Der schwierige Versuch, in Israel einen Film zu drehen.
Zunächst als Beitrag über die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag
des Staates Israel geplant, dann vom israelischen Produzenten in
einen Film über die Arbeitslosigkeit verwandelt, danach als
Projekt fallengelassen und schließlich von einem Produzenten der
palästinensischen Behörden als ein Werk über die 'Al Nakba'
(Die Katastrophe), den Beginn des palästinensischen
Flüchtlingsproblems, in Auftrag gegeben.
Mograbi soll Aufnahmen von Gebieten machen, die früher
palästinensisch waren und nach dem Krieg von 1948 in jüdische
Siedlungen umgewandelt wurden, nur Aufnahmen von Orten, Häusern,
Ruinen, von Spuren des verlorenen Lebens - keine Interviews, keine
Handlung. Dabei beginnt der Regisseur eine Geschichte über sich
selbst: die Geschichte eines Grundstücks außerhalb der Stadt,
das er in der Absicht gekauft hat, sich ein kleines Haus zu bauen,
um den 'israelischen Traum' zu verwirklichen.
Aber dieses Unterfangen verwandelt sich in einen Alptraum. Der
Film endet am Vorabend des israelischen Unabhängigkeitstages,
zugleich der Geburtstag des Regisseurs. Die Menschen feiern auf
den Straßen. Die Palästinenser begehen mit 'Al Nakba' ihren
Volkstrauertag. Mograbi sitzt zu Hause und fängt an, die drei
bisher parallel verlaufenen Filmepisoden zu Ende zu erzählen.
YOM
HULEDET SAME'ACH, MAR MOGRABI · ISRAEL 1998 ·
Regie, Produktion, Buch, Ton, Schnitt Avi Mograbi Kamera Eitan Harris, Ron
Katzenelson u.a. · Mit Shachar Degal, Daoud Koutab, Ephraim Stan, Gidi Dar, Roni
Pisker u.a. · 78'
Montag 16.10.00, 19:00 Uhr
Dienstag 17.10.00, 19:00 Uhr
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HAPPY BIRTHDAY, MR. MOGRABI in Internet Movie Database
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