| Ungewohnter Einblick in
die Randzonen des Sozialismus
Bulgarien zwischen 1968 und 1970, eine Periode des Aufruhrs,
der Jugendrebellion und der sexuellen Revolution. Die
"Weltfestspiele der Jugend und Studenten" finden in
Sofia statt; jene Großveranstaltung des unter Kreml-Einfluss
stehenden Aushängeschilds vorgeblicher Liberalität in einem
ansonsten wenig freizügigen System.
Freiheit wird deklariert, sexuelle Freizügigkeit proklamiert
und Drogen machen die Runde. Mit dabei ist auch Sybilla (die
Gräfin). Bei einer Polizeirazzia wird Sybilla verhaftet. Für sie
beginnt nun eine leidvolle Karriere in verschiedenen staatlichen
Institutionen und durch deren fragwürdige
Resozialisierungsversuche.
Die Gräfin richtet sich nach jeder Niederlage wieder auf und
setzt ihre Suche nach dem Glück fort.
AS, GRAFINJATA · Bulgarien
1989 · Regie: Petar Popzlatew · Drehbuch:
Petar Popzlatew, Rajmond Wagenstein · Kamera: Emil
Christow · Musik: Georgi Genkow • Mit Swetlana
Jantschewa, Alexandr Dojnow, Itzchak Finzi, Katja Paskalewa, Petar
Popjordanow, Marija Statulowa u.a. · bulg.OmU · 119'
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