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Mo 25. Juni 2007 · 19:00 Uhr

1999 finden in ganz Kambodscha, von der thailändischen bis zur
vietnamesischen Grenze, die Arbeiten für die Verlegung der ersten
Glasfaserkabel in Südostasien statt. Bei diesem Vorhaben finden
viele Kambodschaner erstmals Arbeit. Mit einfachen Hacken heben
Wanderarbeiter, Männer wie Frauen, mittellose Bauern und
ausgemusterte Soldaten mit Kriegsverletzungen den Graben für die
Einrichtung eines Informations-Highways aus, der den Anschluss des
Landes an die Weltwirtschaft ermöglichen soll. Dabei verfügen
die Arbeiter selbst noch nicht einmal über Elektrizität.
Der Regisseur Rithy Panh begleitet einige dieser
Wanderarbeiter. Da sie pro Meter bezahlt werden, arbeiten sie
pausenlos - Tag und Nacht. Szenen körperlicher Arbeit wechseln ab
mit Gesprächen über den Alltag auf der Baustelle. Mit dem
Kabelstrang in der einen und der Schaufel in der anderen Hand,
wird über die Zukunft von Kambodscha philosophiert. Für die
meisten Arbeiter scheint der Glaube an die Zukunft ungebrochen.
Doch der Film erzählt auch über das vom Krieg geprägte
Schicksal der Menschen. Die ausgegrabenen Blindgänger und
Skelette liefern den Anlass für diese Gespräche und zwingen die
Menschen, sich mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten und
Erinnerungen auseinander zu setzen.

LA TERRE DES ÂMES ERRANTES ·
Frankreich 1999 · Regie Rithy Panh · Kamera Prum
Mésar · Musik Marc Marder · khmer.OmeU · 100'
Als Vorfilm läuft Go to Shanghai:
Eine ostfriesische Werft baut zum ersten Mal ein Schiff für einen
chinesischen Auftraggeber.
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