Tschechische
Filmtage 29. November - 5. Dezember 2001
Intro
Der tschechische Film ist bei uns vor allem durch seine guten Märchenproduktionen bekannt. Die Tschechischen Filmtage sollen einen weitergehenden Eindruck von einem bedeutenden europäischen Produktionsland bieten.
Aus den fünf Filmen soll ein Querschnitt durch das tschechische Kino entstehen. Drei der Filme geben einen Einblick in die jüngere tschechische (tschechoslowakische) Geschichte.
Obchod na
korze befasst sich mit der Zeit des Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung, ›Skøivánci na niti‹ und
Prazská pìtka bieten einen Blick auf den realexistierenden Sozialismus, der erste als Vertreter der 60er Jahre und des Prager Frühlings, der zweite schon in Erwartung des Umbruchs von 1989.
An diese Reihe schließt sich der Film ›Samotaøi‹ an, der das Lebensgefühl junger Leute im heutigen Tschechien widerspiegelt. Als phantastisch-unheimliche Verfilmung klassischer tschechischer Literatur bietet
Kytice eine interessante Abwechslung.
Mit Obchod na korze und ›Skøivánci na niti‹ zeigen wir zwei Klassiker aus den für das tschechische Kino bedeutenden 60er Jahren. Die jungen tschechischen Regisseure erlangten in jenem Jahrzehnt internationales Ansehen – neben Kadár und Menzel ist vor allem Miloš Forman zu nennen. Die beiden aktuellen Filme zeigen, dass sich auch im postkommunistischen Tschechien eine lebendige Filmszene erhalten hat.
Organisiert von: KLEPSYDRA
Mit freundlicher Unterstützung von: BUDWEISSER, AStA der
Uni Münster, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfond