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| Im Sommer und Herbst 1998 war Schweden im
Länderblickpunkt Münsteraner Kulturschaffender: Die Tanzwochen
haben den Schwerpunkt Schweden, aber auch Literatur, Theater und
Film wird aus dem Land am großen Belt in Münster präsentiert.
Im Mittelpunkt einer Reihe mit vier bis
fünf Filmen standen bei uns Programme mit Kurz-, Dokumentar- und
Stummfilmen. Filme von Studierenden der verschiedenen schwedischen
Filmhochschulen wie der Universität Stockholm oder der
Dokumentarfilmschule in Stockholm stehen auf dem Programm. Einen
wichtigen Teil nimmt neben dem Kurz- und dem Dokumentarfilm
natürlich der Animationsfilm ein. Junge FilmemacherInnen sollen
eingeladen werden und über die schwedische Nachwuchsszene, die
Organisation der unabhängigen Filmer OFF Oberoende Filmares
Filmförbund sowie die Bildungsmöglichkeiten im Filmbereich in
Schweden berichten. Einen ganz anderen Blick auf den schwedischen
Film wirft der Stummfilm HÄXAN von Benjamin Christensen von 1922,
der live musikalisch vom Duo Peuszquens und Jahner begleitet wird.
Einen besonderen Stellenwert hat der
schwedische Kinderfilm. Dem hat sich das Cinema im September in
seiner Reihe "Kino für Kinder" gewidmet. Gezeigt wurden
nicht nur die Klassiker des Genres wie "Pippi
Langstrumpf" oder "Lotta in der
Krachmacherstraße", sondern auch neue Kinder- und
Jugendfilme, die für ihre liberale und aufgeklärte Art bekannt
sind wie beispielsweise "Nature's Warrior" von Stefan
Jarl.
Im September zeigte auch der Filmclub
Münster Filme aus Schweden. |
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Häman - Hexer
S 1922 R Benjanim Christensen
In einer Mischung aus Dokumentar- und
Spielfilm behandelt Christensen den mittelalterlichen Hexenwahn.
Nach einem durch zweitgenössische
Bilddokumente vermittelten Einblick in die Vorstellungswelt jener
Zeit wird in eindringlichen, alptraumhaften Spielszenen das
Schicksal einer Bürgerfamilie zur Zeit der Hexenverfolgung
erzählt, um dan in einem Epilog die Beziehung zwischen Aberglaube
und Psychoanalyse herzustellen.
Begleitet wird der Film vom Kölner Duo
Susanne Peusquens (Kontrabaß, Percussion) und Matthias Jahner
(Saxophon, Klarinette, Flöte). Die Musiker setzen die
authentische und kunstvolle Bildersprache des Films mit
archaischen Klängen um. Mit verschiedenen musikalischen
Stilmitteln durchkomponiert, improvisieren sie einige Passagen des
Films.
So., 4.10.98, 20.15 Uhr |
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Filmexperimente aus Schweden
- 80er und 90er Jahre
Zwei Kurzfilmprogramme widmen sich dem
Experimentalfilm in Schweden. Präsentiert werden Filme aus den
80er und 90er Jahren. Zusammengestellt
wurden die Kurzfilmprogramme von Claes Söderquist. Er ist
Filmemacher und Präsident des filmform. Die Organisation
ist die älteste noch bestehende, die sich in Schweden der
Vorführung und Bewahrung unabhängiger Film- und Videokunst
widmet. Sie wurde 1950 mit dem Ziel gegründet, Experimentalfilme
zu produzieren und zu zeigen.
Do., 17. und Do., 24.9.98, jeweils
20.15 Uhr |
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Vulkanmannen
S 1997 R& B Björn Runge K Göran Hallberg S Robert Stengård
mit Sture Dahlström, Björn Runge, Viktor Friberg, Josefin Lundh
1993 begann Björn Runge einen Film über
den schwedischen Schriftsteller Sture Dahglström zu drehen. Es
entstand ein Film, in dem der Prozeß des Drehens das Thema
mitformte, denn Runge hatte weder ein Szenario noch eine
vorgegebene Handlung oder Struktur. Er verwendete Video, Super 8
und 16 und manipulierte gelegentlich das Material durch
Zerkratzen, Verlangsamen usw.. Mit diesen einfachen Mitteln und
groben Methoden gelang es dem Filmemacher, sich freier zu bewegen
und kreativere Ergebnisse zu erzielen.
Bei Vulkanmannen ist man sich oft nicht
ganz sicher, ob es sich um ein Dokumentarfilm oder einen fiktiven
Film handelt. Aber bekanntlich ist diese Grenze eh schwer zu
ziehen.
Björn Runge (1961), Studium am Drama
Institute an der Universität Stockholm und Studium von Theater,
Film, Radio und Fernsehen. Autor und Regisseur, Kurzfilme seit
1984, Vulkanmannen ist nach Harry & Sonja sein
zweiter Langfilm
Do., 10.9.98 20.15 Uhr |
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