Ein wehmütiges Bild verlorener Ideale
Kuba - ein Land, das noch immer polarisiert. Für die einen der
letzte Hort ihrer Hoffnungen auf die "sozialistische
Utopie", für andere ein Ort ständiger
Menschenrechtsverstöße. Kubas "goldene Zeit" waren die
siebziger und achtziger Jahre: die Wirtschaft florierte, der
Sozialismus erblühte, das Leben ein Zuckerschlecken. Mit dem
Zusammenbruch des Ostblocks geriet auch die kubanische Wirtschaft
ins Trudeln, und mit dem Abbau vieler sozialer Errungenschaften
und dem Aufkommen einer kapitalistischen Schattenwirtschaft
erodierte der Glaube der Kubaner an den Sozialismus. Die
Dokumentarfilmerin Camila Guzmán Urzúa wuchs in den achtziger
Jahren in Kuba auf. Ihr Film zeichnet ein wehmütiges Bild
verlorener Ideale von sozialer Gleichheit, Erfüllung aller
Grundbedürfnisse durch den Staat und einer Leichtigkeit des
Lebens, die einer tiefgreifenden Desillusionierung gewichen ist.
Kuba/Spanien/Frankreich 2006
· Regie: Camila Guzmán Urzúa · digitale Projektion ·
ab 0 J. · 82'
Gesprächspartner: Institut für
Theologie und Politik (ITP) Münster | Vamos e.V. Münster |
Infostände mit Gesprächsmöglichkeit | Infostand Brot für die
Welt
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