»„Picnic“ spielt mit der Situation junger Außenseiter,
die in einer psychiatrischen Anstalt abgeliefert werden, um ihre
Eltern und die Umgebung vor weiteren unangenehmen Zwischenfällen
zu bewahren. Coco hat in einem von ihr angestifteten bösen Spiel
ihre Schwester getötet, und Tsumuji brachte einen Lehrer um, der
ihn sexuell bedrängte. Zusammen mit einem dritten Patienten
unternehmen sie zwei muntere Ausflüge auf die Begrenzungsmauern
diverser Grundstücke …«
(Hans-Jörg Rother, in: Film und Fernsehen)
»Iwai versucht, eine bodenlose Realität lebendig zu machen,
indem er sich sehr strenge Spielregeln auferlegt, in deren Rahmen
er sich bewegen muß. Das Trio auf der Mauer lehnt beide Welten
ab, die ihnen eine Rolle vorschreiben und sie kontrollieren
wollen: die Gesellschaft, die sie ausgeschlossen hat, ebenso wie
die psychiatrische Anstalt, die sie festhält Sie bewegen sich in
einer Utopie, die zwischen diesen Welten liegt. Ich habe das
Gefühl, dass sich in dem im Film ab und zu auftauchenden
Flüstern oder Seufzen eines Puppenmanns, das an die
furchteinflößenden Szenen von David Cronenberg erinnert, die
Angst Shunji Iwais vor dem Druck der Gesellschaft
artikuliert.«
(Naoflimi Higuchi, in: Internationales Forum des Jungen Films)
JAPAN
1995 · Regie und Buch Shunji Iwai · Kamera Noboru
Shinoda · Mit Chara, Tadanobu Asano, Koicho Hashizume u.a.
· 73'
Montag 07.08.00, 19:00 Uhr
Dienstag 08.08.00, 19:00 Uhr
Links
PICNIC in Internet Movie Database
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