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Do 26. April · 19:00 Uhr
Mit
einer Einführung von
Carsten Krystofiak, Redakteur, Musiker, Musik-Experte

Der kulturelle Unterschied zwischen den braven Bewohnern der
kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde Wacken und den aus der
ganzen Welt angereisten Heavy-Metal-Fans könnte größer kaum
sein. Hier Spitzenblusen, goldene Kruzifixe und dunkle Einreiher,
da Nietenhalsbänder, tätowierte Teufel und schulterlange Haare.
Ein Blick in das Programm des „Wacken Open Air (W:O:A)“
verrät, wohin die Reise nach Wacken geht: Die Bandnamen lauten
Cannibal Corpse, Grave Digger, Testament, Raise Hell, Death Angel,
Sodom. Wacken ist mit 40.000 „Metallern“ so etwas wie ein
Wallfahrtsort geworden.

Dass ihr Dorf das spirituelle Zentrum der Welt ist –
zumindest für diese Szene – erfüllt die Wackener mit Stolz.
Der Film von Sung-Hyung Cho ist in mehrfachem Sinn ein Film über
das Fremde und die Annäherung zwischen Fremden, ein liebevoller
Essay über die ganz normale deutsche Provinz und natürlich das
Porträt eines einmaligen Musikfestivals sowie der Menschen, die
es möglich machen.
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