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Aktueller Monat
Rückblick
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finden statt  im:

Warendorfer Str. 45
48145 Münster
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Die Linse und Livas präsentieren:
QUEER MONDAY

Seit Juli 2007 ist es regelmäßig queer im Cinema. Wir präsentieren Filme im schwulen und/oder lesbischen Kontext – immer am 2. und 4 Montag im Monat, am 4. in Zusammenarbeit mit Livas.
Aktueller Monat | Rückblick

Mo 8. Februar · 21:00 Uhr

End of Love

Ein Doppelleben zwischen Beziehung und Prostitution

Der Hongkonger Ming ist schwul und feiert mit seinen Freunden eine Party nach der anderen. Das wilde Leben aus Feiern und gelegentlichem Anschaffen scheint eine verlockende Abwechslung zu sein, als sein Freund mit ihm eine gemeinsame Wohnung beziehen will. Mings Beziehung zerbricht daran, und er stürzt sich in das extravagante Leben der Stadt mit Drogen und bezahltem Sex. 

Ming findet sich erst im Krankenhaus und anschließend zum Entzug in einer christlichen Therapieeinrichtung wieder. Dort verliebt er sich in den gutherzigen Keung, der sich liebevoll um ihn kümmert. Auch Ming will nun endgültig sein Leben ändern. 
Der neue Freund redet zwar viel von bedingungsloser Liebe, in der Theorie, aber scheint, ganz praktisch, hetero zu sein. Nach ihrer Entlassung wohnen die jungen Mänur mit Keungs Freundin Jackie zusammen und stellen sich dem neuen Leben. Alle drei versuchen nun die schwierigen Fragen der Liebe zu beantworten bis die Vergangenheit an ihre Tür klopft …

OI DO CHUN · Hongkong/China 2008 · Regie und Drehbuch: Simon Chung • Mit Chi Kin Lee, Guthrie Yip, Ben Yeung, Joman Chiang, Clifton Kwan u.a. · ab 16 J. · DVD-Projektion · kanton./engl.OmU · 95'

Mo 25. Januar · 21:00 Uhr

Endlos

Zwei Italienerinnen in den Niederlanden wegen künstlicher Befruchtung

Chiara und Giulia leben in Turin und wollen sich ihren Kinderwunsch erfüllen. Da in Italien eine künstliche Befruchtung heterosexuellen Paaren vorbehalten ist, reisen die beiden in die Niederlande - nach der Bewältigung aller bürokratischen Hindernisse beginnt das Warten auf den Anruf der betreuenden Ärztin. 

Alles scheint gut zu laufen, doch dann entdeckt Chiara eines Morgens einen Knoten in ihrer Brust. Sie zieht sich immer mehr zurück und verschweigt auch Giulia die Diagnose. 
Der vormals so freudig erwartete Anruf der Ärztin wird damit zu einer Zerreißprobe für die Beziehung der beiden Frauen. 

"Mit seinem Langfilmdebüt ist Roberto Cuzzillo ein atmosphärischer Film gelungen, der den Sorgen und Gedanken der Protagonistinnen in ruhigen Bildern viel Raum gibt." (Verleih)

SENZA FINE · Italien 2008 · Regie, Drehbuch, Kamera und Schnitt: Roberto Cuzzillo · Musik: Fabio Viana • Mit Irene Ivaldi, Cristina Serafini, Margherita Fumero, Lalli, Simona Nasi, Marcella Enrico u.a. · ab 12 J. · ital.OmU · DVD-Projektion · 75'

Mo 11. Januar · Muss leider entfallen!

Raging Sun, Raging Sky

Der TEDDY-Gewinner "Bester Spielfilm" der 59. BERLINALE 2009

Die Liebe als episches Martyrium, aus dem erst das Jenseits Erlösung und Erfüllung verspricht, ist das Thema des neuen Films von Julián Hernández
Erzählt wird die Geschichte von Kieri und Ryo, zwei Männern, die sich bedingungslos lieben. Aus der Unbedingtheit dieser Liebe schöpfen sie den Sinn ihres Lebens. 

Doch die gegenseitige Hingabe währt nicht ewig. Ryo wird entführt, und für Kieri beginnt eine mystische Reise. Er weiß nicht, dass es das "Corazón del cielo", das Herz des Himmels selbst ist, das den Liebenden auf seiner Suche führt und beschützt, seine Sehnsucht immer wieder anstachelnd. 

