| Die Filmreihe
präsentiert in fünfzehn abendfüllenden Programmen deutsche
und osteuropäische Filme, die im letzten Jahrzehnt des
Kalten Krieges entstanden sind – und in denen sich die
Ahnung des bevorstehenden, tief greifenden Wandels bereits
abzeichnet. Teils sind die Filme in den offiziellen Studios
Bulgariens, Polens, Rumäniens, Ungarns, der DDR, der Sowjetunion
und der Tschechoslowakei entstanden. Andere wurden in den
Randbereichen des Kinos oder im künstlerischen Untergrund
realisiert.
Die von Claus Löser kuratierte Auswahl an Spiel-,
Dokumentar-, Animations-, Kurz- und Experimentalfilmen bezieht
große Namen der Filmgeschichte – Krzysztof Kieslowski oder Jan
Svankmajer – ebenso ein wie Arbeiten weniger bekannter
Filmemacherinnen und Filmemacher. In ihren Werken formuliert sich
die Hoffnung auf politische oder wirtschaftliche, vor allem aber
auf künstlerische Öffnung. Jeder der Filme hat auf formale oder
inhaltliche Weise Grenzen erweitert und durch seine mutige
Artikulation Veränderungsbedarf eingeklagt.
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