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So 29. April · 11:00 Uhr
Mi 2. Mai · 19:00 Uhr
Mi 2. Mai · 19:00 Uhr mit
einer Einführung von
Nils Plath, Literaturwissenschaftler, Filmkurator

Berlin 1964. Der junge, schon berühmte Schriftsteller Uwe
Johnson hat sich einen Fernseher ausgeliehen und schaut
täglich das ganze Programm der DDR. Der Mecklenburger sitzt nach
seinem Umzug in Berlin-Friedenau im Dachgeschoss und schreibt
täglich Kolumnen für den „Tagesspiegel“. Mit den Mitteln
eines genauen, unbestechlichen Chronisten und Literaten befasst er
sich mit den Inhalten des Programms, lobt, kritisiert und erfindet
Zeitungsenten. Johnsons Rezensionen des Ost-Fernsehprogramms im
West-"Tagesspiegel" sind ein Versuch, politischen
Einfluss zu nehmen und die drohende Spaltung Deutschlands
aufzuhalten.

Der Film wählt elf Rezensionen aus, die von einem Schauspieler
eingelesen werden. Die Themen sind überwiegend politisch und
kreisen um deutsch-deutsche Themen und die gemeinsame
Vergangenheit. Dabei hinterfragt Johnson die Ost- und die
West-Politik gleichermaßen. Die ironischen, pointierten, aber
immer sehr ernst gemeinten Rezensionen werden mit ausführlichen
Ausschnitten aus den Sendungen montiert. UWE JOHNSON SIEHT FERN
gibt ein Bild der frühen 60er Jahre in Berlin, eine Befragung der
Mediengeschichte des Fernsehens, Einblick in die Arbeit des
berühmten Schriftstellers aus der Quelle seines Schreibens und
erzählt die Geschichte der Teilung Deutschlands.
Deutschland 2006 · Regie
und Drehbuch Saskia Walker · DVD-Projektion · 80'
Links
» filmportal.de
» Internet
Movie Database
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