"Wir vergeben den Teddy für den besten Spielfilm an den mexikanischen Film für die meisterhafte Kameraarbeit und die visionäre Farb- und Tongestaltung sowie für die gelungene Auseinandersetzung mit den Themen Liebe, Begehren und Sexualität. Gekonnt wurde dabei der antike mythologische Rahmen mit moderner Urbanität in Kontrast gesetzt." (Jurry Begründung TEDDY)

RABIOSO SOL, RABIOSO CIELO · Mexiko 2009 · Regie und Drehbuch: Julián Hernández · Kamera: Alejandro Cantú • Mit Jorge Becerra, Javier Oliván, Guillermo Villegas, Giovanna Zacarías, Clarisa Rendón, Joaquín Rodríguez, Juan Carlos Torres u.a. · ab 16 J. · span.OmeU · 191'

Mo 7. Dezember · 21:15 Uhr

Watercolors

Wenn aus Verlangen Liebe wächst... 

"Für den schüchternen, hochbegabten Danny wird ein Traum wahr. Was er bisher nur heimlich in Unterwäschekatalogen bewundern und zeichnen konnte, liegt plötzlich - splitterfasernackt - neben ihm: Carter, der aufstrebende Star des örtlichen Schwimmteams. Zwischen dem sensiblen Teenager und dem sexy Sportfanatiker entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die für Danny zur großen Liebe seines Lebens wird. 

"Watercolors" ist die sehnsuchtsvolle, herzzerreißende Geschichte einer unvergesslichen Liebe, die tief in die stürmische Welt Heranwachsender hinein taucht. Ein ergreifender Erstling mit zwei aufstrebenden Jungstars an der Seite der zweifachen Golden Globe-Gewinnerin Karen Black und Olympia-Legende Greg Louganis. Vielfach ausgezeichnet und versehen mit einer der schönsten Liebeszenen der Filmgeschichte." (Verleih) 

"Fesselnd, provokant und herzzerreißend. WATERCOLORS ist genau das, was BEAUTIFUL THING hätte sein können und was wir uns von BROKEBACK MOUNTAIN erhofft haben. Einer der besten, wenn nicht der beste Film […] des Jahres." (Jason P. Freeman, ChicagoPride.com)

USA 2008 · Regie und Drehbuch: David Oliveras • Mit Tye Olson, Kyle Clare, Greg Louganis, Karen Black, Ellie Araiza, Casey Kramer, Jeffrey Lee Woods, Ian Rhodes, Edward Finlay u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 109'

Mo 23. November · 21:00 Uhr

Eloise

"Ein einfühlsamer Film über die schmerzhaften Wirren des Erwachsenwerdens und die erste große Liebe." Kulturspiegel

Die 18-jährige Asía liegt im Krankenhaus. An ihrer Seite die besorgte Mutter und der liebevolle Freund. Doch der konventionelle Schein trügt. 
Rückblenden erzählen von Asías Leben vor dem Unfall: Ihre Freundinnen genießen das neue Leben als Studentinnen in vollen Zügen - shoppen, trinken, lästern, knutschen. Asía findet das alles recht nett. Wie auch ihren neuen Freund, Nathaniel. 

Erst als die unverfrorene, kunstbegabte Eloïse in ihr Leben tritt, begreift Asía, was ihr bisher gefehlt hat: Kunst, Schönheit, verrückte Ideen, tiefschürfende Gespräche und schließlich … Leidenschaft! 

"Malerisch inszeniert, mit hinreißenden Hauptdarstellerinnen und voll erotischer Spannung schildert dieses feinfühlige spanische Filmjuwel die Geschichte einer ersten Liebe in einer perfekten Balance zwischen Romantik und Kompromisslosigkeit." (Verleih) "Gut gespielt, schön fotografiert in kräftigen, sonnigen Farbtönen und mit einem liebevollen Blick auf alle Protagonisten." (film-dienst)

Spanien 2009 · Regie: Jesús Garay · Drehbuch: Cristina Moncunill · Kamera: Carles Gusi • Mit Diana Gómez, Ariadna Cabrol, Laura Conejero, Bernat Saumell, Núria Hosta, Miranda Makaroff, Carles Sales, Jaume Madaula, Carolina Montoya, Mónica Moreira u.a. · ab 12 J. · span.OmU · BD-Projektion · 91'

Mo 24. August · 21:00 Uhr 
In Anwesenheit von Regisseur Bohdan Sláma 

Der Dorflehrer

Fesselndes Kino aus Tschechien über einen schwulen Dorflehrer, eine alleinerziehende Bäuerin und einen Neuanfang.

