| "Wenn wir Ihnen Bilder
von Napalmverletzungen zeigen, werden Sie die Augen schließen.
Sie werden Ihre Augen vor den Bildern verschließen, dann werden
Sie Ihre Augen vor der Erinnerung verschließen, dann werden Sie
Ihre Augen vor den Tatsachen verschließen." ("Nicht
löschbares Feuer")
"Man muß gegen Bilder ebenso
mißtrauisch sein wie gegen die Wörter. Beide werden in Reden und
Bedeutungszusammenhänge eingeflochten. Man muß die Praxis eines
Bildes untersuchen. Mit welcher Bedeutung und in welcher Kette von
Bedeutungen erscheint es? Es gibt keine Literatur oder
Sprachkritik, ohne daß der Autor der vorhandenen Sprache
gegenüber kritisch ist. Ebenso verhält es sich mit Filmen.
Man muß keine neuen, nie gesehenen
Bilder suchen, aber man muß die vorhandenen Bilder in einer Weise
bearbeiten, daß sie neu werden. Da gibt es verschiedene Wege.
Mein Weg ist es, nach verschüttetem Sinn zu suchen und den
Schutt, der auf den Bildern liegt, wegzuräumen." (Harun
Farocki zu "Bilder der Welt und Inschrift des Krieges",
1988, Begleitmaterial Basis-Film)
"Nicht
löschbares Feuer", BRD 1968/69, 25', Harun Farocki
Filmproduktion,16 mm s/w, Regie & Buch Harun Farocki Regie-Assistenz
Helke Sander Kamera Gerd Conradt Schnitt Harun
Farocki Ton Ulrich Knaudt Aufnahmeleitung Hartmut
Bitomsky mit Harun Farocki, Hanspeter Krüger, Eckart
Kammer, Caroline Gremm, Gerd Volker Bussäus, Ingrid Oppermann
Do 9.7.99, 20.15 Uhr |