In Anlehnung an Lewig Carolls "Alice im Wunderland"
führt uns diese "Phantastische Satire" an einen
skurrilen, hintergründig magischen Ort - ein schäbiges
kubanisches Dorf, wo sich Alicia, die junge, engagierte Beraterin
der örtlichen Theatergruppe, geradezu teuflischen Machenschaften
ausgesetzt sieht -, als Zerrspiegel für die triste soziale
Realität Kubas.
Temperamentvoll, pointiert und witzig gemacht, stimmt dieser
eigenwillige Film über die Bedeutung der positiven Entfaltung des
Individuums zur Vermeidung gesellschaftlicher Fehlentwicklungen
oft eher nachdenklich als heiter.
(multimedia)
Für kubanische Genossen, die an politischer Unzuverlässigkeit
leiden, lautet die Endstation Maravillas. Die entlegene Stadt mit
dem vielversprechenden Namen "Wunder" ist eine absurde
Mischung aus Dauerbaustelle und Zauberberg. Die Insassen lassen
sich brav und apathisch erbauliche Kulturveranstaltungen und
schweflige Heilwässerchen eintrichtern.
Verrückterweise begibt sich die junge, idealistische
Theaterinspektorin Alicia freiwillig an diesen Ort - und gerät
prompt in Konflikt mit dem strengen Anstaltsleiter. Die irrwitzige
Gesellschaftssatire a la "Brazil" wurde auf Kuba
verboten.
(Bettina Bramme, tip, 14/95)
ALICIA
EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS · KUBA 1990 · Regie Daniel
Dìaz-Torres · Kamera Raul Pérez Ureta · Mit Reinaldo
Miravalles, Thais Valdéz, Alberto Pujols, Carlos Cruz · 93'
Montag 11.09.00, ca. 18:45 Uhr
Dienstag 12.09.00, ca. 18:45 Uhr
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EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS in Internet Movie Database
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