Der junge Petr kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er Marie kennen, die zusammen mit ihrem Sohn einen Bauernhof bewirtschaftet. 
In den sonnenüberfluteten Feldern Böhmens entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Doch während Marie sich von dieser Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend.

Seinen Schülern lehrt Petr, nur wer die Natur versteht, könne auch sich selbst verstehen. Doch als Petr eines Tages von seinem Ex-Freund aus der Stadt besucht wird, ist schnell klar, dass er selbst sich weder seiner Natur noch seinen Gefühlen sicher ist. 

Mit Eifersüchteleien setzt Petrs Freund eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Leidensfähigkeit des Lehrers, wie auch die Maries und ihres Sohns bis zum Äußersten ausreizen. 

VENKOVSKÝ UCITEL · Tschechien/Deutschland/Frankreich 2008 · Regie und Drehbuch: Bohdan Sláma · Kamera: Divis Marek · Musik: Vladimír Godár • Mit Pavel Liska, Ladislav Sedivý, Zuzana Bydzovska, Marek Daniel, Tereza Vorísková, Cyril Drozda, u.a. · 110'

Weitere Informationen auf der CINEMA-Filmbeschreibung

 


Mo 27. Juli · 21:00 Uhr

The Girl

Eine amour fou um Sex, Liebe und Erotik, die keinen Raum für abweichende Gefühle zulässt …

In einem Pariser Nachtclub begegnet eine junge Malerin einer rothaarigen Sängerin - Femme fatale, begehrenswert und geheimnisvoll, wunderschön und gefährlich. Heißblütig fallen die Frauen übereinander her, selten gab es Lesbensex kompromissloser und souveräner zu sehen, zumal beide noch andere Beziehungen haben. 

Die Malerin bleibt weiterhin mit ihrer langjährigen Freundin zusammen, die Sängerin trifft sich mit Männern. Das Chaos der Leidenschaften ist vorprogrammiert. 
Als dann auch noch ein zwielichtiger Fremder auftaucht, der die Sängerin auftaucht, der die Sängerin zu bedrohen scheint und mit ihr verschwindet, gerät alles aus dem Ruder. Die Malerin wird zusammengeschlagen, als sie versucht Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen, die Sängerin taucht in den Armen des Fremden wieder auf. Die zerstörende Logik der Begierde nimmt ihren Lauf 

… "Da weht ein Hauch Rita Hayworth durch den Saal, den Frau sich gern gefallen lässt. "The Girl" ist wunderbar gelungenes Genrekino: gefühlvoll, spannend und sinnlich." (Siegessäule)

USA/Frankreich 2000 · Regie: Sande Zeig · Drehbuch: Sande Zeig, Monique Wittig nach ihrer gleichnamigen Novelle · Kamera: Georges Lechaptois • Mit Claire Keim, Agathe de la Boulaye, Cyril Lecomte u.a. · ab 16 J. · engl.OmU · DVD-Projektion · 90'


Mo 13. Juli · 21:00 Uhr

I dream´t under the Water

Ein Gedicht in Licht und Farbe. Nur reimen kann es sich nicht. Weil die Welt aus den Fugen geraten ist …

"Antonin verliert den Boden unter den Füßen, nachdem er Alex, den Mann, den er abgöttisch über alles liebte, der diese Liebe aber nur mit Freundschaft erwidert hat, bei einem Clubbesuch tot auf der Toilette findet. Was folgt, ist eine nicht enden wollende Abfolge von sexuellen Eskapaden als Stricher im Poppersrausch und harter Drogentrips in einem Paris, dem die romantische Seite weggeätzt wurde - ein verruchtes Sündenbabel, die Stadt von Baudelaire und Rimbaud und Genet.

