Sie heißen Lena, Nikita, Ira und Mitja. Sie meistern mit
Bravour Konzertauftritte, die selbst Nerven von erwachsenen
Pianisten ruinieren würden. Wenn sie auf dem Flügel Triller,
Läufe und Sprungkaskaden hinzaubern, ist man fassungslos:
unglaublich ist die Reife, mit der diese Kinder schwierigste
Klavierwerke interpretieren. Es ist ein Wunder, hinter dem
jedoch mehrstündiges tägliches Üben und eine große Tradition
stehen.
Die
Wurzeln dieser Tradition findet man in den dreißiger Jahren:
mitten im stalinistischen Terror wurde die Musikerziehung in den
Rang einer Staatsaufgabe erhoben. Kein anderes Land hat seitdem
so viele Virtuosen hervorgebracht. Damals eröffnete auch die
Zentrale Musikschule am Moskauer Konservatorium, bis heute noch
die begehrteste Bildungsstätte im Lande. Aus allen Teilen
Russlands pilgern Eltern mit ihren Kindern hierher, gestern wie
heute, trotz Wirtschaftskrisen, Armut und Not.
Deutschland
2000 · Regie Irene Langemann · Kamera Sergej
Astachov · Mit Mitja Krutgolwij, Ira Tschistjakowa, Lena
Kolesnitschenko, Nikita Mndoyants · russ. OmU · 98'
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Russlands Wunderkinder

Mo 20. Oktober
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