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Winter adé
Filmische Vorboten der Wende

Im Herbst jähren sich die friedliche Revolution und der Fall der Berliner Mauer zum 20. Mal. Aus diesem Anlass initiierte die Kulturstiftung des Bundes mit der Deutschen Kinemathek die Filmreihe „Winter adé“.
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Do 26. Februar 2009 · 19 Uhr
Ein kurzer Film über das Töten

Polen 1987 · Regie: Krzysztof Kieslowski
Materialien
(PDF) Filmblatt bei der Deutschen Kinemathek
Ein radikales Pamphlet gegen die Todesstrafe

Der Henker sieht aus wie ein Mann mit Magengeschwüren, klein, mager, mit Glatze. Ein junger Mann ist hinzurichten, ein Mörder. Man bietet ihm die letzte Zigarette an. Dann ergreifen ihn viel zu viele Vollzugsbeamte. Plötzlich ist alles ganz hastig: Der Henker wurstelt die Schlinge um den Hals, öffnet die Klappe. Der Körper fällt. Zucken. Ein Arzt legt das Stethoskop an. In die gelbe Plastikwanne tropfen Exkremente. In keinem Film ist je genauer und unerschütterlicher gegen die Todesstrafe argumentiert worden und das ohne Wortschwall, ohne Lamento, ohne Pathos. Krzysztof Kieslowski arbeitet mit der Haltung, die dem Kino gemäß ist: Er zeigt die zwei Seiten der Medaille des Mordens. Denn genauso unerbittlich wie die Hinrichtung des jungen Mannes hat er dessen Tat gefilmt: Sinnlos bringt er einen Taxifahrer um. Er würgt sein Opfer, er schlägt es, er zerschmettert ihm den Kopf mit einem Stein. Ein blutiges Gebiss fällt aus dem Mund. 

KRÓTKI FILM O ZABIJANIU · Polen 1987 · Regie: Krzysztof Kieslowski · Drehbuch: Krzysztof Kieslowski, Kryzsztof Piesiewicz · Kamera: Slawomir Idziak · Musik: Zbigniew Preisner • Mit: Miroslaw Baka, Krszysztof Globisz, Jan Tesarz, Zbingniew Zapasiewicz, Barbara Dziekan, Aleksander Bednarz, Jerzy Zass, Zdzislaw Tobiasz, Artur Barcis, Krystina Janda · ab 16 J. · 85‘

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