Bis er Juliette kennen lernt, deren Liebe Erlösung verspricht. Vielleicht. "I Dreamt Under the Water" ist ein rauer, expliziter Film. Nicht von ungefähr wurde ein Zitat der transgressiven Künstlerin Lydia Lunch vorangestellt. Und doch ist es auch ein träumerischer, schöner Film, weil sich Regiedebütant Hormoz als außergewöhnlich stimmungssicherer Visualist erweist, der seinem Protagonisten mit der Kamera just die Liebe zukommen lässt, die ihm von den Menschen seiner Umgebung verweigert bleibt." (verzaubert Filmfestival)

J'AI RÊVÉ SOUS L'EAU · Frankreich 2008 · Regie: Hormoz · Drehbuch: Benoît Salvi · Kamera: Sébastien Joffard • Mit Hubert Benhamdine, Caroline Ducey, Christine Boisson, Hicham Nazzal, Franck Victor, Hélène Michel, Eva Ionesco, HPG u.a. · ab 18 J. · franz.OmU · DVD-Projektion · 99'

Mo 22. Juni · 21:00 Uhr

I Can´t Think Straight

Zwei Kulturen. Zwei Traditionen. Eine Liebe.

"Schon drei Hochzeiten hat die temperamentvolle Tala platzen lassen. Ihre Mutter, stets um den Ruf der Familie besorgt, schäumt vor Wut. Und Tala schwört: Der nächste Versuch wird klappen, diesmal ist es wirklich Liebe. Oder? In London trifft Tala ihren Ex Ali - und dessen neue Freundin Leyla. Mit ihrer spitzen Zunge und ihrer forschen Art verdreht Tala der traditionell erzogenen Leyla den Kopf. Bei einem Ausflug führt eins zum anderen … "I can't think straight" ist eine romantische Komödie reinsten Geblüts im ungewöhnlichen Gewand von "Die verborgene Welt"-Regisseurin Shamim Sarif: zwei Herzen, die ungeachtet aller Konventionen, über religiöse und politische Grenzen hinweg für einander schlagen. Die enorme Produktionsqualität, der exzellente Soundtrack und die ungenierte Leichtigkeit, mit der sich die charmante Story entspinnt, sprechen für sich." (Verleih)

Großbritannien 2008 · Regie: Shamim Sarif · Drehbuch: Shamim Sarif und Kelly Moss · Kamera Aseem Bajaj · Musik Raiomond Mirza Mit Lisa Ray, Sheetal Sheth, Antonia Frering, Dalip Tahil, Nina Wadia u.a. · ab 0 J. · DVD-Projektion · engl.OmU · 82'

Mo 8. Juni · 21:00 Uhr

Rückenwind

Ein experimenteller, ambitionierter Erzählstil vereint mit sommerlichen Landschaftsimpressionen und verspielter Erotik …

"Schon drei Hochzeiten hat die temperamentvolle Tala platzen lassen. Ihre Mutter, stets um den Ruf der Familie besorgt, schäumt vor Wut. Und Tala schwört: Der nächste Versuch wird klappen, diesmal ist es wirklich Liebe. Oder? 
In London trifft Tala ihren Ex Ali - und dessen neue Freundin Leyla. Mit ihrer spitzen Zunge und ihrer forschen Art verdreht Tala der traditionell erzogenen Leyla den Kopf. Bei einem Ausflug führt eins zum anderen … 

"I can't think straight" ist eine romantische Komödie reinsten Geblüts im ungewöhnlichen Gewand von "Die verborgene Welt"-Regisseurin Shamim Sarif: zwei Herzen, die ungeachtet aller Konventionen, über religiöse und politische Grenzen hinweg für einander schlagen. Die enorme Produktionsqualität, der exzellente Soundtrack und die ungenierte Leichtigkeit, mit der sich die charmante Story entspinnt, sprechen für sich." (Verleih)

Großbritannien 2008 · Regie: Shamim Sarif · Drehbuch: Shamim Sarif und Kelly Moss · Kamera: Aseem Bajaj · Musik: Raiomond Mirza • Mit Lisa Ray, Sheetal Sheth, Antonia Frering, Dalip Tahil, Nina Wadia u.a. · ab 0 J. · BD-Projektion · 75'

Mo 25. Mai · 21:00 Uhr

fucking different Tel Aviv

Geistreich, schlau und ausgesprochen sexy - außergewöhnliche Eindrücke von der weiblichen und männlichen Erotik …

16 schwule und lesbische FilmemacherInnen beschreiben das Leben und die Liebe in Tel Aviv. Lesbische Filmemacherinnen wurden aufgefordert, ihre Vorstellungen und Beobachtungen zur schwulen Erotik und Sexualität zum Thema zu machen, wie auch umgekehrt schwule Filmemacher gebeten wurden, sich mit dem lesbischen Leben in der israelischen Hauptstadt zu beschäftigen. 

