Auf Leben
und Tod
Regie: Hans Helderberg
Am 7. April wird Generalbundesanwalt Siegfried Buback
erschossen. Bereits einen Tag später erscheint der erste
Fahndungsaufruf: Günther Sonnenberg, Christian Klar und Knut
Folkerts werden von der Polizei als mutmaßliche Täter gesucht.
Belohnung: 200.000 DM.
An dieser Stelle beginnt der Film seine Aufarbeitung der
Geschichte des bewaffneten Kampfes, angefangen bei der APO bis
zu den Toten in Stammheim; die Geschichte der Stadtguerilla in
der BRD von RAF, SPK, Bewegung 2. Juni, ihre Hintergründe und
ihre politischen Ziele.
Auf
LEBEN UND TOD ·
SWE 1979 · Regie Hans Helderberg · 55' · ab
18
Gefangene
der RAF im Gespräch
Regie: Oliver Tomein, Roger Willemsen

Die Gefangenen der RAF sind nicht nur eingesperrt, sondern
seit bis zu 28 Jahren weggesperrt. Sie haben zwar eine
Knastanschrift, aber tatsächlich sind sie Verschwundene: Die
wenigen, die sie besuchen können, nehmen erhebliche Risiken auf
sich: Überwachung, Berufsverbote, Staatsschutzschikanen. Alle
anderen können nur auszugsweise und bruchstückhaft, oder von
fremden Interessen bestimmt, etwas über die Gefangenen
erfahren.
Vor dem Hintergrund des Deeskalationsangebotes der RAF 1992
und der zunächst hoffnungsvoll erscheinenden „Kinkel-Initiative“
haben die Justizminister Schleswig-Holsteins und Niedersachsens
1993 die Pforten geöffnet. Erstmals konnten Kamerateams in der
JVA Lübeck und Celle drehen.
Das Interview in Celle wurde von Oliver Tolmein und Roger
Willemsen (PREMIERE) geführt. An dem Gespräch nahmen Karlheinz
Dellwo, Lutz Taufer und Knut Folkerts teil. Die Männer in Celle
sprechen über ihre Geschichte in der Isolationshaft und ihre
Hungerstreiks gegen die Haftbedingungen. Sie werden befragt nach
der Legende „ohne diese Haftbedingungen gäbe es keine RAF
mehr“ und nach ihren Verbindungen zur RAF. Sie äußern sich
zu der angekündigten Deeskalation und wie sie 1992 zur „Gewalt“
stehen. Den Gefangenen wurde immer wieder gesagt: „Hier gibt
es nur einen Weg raus: das ist Abschwören oder in der
Waagrechten!“ Sie haben nicht abgeschworen. Raus müssen sie
trotzdem - in der Aufrechten!
GEFANGENE
DER RAF IM GESPRÄCH
· D 1992 · Von Roger Willemsen und Oliver
Tomein · 45' · ab 18
Beide Filme im Doppelprogramm (ca. 100'):
Dienstag 29. Oktober — 18:15
Mittwoch 30. Oktober — 18:15
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