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Mo 18. Juni 2007 · 19:20 Uhr

Rasid aus Bosnien, Mihaela aus Rumänien, Bosko aus Mazedonien
und Margit aus Ungarn leben vom Kleinhandel wie Hunderttausende
Osteuropäer, die nach dem Fall der Berliner Mauer die
schlechteren Karten gezogen haben.
Ein ehemaliger Generaldirektor einer Firma, eine
Krankenschwester, eine Beamtin oder ein Redakteur eines Verlages
sind heute gezwungen, Hemden, Pullover, Spielzeug, Kosmetika oder
Uhren zu kaufen und zu verkaufen, um von dem kleinen Gewinn zu
leben. Die Beschaffung und der Transport der Waren ist mit
stundenlangen Fahrten, Warten an der Grenze, Kontrolle durch die
Zöllner und Angst, des Schmuggels bezichtigt zu werden,
verbunden. Hauptumschlagplatz für all diese Händler aus Not ist
ein großer Markt in Budapest, im Viertel Jozsefvaros, der 1992
entstanden ist und wo heute über 4000 chinesische Händler ihre
Waren verkaufen.
DER CHINESISCHE MARKT ist ein Film über Begegnungen von
Menschen, über Wege, die sich kreuzen und wieder auseinander
gehen, über Sprachen und Kulturen, die sich treffen, die gestern
noch nichts voneinander wussten. Es ist ein Film über ein neues
Babylon, das in einem Budapester Viertel vor sich hin kocht und
über die Menschen, die um ihr überleben kämpfen.

AJI – DREAM CUISINE ·
Deutschland/Ungarn 2000 · Regie Zoran Solomun,
Vladimir Blazevski · Kamera Mustafa Mustafic, Dusan
Joksimovic · BetaSP-Projektion · OmU · 93'
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