Alle Themen, Genres und Erzählformen waren erlaubt, allein Länge und Filmformat waren vorgegeben. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Dokumentar-, Experimental- und inszenierten Filmen zu einem breiten und ausgesprochen unterhaltsamen Themenspektrum. Das könnte leicht zu einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees, Vorurteilen und stereotypen Beschreibungen führen, doch die Produktionen der Filmemacher vermeiden diese Gefahr von Anfang an.

POLITICAL SEX (Regie: Hila Ben Baruch) | I AM BRIGITTE (Regie: Stephanie Abramovic · 10') | ONE BENCH LEFT - ONE BENCH RIGHT (Regie: Yair Hochner) | PUBLIC ASYLUM (Regie: Yasmin max) | DÉSARMÉS (November Wanderin) | A.S.P.H.A (Yossi Braumann) | THE SHAME (Eran Koblik Kedar und Ricardo Rojstaczer) | DOES NOT DEPEND ON (Regie: Avital Barak und Sie Gal) | BLOOD MONEY (Regie: Elad Zakai) | YOSSI AND YASMIN (Regie: Nir Ne'Eman) | CHERCHEZ LA FEMME (Regie: Eyal Bromberg und Sivan Levy) | SOMETIMES YOU GIVE - SOMETIMES YOU GET (Regie: Anat Salomon) 

Israel/Deutschland 2008 · Produktion: Kristian Petersen · DVD-Projektion · engl./franz./hebrä.OmU · 95'

Mo 11. Mai · 21:00 Uhr

Wäre die Welt mein

Eine Perle des neuen Queer Cinema, die sowohl Zuschauer als auch Kritiker begeisterte …

Ausgerechnet in den hinreißenden Captain der Rugby-Mannschaft ist der schüchterne Einzelgänger Timothy verliebt. Sein Leben als unpopulärer Eigenbrötler, der sich in hinreißenden und perfekt choreographierten Musical Fantasien verliert, um der tristen Realität seiner engstirnigen Privatschule für Jungs zu entfliehen, ändert sich jedoch schlagartig, als er durch die Rolle des Puck im "Sommernachtstraum" des Schultheaters an einen magischen Trank kommt. Durch ihn verlieben sich alle sofort in den ersten, den sie zu Gesicht bekommen, was den extrem konservativen und auch leicht homophoben Kleinstadt Mief auf höchst unterhaltende und originelle Weise komplett durcheinander wirbelt. Und wie schon bei Shakespeare, fehlt es nicht an wahnwitzigen Verwicklungen, großartiger Situationskomik und vor allem ungeahnten Liebeserklärungen! 

"Der Film besticht durch seinen bezaubernden Cast, seinen einzigartigen Soundtrack und diese charmante Leichtigkeit, wie sie nur das amerikanische Kino produzieren kann. Ein Muss!" (Verleih)

WERE THE WORLD MINE · USA 2008 · Regie und Drehbuch: Thomas Gustafson · Kamera: Kira Kelly · Mit Tanner Cohen, Wendy Robie, Judy McLane, Zelda Williams, Jill Larson, Ricky Goldman, Nathaniel David Becker, Christian Stolte, David Darlow u.a. · engl.OmU · ab 12 J. · DVD-Projektion ·  96'

Mo 27. April · 20:00 Uhr
in Anwesenheit von Regisseurin Monika Treut

Ghosted

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Welten mit Anklängen an "Vertigo"

Die Hamburger Künstlerin Sophie reist nach Taiwan, um den plötzlichen, ungeklärten Tod ihrer Geliebten Ai-ling zu verarbeiten. In Taipeh heftet sich eine Journalistin an ihre Fersen, die von Ai-lings Schicksal besessen scheint. Gleichzeitig setzt die geheimnisvolle Fremde alles daran, Sophie zu verführen und für sich zu gewinnen.

