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Vergnüglich böses Melodram der Coen-Brüder über Moral
und (jüdische) Religion. Ein Feel-Bad-Movie zum Totlachen
Eigentlich lebt Larry Gropnik (Michael Stuhlbarg) ein
beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im
Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann,
fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie
läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt.
Larrys Gattin (Sari Lennick) verlangt plötzlich die
Scheidung, um mit ihrem selbstgefälligen neuen Liebhaber
zusammenleben zu können. Sein Sohn (Aaron Wolff)
schwänzt die Schule, die Tochter (Jessica McManus)
bestiehlt ihn, um sich eine Nasenkorrektur finanzieren zu
können. Sein psychisch labiler Bruder hockt nur noch auf der
Couch rum.
Und als ob die Familie nicht schon genügend Probleme bereiten
würde, gerät auch noch Larrys Karriere ins Trudeln: Anonyme
Briefschreiber verbreiten falsche Anschuldigungen über ihn, und
außerdem versucht ein Student, ihn zu bestechen.
Larry sucht Hilfe, und hofft diese bei einem Rabbi zu finden.
Doch auch das ist leichter gesagt, als bekommen …

USA 2009 · Regie und
Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen · Kamera: Roger
Deakins · Musik: Carter Burwell • Mit Michael
Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron
Wolff, Jessica McManus u.a. · 105'
Filmtrailer
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Die Regisseure
Joel Coen, geboren 1951 in Minneapolis, arbeitet als
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent eng mit seinem Bruder
Ethan zusammen. Seit ihrem gemeinsamen Debütfilm BLOOD SIMPLE
von 1984 entstanden mittlerweile 14 Spielfilme, mit denen die
„Coen- Brüder“ zu Kultregisseuren aufstiegen. Das Werk der
Coen-Brüder schwankt zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen
Genres: düsteren, manchmal auch blutigen und gewalttätigen
Thrillern und durchgeknallten Komödien. Den internationalen
Durchbruch erlebte Joel Coen 1991 in Cannes als BARTON FINK die
Goldene Palme gewann. Seitdem gab es zahllose Nominierungen und
Preise, darunter allein vier Oscars und vier weitere
Oscar-Nominierungen. Erstmals gewann Joel Coen den begehrten
Academy Award 1997 für sein Drehbuch zu FARGO. Für NO COUNTRY
FOR OLD MEN folgen dann gleich drei Auszeichnungen.
Ethan Coen, der jüngere der Brüder, wurde 1954 in
Minneapolis geboren. Er war bei allen Coen-Brüder-Filmen
Produzent und Co-Autor des Drehbuchs und verantwortet seit 2004
zusammen mit seinem Bruder Joel auch die Regie bei ihren
gemeinsamen Projekten. Neben dem Kino ist Ethan Coen auch als
Theaterautor aktiv. Seine Suite aus drei Einaktern mit dem Titel
„Almost An Evening“ wurde 2008 unter der Regie von Neil Pepe
Off-Broadway von der New Yorker Atlantic Theater Company
uraufgeführt. Im Frühjahr 2009 feierte dort „Offices“,
Ethan Coens neue, dreiteilige Einakter- Suite, erneut mit Neil
Pepe als Regisseur Premiere.
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