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Die Slowakei während des Zweiten Weltkriegs. Im Zuge der
Arisierungskampagne der Nazis werden jüdische Ladenbesitzer
enteignet. Der Handwerker Tono Brtko übernimmt auf Drängen
seiner ehrgeizigen Familie ein Geschäft für Nähbedarf. Der
Laden wirft nicht viel ab, die bisherige Besitzerin Frau
Lautmanová ist alt und würde ohne den offiziellen Besitzer ihr
sicheres Ende in Auschwitz finden. Die jüdischen Freunde der
Alten bezahlen Tono, damit er bleibt, schließlich entwickelt sich
eine Freundschaft zwischen dem ungleichen Paar. Doch dann kommt
der Befehl, daß sich alle Juden an einem Ort zu versammeln haben
und Tono gerät in Panik…
Der Film erzählt mit einer reichen metaphorischen Sprache und
balanciert zwischen charmantem Humor und der Stimmung des
heraufziehenden Unheils. 1966 wurde er als bester fremdsprachiger
Film mit dem Oscar ausgezeichnet. Der Film kann wahrhaft als
tschechoslowakischer Film bezeichnet werden: Regisseur Kadár ist
Slowake mit jüdischen Wurzeln, sein Kollege Klos ist Tscheche,
der Autor der Romanvorlage Ladislav Gros ist Tscheche mit
jüdischen Wurzeln, der in der Slowakei aufwuchs. Gedreht wurde in
slowakischer Sprache.
OBCHOD
NA KORZE · CSSR 1964 · Regie Ján Kadár,
Elmar Klos · Kamera Vladimir Novotny · Schnitt
Jaromir Janacek · Musik Zdenek Liska · Mit Ida
Kaminska, Jozef Kroner, Frantisek Zvarik, Hana Slivkova, Martin
Holly · 120' · OmeU'
Donnerstag 29. November 2001 - 19:00 Uhr
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