Mo 9. Juli 2007 · 19:00 Uhr
mit Einführung von Norbert Nowotsch, FB Design der FH
Münster und
Dr. Matthias Schilling, Uniklinikum Münster

Das Corpus Callosum ist ein zentraler Gewebebereich im
menschlichen Gehirn, das 'Botschaften' zwischen den beiden
Hemisphären übermittelt. Der Film (oder das Band oder das
projizierte Lichtwerk) beschreibt, erzeugt, untersucht, zeigt und
besteht aus vielen 'zwischen'. Zwischen Anfang und Ende, zwischen
natürlich und künstlich, zwischen Fiktion und Tatsache, zwischen
Hören und Sehen, zwischen 1956 und 2002, zwischen Arbeit und
Leben.
Dieser Film ist eine Tragikomödie der kinematographischen
Variablen. "Corpus Callosum" stellt den Realismus ganz
normaler Metamorphosen (zwei extreme Beispiele dafür sind
Schwangerschaften oder Wutausbrüche) in glaubhaften, 'realen'
Innenräumen und 'unmögliche' Formveränderungen nebeneinander
bzw. gegenüber. Zuerst beobachtet die Kamera, dann beobachten
wir, die wir im Zuschauerraum sitzen, die Beobachtungen der
'realen' Menschen, die in den offenkundig inszenierten Situationen
dargestellt werden.

CORPUS CALLOSUM · Kanada
2002 · Regie Michael Snow · Kamera Robbi Hinds,
Harald Bachmann · Mit Kim Plate, Greg Hermanovic,
John Massey, Joanne Tod, John Penner, Tom Sherman · engl.OF ·
BetaSP-Projektion · 92'
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