Deutschland/Taiwan 2009 · Regie: Monika Treut · Drehbuch: Astrid Ströher und Monika Treut · Kamera: Bernd Meiners · Mit: Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu, Jana Schulz, Marek Harloff, Jack Kao, Yi-Ching Lu u.a. · 89'

Mo 13. April · 22:00 Uhr

Shelter

Zuhause ist, wo Du die Liebe findest …

Zach engagiert sich als Ersatzvater für den fünfjährigen Sohn seiner unsteten Schwester Jeannie. Um Cody und sich selbst durchzubringen, verdient er in der Imbissbude nebenan sein Geld - das geplante Kunststudium scheint schlicht unerreichbar. Als er jedoch den attraktiven Surfer Shaun kennen lernt, ändert sich alles. Die Männer stürzen sich in eine leidenschaftliche Affäre, und erstmals hat Zach das Gefühl, wirklich verliebt zu sein und verstanden zu werden …

USA 2007 · Regie und Drehbuch: Jonah Markowitz · Kamera: Joseph White · Mit Trevor Wright, Brad Rowe, Jackson Wurth, Tina Holmes, Ross Thomas, Katie Walder, Matt Bushell, Albert Reed u.a. · ab 12 J. · BD-Projektion · engl.OmU · 85'

Mo 9. März · 22:00 Uhr 

Reich mir deine Hand

Castor und Pollux auf dem Weg von Nordfrankreich nach Spanien

»„Wie wird ein Mensch zum Individuum?" Das ist die zentrale Fragestellung des französischen Spielfilms. Die Zwillinge Antoine und Quentin sind auf dem Weg zu deren Beantwortung. Sie reisen per Anhalter zum Begräbnis ihrer Mutter, die sie aber nie kennengelernt haben. Der Trip nach Spanien offenbart immer wieder die große Nähe und Vertrautheit, aber auch die Aggression zwischen den jungen Männern. Sie prügeln sich oft scheinbar ohne Grund, schlafen nachts eng aneinandergekuschelt – ein Bild voller Zärtlichkeit und Verheißung. Ob sie auf Frauen oder Männer treffen, immer ist sexuelle Anziehung im Spiel. Allerdings ist die Beziehung der Zwillinge untereinander komplexer, als sie es selbst ahnen. Sicher spielt Rivalität dabei eine Rolle – oder ist es Eifersucht?« (Frank Hermann in Siegessäule)

Donne-moi la main · Frankreich/Deutschland 2008 · Regie: Pascal-Alex Vincent · Kamera: Alexis Kavychine • Mit Victor Carril, Alexandre Carril, Anaïs Demoustier, Samir Harrag, Katrin Saß, Patrick Hautier, Maya Borker u.a. · ab 12 J. digitale Projektion · franz.OmU · 80'

Mo 23. März · 22:00 Uhr 

Out at the Wedding

Eine romantische Komödie über einen großen Tag und eine kleine Lüge

Meine Familie ist tot! Mit dieser kleinen Lüge will Lexie Ihrem schwarzen jüdischen Verlobten nur Ihre konservative Südstaaten-Sippe ersparen. Also fährt sie stattdessen mit einem schwulen Freund zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester und schon denken alle Lexie sei lesbisch. Zurück in New York kündigt sich ihre Schwester Jeannie an und der kleinen Lüge folgend, engagiert Lexie die "echt" lesbische Risa. Aber wie Lesben eben so sind: Drama, Drama, Drama. Das Karussell der Verwicklungen dreht sich immer schneller. Die Schwiegereltern riechen Lunte und treten überraschend auf den Plan und zu allem Überfluss verguckt sich Mietfreundin Risa in die frisch verheiratete Jeannie …

USA 2007 · Regie: Lee Friedlander · Drehbuch: Paula Goldberg · Kamera: Alex Vendler • Mit Andrea Marcellus, Desi Lydic, Charlie Schlatter, Mike Farrell, Mink Stole, Reginald VelJohnson, Cathy DeBuono, Mystro Clark u.a. · ab 0 J. · BD-Projektion · engl.OmU · 97'

Mo 16. Februar 2009 · 21:30 Uhr
Milk (Vorpremiere)

Gus van Sants mitreißendes Zeitpanorama um den populären schwulen US-Bürgerrechtler Harvey Milk

San Francisco, 1972. Harvey Milk und sein Partner Scott Smith haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: "Castro Cameras". Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels – und die der schwulen Community.

Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu.  1977 schafft Milk schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White entpuppt sich schließlich als Todfeind …

USA 2008 · Regie: Gus Van Sant · Drehbuch: Dustin Lance Black · Kamera: Harris Savides · Musik: Danny Elfman • Mit Sean Penn, Emile Hirsch, Josh Brolin, James Franco, Diego Luna, Josh Brolin, Alison Pill, Victor Garber, Denis O’Hare, u.a. · 128‘

Mo 26. Januar 2009 · 22:00 Uhr
Die verborgene Welt

Nothing Can Stop You From Falling In Love …

Südafrika in den 1950er Jahren: Im "Location Cafe" der eigensinnigen Amina bekommen Menschen aller Hautfarben ihr Essen mit einem bezaubernden Lächeln serviert. Als Amina der Einwanderin Miriam begegnet, die abgelegen auf dem Land ein traditionelles Dasein als Hausfrau und Mutter fristet, fühlen sich die Frauen stark voneinander angezogen. Bald erliegt die schüchterne Miriam Aminas Avancen. "Ich wünschte, ich wäre mehr wie du!" platzt sie einmal heraus. "Sei vorsichtig, was du dir wünschst!" warnt Amina. Denn eine derart unerhörte Verbindung leben zu wollen, ist waghalsig … 

Shamim Sharif ist mit "Die verborgene Welt" ein Bravourstück gelungen: überzeugende Charaktere, Spannung, aber auch Humor und hinreißende Romantik. Dazu eine atemberaubende Kulisse - unterstrichen von einem gefühlvollen Soundtrack mit Jazzklassikern dieser Zeit.

Großbritannien/Südafrika 2008 · Regie und Drehbuch: Shamim Sarif · Kamera: Michael Downie · Musik: Shigeru Umebayashi, Richard Blackford · Mit Lisa Ray, Sheetal Sheth, Parvin Dabas, David Dennis, Grethe Fox, Colin Moss, Nandana Sen u.a. · ab 12 J. · BluRay-Projektion · engl.OmU · 94'

Mo 12. Januar 2009 · 22:15 Uhr
Dream Boy

Die Geschichte einer ersten Liebe - von James Bolton ("The Graffiti Artist")

"Basierend auf dem internationalen Bestseller des Erfolgsautors Jim Grimsley, führt "Dream Boy" den Zuschauer mit grenzsprengender Zärtlichkeit in die unschuldige Welt zweier verliebter amerikanischer Teenager, die versuchen, gemeinsam ihren Weg durch eine feindselige Welt zu gehen. Als Nathans Familie in die tiefreligiösen Südstaaten zieht, fühlt sich der 15-jährige isoliert und hilflos den Launen seines Vaters ausgesetzt. Nur durch die erwachende Liebe zum Nachbarsjungen, dem 17-jährigen Sportler Roy, entkommt Nathan seinem Alltag. Beim nächtlichen Lernen stellt sich heraus, dass Nathans Gefühle überraschenderweise erwidert werden... Die erste sanfte Berührung, versteckte Küsse und die Entdeckung der eigenen Sexualität werden ohne falsche Scham gezeigt. Die Geschichte einer ersten Liebe, eines Tabubruchs, fast mythisch und voller Schmerz; und dabei auch atemberaubend realistisch, untermalt von einer sehnsuchtsvollen, extra für "Dream Boy" komponierten Filmmusik." (Verleih)

USA 2008 · Regie und Drehbuch: James Bolton · Kamera: Sarah Levy · Mit Stephan Bender, Max Roeg, Thomas Jay Ryan, Diana Scarwid, Randy Wayne, Owen Beckman, Tom Gilroy u.a. · ab 16 J. · digitale Projektion · engl. OmU · 86'

