untertitel gezeigt. Und es gab weniger "leichte
Unterhaltung". Komödien fanden sich für das diesjährige
Programm kaum, so dass viele Filme nicht so leicht konsumierbar
waren wie in den letzten Jahren. Dass das Programm beim Publikum
trotzdem viel positive Resonanz fand, freute uns natürlich sehr.
Glücklich sind wir auch über die Gäste, die kamen und die
ihr in der Fotogalerie zurückfinden
könnt. So begleitete der Münsteraner Peter Aufderhaar am Piano
virtuos den 1914 gedrehten Stummfilm "A Florida Enchantment"
- eine Leistung von der das Publikum begeistert war.
Die in San Fransisco und Amsterdam lebende Regisseurin Sonja
de Vries stellte ihre Dokumentation "Out" vor, über
die das Publikum noch eine Stunde lang diskutierte.
In einem Familienprogramm stellten Martin Gypkens und Mona
Lenz ihre Filme "Papas" und "Miracle Baby"
vor. Das Gespräch nach dem Film drehte sich dann auch um
Möglichkeiten und Perspektiven für Lesben und Schwule, Kinder
zu adoptieren.
Am Sonntag Nachmittag kamen die Berliner Rechtsanwältin
Gabriele Volmary und der Kaufmann Hansjörg Droste zu einem
Podiumsgespräch. Während Volmary die erste münstersche
Schwulengruppe, die HSM, 1971 mitgründete, war Droste in den
80ern in der H.I.M aktiv. Beide berichteten, wie das Leben für
Lesben und Schwule damals waren.
Auch 2002 werden wir wieder die QUEERSTREIFEN
organisieren. Sie sind schließlich in Münster schon eine feste
Institution geworden.
|