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Kino der Welten - Osteuropa

Beschkempir [kirg. OmU]

»Beschkempir heißt „Fünf alte Frauen“ und bezeichnet ein adoptiertes Kind. Es ist nicht nur ein Name, sondern ein Geschick. Ein Vogel zwitschert. Die Kamera gleitet langsam über bunte Stoffstrukturen. Frauen mit wettergegerbten Gesichtern versammeln sich auf einem Teppich und veranstalten eine Zeremonie.

Wenige Gesten, wenige Worte bestimmen Beschkempirs weiteres Leben in dem kirgisischen Dorf. Naturgeräusche spielen die Hauptrolle in dieser anderen, vormodernen Welt. Vogelstimmen, der Wind und murmelndes Wasser. 

Musik und Dialog setzt Regisseur und Drehbuchautor Aktan Abdikalikov sehr spärlich ein. Er vertraut zu Recht auf die schweigsame Kraft schwarzweißer Bilder, wenn er die Laiendarsteller bei ihren bäuerlichen Verrichtungen zeigt. 

Die fest gefügte Welt des Jungen wird erschüttert, als er die Wahrheit über seine Herkunft erfährt. Kummer über den angeblichen Verrat der Eltern mischt sich mit pubertären Sehnsüchten. Und so kommt es, dass Beschkempir, der gerade noch mit Freunden in der Lehmgrube balgte, unter Schmerzen erwachsen geworden ist. 

Der Film erzählt das Gleichnis vom Ende der sicheren Kindheit. Klar, poetisch – und lebensfroh. Die archaische Welt Zentralasiens ist dabei reizvoller Hintergrund, aber niemals folkloristische Zutat.« 
(Gunda Bartels, Berlin-Ticket)

BESCHKEMPIR · KIRGISIEN/F 1998 · Regie und Buch Aktan Abdikalikow · Kamera Hassan Nischanow · Mit Mirlan Abdikalikow, Albina Imaschewa, Adir Abilkassimow · 81'

Montag 28.08.00, ca. 18:45 Uhr
Dienstag 29.08.00, ca. 18:45 Uhr

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