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Die Stummfilmreihe
mit Livemusik-Begleitung

Der Golem, wie er in die Welt kam
Live begleitet von der Klezmer-Band Mesinke

Der Film
In einer eigentümlichen Mischung aus Expressionismus und ornamentaler Verspieltheit erzählt Wegener die Geschichte von Rabbi Loew und seinem aus Lehm geschaffenen künstlichen Menschen, dem "Golem", der die Bewohner des Prager Judenviertels vor ihren kaiserlichen Verfolgern schützen soll. Durch Missbrauch läuft die Kreatur Amok ...

»Vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges, der wirtschaftlichen Not in den Zwanzigern und der keimenden Hoffnung auf den "neuen Aufbruch der Menschheit", gilt der Golem als eines der bedeutendsten Werke, die das Lebensgefühl, aber auch die mythisch verklärende Kunstrichtung des Expressionismus widerspiegeln: Der Mensch, zerrissen zwischen Existenzangst und Hoffnung, bewegt sich im Film im steten Wechsel von Licht und Schatten, in unwirklichen Raum-Illusionen mit schiefen Ebenen, stürzenden Giebelfluchten, die alle Gesetze der perspektivischen Darstellung sprengen.« (Anita strecker in FR, 16.10.95)

D 1920 Stummfilm, ab 0 J R Paul Wegener R-Assistenz Carl Boese B Paul Wegener & Henrik Galeen K Karl Freund Mit Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Otto Gebühr, Lothar Müthel, Loni Nest Uraufführung: 29.10.1920, Berlin (Ufa-Palast am Zoo)

Mesinke
Seit 1992 widmet sich die siebenköpfige Gruppe jiddischen Liedern und Klezmer-Instrumentalmusik. Ein Anliegen ist es, die lebendige, vielfältige musikalische Tradition der Jidden in Osteuropa wieder hörbar zu machen. Fast ausgestorben, wurde die Tradition von Überlebenden der Konzentrationslager in Israel und den USA wiederbelebt. Seit den 70er Jahren spricht man gar von einem Klezmer-Revival. 

In Zeiten, in denen Neo-Nazis wieder unverschämt auftreten, will die Gruppe ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Verbindende Texte vermitteln einen Einblick in den Inhalt der Liedtexte und stellen die Musik in den kulturellen Rahmen jiddischer Lebensweise.

1993 erschien die erste CD "Mir leben ejbig", 1995 folgte die zweite "Nischt ahin un nischt zurik", die erstmals auch A-capella-Stücke enthält. Die 1997 erschienene CD widmet sich neben Eigenkompositionen dem vergessenen Lyriker Theodor Kramer. Im August 99 folgten zwei Konzerte auf dem 12. Klezmer-Festival in Safed, Israel.

So 19. Dezember 1999, 12:00 Uhr im Cinema

Links
Der Golem@IMDb
Ari Davidow's Klezmer Shack
und darin The KlezmerShack directory of Klezmer, Jewish, and related bands