|

»Der Film führt nach Sibirien, zu einem asiatischen
Nomadenvolk, das von Stalin zur Seßhaftigkeit gezwungen wurde.
Ohne jeden Dialog, aber mit einem eindrucksvollen Klangteppich,
entwirft er ein Endzeit-Panorama: eine elende, schäbige,
würdelose Zivilisation, in der gesoffen und geprügelt wird. Der
Häßlichkeit setzt Bartas Bilder von der strengen Schönheit der
Natur entgegen und öffnet Räume für vielfältige philosophische
Assoziationen. Ein atmosphärischer Film in vorwiegend langen
Totalen, der sich gegen alle Konventionen des modischen
Erzählkinos verschließt.«
(Filmdienst)
»Zwei Freunde fahren vom Dorf in die Stadt Kaliningrad, das
frühere Königsberg, lernen dort zwei russische Mädchen kennen,
versuchen in einem Hotel unterzukommen, auf dem Bahnhof, in einem
halbzerstörten Mietshaus – Orte der Ballung und der Einsamkeit
der Moderne. Man kommt sich näher und stößt einander wieder ab;
die Sehnsucht nach Liebe kehrt sich um in die Angst vor
Enttäuschung, die Suche nach Kontakt endet in Sprachlosigkeit.
Drei Tage vergehen wie ein ganzes Leben.«
(Prisma Festival)
»Ein Leben im Stundenglas. Bartas hat einen spröden und doch
so packenden Film gedreht, der unendlich viel erzählt, obwohl er
mit wenigen Dialogen auskommt.«
(Kino Arsenal)
TRYS
DIENOS · P/F/D/LIT 1991 · Regie, Buch und Kamera Sarunas
Bartas · Mit Katerina Golubeva, Ergei Tulayev, Piotr
Kishteev, Minoru Hideshima, Yulia Inozemseva u.a. · 105'
Montag 25.09.00, ca. 18:45 Uhr
Dienstag 26.09.00, ca. 18:45 Uhr
Links
TRYS
DIENOS in Internet Movie Database
|