Zwei Familien, eine Fehde - vor dem Hintergrund von
Baumwollfeldern und Landstraßen im südöstlichen Arkansas.
Allein die Namen der drei Brüder deuten an, dass sie nicht
das genossen haben, was man als eine angenehme Kindheit
bezeichnen würde: Son, Kid und Boy heißen die drei, deren
Vater die Familie in jungen Jahren verließ und eine neue
Familie gründete.
Auch dort zeugte der Vater diverse Söhne und wandelte sich
augenscheinlich zum Christen. Doch der Hass seiner Söhne ist
ungebrochen, die Wut, vom Vater verlassen und mit einer
verbitterten Mutter zurückgelassen worden zu sein, wird auch
durch den Tod des Vaters nicht besänftigt.
Im Gegenteil. Zur Beerdigung erscheinen die drei, angeführt vom
ältesten Sohn Son, in zerschlissenen Klamotten und werfen der
neuen, der anderen Familie ihres Vaters ihre Version der
Wahrheit ins Gesicht.
Als Son schließlich auf den Sarg spuckt, ist das Fass zum
Überlaufen gebracht, die lange schwelende Fehde zwischen den
Familien bricht aus.
"Ein Film, der nicht viele Worte macht, aber Bilder zum
Niederknien." (epd Film)
USA 2007 · Regie und
Drehbuch: Jeff Nichols · Kamera: Adam Stone •
Mit Michael Shannon, Douglas Ligon, Barlow Jacobs, Natalie
Canerday, Glenda Pannell, Lynnsee Provence, Michael Abbott jr.,
G. Alan Wilkins, u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 90'
Filmtrailer bei youtube.com
Der Regisseur Jeff Nichols wurde 1978 in Little Rock, Arkansas geboren
und wuchs dort mit zwei Brüdern auf. Sein Filmstudium an der
North Carolina School of the Arts schloss er 2001 ab. Seither
drehte er sechs Kurzfilme und arbeitete an mehreren Filmen
anderer Regisseure mit, darunter "The Rough South of Larry
Brown" (2002) von Gary Hawkins oder "Be Here to Love
Me, A Film About Townes Van Zandt" (2004) von Margaret
Brown. Jeff Nichols lebt in Austin, Texas. SHOTGUN STORIES ist
sein erster abendfüllender Spielfilm. Momentan arbeitet er an
einen neuen Film mit dem Arbeitstitel "Goat".