| Jahresrückblick
2000
Das Jahr 2000 ist um, Zeit für uns, für "Die Linse -
Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit e.V." für
einen kleinen Jahresrückblick. Immerhin bekommen wir von der
Stadt Münster 60.000 DM für die Programme, über die wir gerne
Rechenschaft ablegen.
Insgesamt hatten wir - auch in Kooperation mit anderen
Gruppen, Vereinen und öffentlichen Institutionen - 147 Filme
bzw. Programme in knapp 250 Veranstaltungen im letzten Jahr
organisiert.
Im einzelnen waren das:
Stummfilme - Im letzten Jahr zeigten wir drei
Stummfilme, selbstverständlich mit Livemusik. Ganz besonders
war wieder die Veranstaltung in der Evangelischen
Universitätskirche, bei der "Orlacs Hände" zur
Aufführung war. Schade, daß die Lust auf Entdeckungen von
unbekannteren Stummfilmen nicht so groß ist.
Filmbli(c)k + Filmbli(c)k-Festival NL - Über die
Resonanz der niederländischsprachigen Filme, die wir sowohl in
Einzelveranstaltungen als auch als Festival in Zusammenarbeit
mit dem "Haus der Niederlande" präsentierten, waren
wir im letzten Jahr enttäuscht. Im Moment sind überlegen wir,
in welcher Form wir die Reihe fortsetzen werden.
Kino der Welten - Sehr erfreut waren wir über den
Zuspruch dieser Reihe. Besonders die spanischsprachigen Filme
und die vom afrikanischem Kontinent waren stets gut besucht.
Schlechter sah es hier allerdings bei den japanischen Filmen und
den Filmen aus dem "Osten" aus. Hier waren die
Besucherzahlen manchmal einstellig.
Freunde des lateinamerikanischen Kinos - Volker Pade
stellte zu dem Film "Das Leben ein Pfeifen" die
Dokumentation zu den Dreharbeiten vor.
Polnische Filmtage - In Zusammenarbeit mit der
"Städtepartnerschaft Münster-Lublin" präsentierten
wir drei Filme mit gutem Anklang.
Wim-Wenders-Werkschau - Im Frühjahr letzten Jahres
begaben wir uns zu den Wurzeln des jungen deutschen Films: wir
zeigen fast alle Filme von Wim Wenders. Einige waren leider
trotz beharrlicher Nachfragen nicht zu bekommen. Insgesamt
freuten wir uns über guten Besuch.
Jugendgewalt im Film - Mit Unterstützung der
"Landeszentrale für politische Bildung" konnten wir
das Projekt "Jugendgewalt im Film" realisieren, dass
Benjamin Schacht im Rahmen seines Praktikums bei uns entwickelte
und durchführte.
Avantgarde - Eines unserer Lieblingsprojekte war die
Avantgarde-Reihe. Es macht Spaß, diese Experimentalfilme im
Kino zu sehen.
Künstlerinnenpreis unterwegs - In Zusammenarbeit mit
dem "Frauenkulturbüro" des Landes NRW präsentierten
wir neun Programme mit Filmen
Filmland Island - Aktuelle und ältere Filme aus
Island stellten wir im Dezember vor. Möglich wurde das durch
die Zusammenarbeit mit dem "Filmverband Sachsen".
Filmszene NRW - Im letzten Jahr beendeten wir unser
Projekt "Filmszene NRW", dass wir mit Unterstützung
des "Filmbüro NRW" durchführten. Auch in diesem
Projekt gab es wieder viele interessante Filme von leider oft
viel zu unbekannten Filmemachern und -macherinnen zu sehen.
Institut für angewandte Kulturwissenschaften - Zwei
seminarbegleitende Filmreihen zeigten wir im letzten Jahr mit
dem "Institut für angewandte Kulturwissenschaften".
Verschwörung am Montag - Diese Filmreihe ist in
Zusammenarbeit mit dem "Institut für Soziologie"
entstanden. Nach diesem Projekt stellten wir uns die Frage, nach
der Sinnhaftigkeit mancher Kooperation. Wir waren schon
enttäuscht darüber, dass weder zur Eröffnung der Filmreihe
noch später der Dozent vorbei kam.
Villa ten Hompel - Mit der "Villa ten Hompel"
zeigten wir "Das Heimweh des Walerjan Wrobel".
GrenzGänge - An der Psychiatriewoche beteiligten wir
uns wieder mit einigen Filmen
Queerstreifen - Neben vielen anderen Gruppen und
Einzelpersonen beteiligte sich auch die "Rosa Linse"
(so nennen wir nur noch unsere Programmarbeit im
lesbisch-schwulen Bereich) an den Queerstreifen. Das Ergebnis
war überwältigend - 1.500 äußerst zufriedene Gäste kamen im
letzten Jahr!
Welt-Aids-Tag - Zum Welt-Aids-Tag konnten wir in
Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Münster wieder einige
Premieren zeigen. Wie in den Jahren davor, waren die
Veranstaltungen wieder ausgesprochen gut besucht.
Cinema - Dank der personellen Verflechtungen mit dem
Cinema klappte die Zusammenarbeit wieder äußerst gut,
"Synergien" wurden optimal genutzt. Wir bereichern
unsere Arbeit gegenseitig.
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