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 Russische Filmtage (3)
Mondhunde
Regie: Wladimir Tumajew, Lidija Poljschtschikowa

Bei einem Krankenhausaufenthalt wird ein Mädchen über eine nicht desinfizierte Spritze mit dem Aids-Virus angesteckt. Nach ihrer Entlassung begegnet ihr vor allem das Personal des Waisenhauses, in dem sie aufgewachsen ist, mit Zurückhaltung und sogar mit offener Ablehnung.

Der Film beschreibt ihr tristes Dasein in dem Kinderheim und wie sie aufgrund ihrer Infektion von den anderen Kindern isoliert wird. Eine Pflegerin bemüht sich um sie, ihre Mutter besucht sie von Zeit zu Zeit, aber eigentlich gibt es wenig Kommunikation in dem trostlosen, bizarren, manchmal makaber komischen Alltag zwischen den Mauern des Heimes. Für das Mädchen bedeutet es viel, als ihr ein verwahrloster Hund zuläuft, der sich eine Zeit lang in ihrem Zimmer aufhalten darf, bis er das Opfer von missgünstigen Heimbewohnern wird. Die übrigen Kinder schauen distanziert zu: meist erblickt man sie durch Fensterscheiben. Am Schluss revoltiert das Mädchen in einer plötzlichen Reaktion gegen seine Umwelt.

Russland 1994 · Regie & Buch Wladimir Tumajew, Lidija Poljschtschikowa · Kamera Jon Pippa · russ.OmU · 141'

 

Mondhunde

Mi 15. Oktober