Mo 8. Dezember 2008 · ca. 22:00 Uhr
Girl Play

Zwei Frauen, eine Liebe, unendlich viele Möglichkeiten

Was tun, wenn frau sich schwer verliebt, aber bereits in einer Beziehung steckt? Das bittersüße Gefühlsdilemma entspinnt sich, als Robin und Lacie für ein Theaterstück als Liebespaar gecastet werden. Was als ausschließlich professionelles Verhältnis abgemacht war, weicht durch aufwühlende Kussszenen und erotische Intensivproben mehr und mehr einem waschechten Knistern, gespielte Leidenschaft explodiert bald in feuriges Begehren. Dabei passen die beiden gar nicht zusammen … Während sich die treuherzige Robin mit ihrer langjährigen Ehepartnerin im andauernden Beziehungssanierungsplan gegen Kommunikationsverlust und Sexschwund befindet, halten sich die Loverinnen der freiheitsliebenden Lacie höchstens bis zum Sonnen-aufgang. Doch wenn sich die zwei, angefeuert von ihrem "Action!"-fordernden Regisseur, auf der Bühne umarmen, läuft es ihnen heiß und kalt den Rücken herunter und jeder Versuch, sich voneinander fern zu halten, endet in zunehmend wilderen Zärtlichkeiten. Warum es also nicht einfach wagen?

USA 2004 · Regie und Drehbuch: Lee Friedlander · Kamera: Michael Negrin • Mit Robin Greenspan, Lacie Harmon, Mink Stole, Dom Deluise, Lauren Maher, Katherine Randolph, Gina DeVivo u.a. · ab 12 J. · digitale Projektion · engl.OmU · 72‘

Mo 24. November 2008 · 22:00 Uhr
Otto; Or, Up With Dead People

Bruce LaBruce erfindet das Genre des schwulen Zombie-Films

Zombie Otto taucht eines Tages auf einer abgelegenen Landstraße auf. Ahnungslos wo er herkommt oder hin soll, landet er in der Stadt und fällt dort einer Underground-Regisseurin auf, die sogleich zwei Filme mit dem Zombie plant. Doch dann fällt Otto eine Brieftasche in die Hände, die Informationen über sein früheres Leben enthält. Die Katastrophe nimmt ihren Gang …

»Tatsächlich ist der Film der freshste und aussagekräftigste Film über Berlin seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. LaBruce gelingt ein Portrait der Stadt und ihrer Bewohner: Der Film charakterisiert alle maßgeblichen Berliner Fashion-Styles – und unterzieht sie einem Queering.« (Spex)

Deutschland/Kanada 2007 · Regie und Drehbuch: Bruce LaBruce · Kamera: James Carman • Mit Jey Crisfar, Katharina Klewinghaus, Susanne Sachsse, Christophe Chemin, Marcel Schlutt, Guido Sommer, Gio Black Peter, Jürgen Seipel, Stefan Kuschner,: b:sides · Musik: Sven Faller, Mathias Götz, Martin Kolb, Florian Riedl u.a. · ab 18 J. · digitale Projektion · 94‘

Mo 13. Oktober 2008 · 22:00 Uhr
Chanson der Liebe

Eine der schönsten Liebeserklärungen der letzten Jahre

Ismaël (Louis Garrel) und Julie (Ludivine Sagnier) lieben sich, dennoch bleiben Zweifel nicht aus, erst recht als Julie die Beziehung zur „Ménage à trois“ erweitert und die entzückende Alice (Clotilde Hesme) ins gemeinsame Bett holt. Doch alles kommt ganz anders: Das Schicksal entreißt ausgerechnet Julie dem neuen Bunde. Wieder müssen Wege gefunden werden. Alice beginnt eine Affäre – Ismaël rennt vor allen alten Verbindungen davon. Erst der viel jüngere und hinreißend verliebte Erwann (Grégoire Leprince-Ringuet) scheint Ismaëls Mauern zu durchbrechen.

Eine der schönsten Liebeserklärungen der letzten Jahre macht „Chanson der Liebe“ nicht nur zu einem der Highlights des jungen französischen Kinos, sondern befördert sein Publikum direkt auf Wolke sieben. Voller Überraschungen, tiefgründig emotional und gleichzeitig mit viel Humor gespickt, trifft Regisseur Christophe Honoré den gelebten Zeitgeist und besticht mit einem wunderbar besetzten Schauspielerensemble: Ludivine Sagnier und Chiara Mastroianni, Tochter von Catherine Deneuve und der ebenso schöne wie talentierte Louis Garrel …

Les Chansons d'amour · Frankreich 2007 · Regie und Drehbuch: Christophe Honoré · Kamera: Rémy Chevrin · Musik: Alex Beaupain • Mit Louis Garrel, Ludivine Sagnier, Clotilde Hesme, Chiara Mastroianni, Grégoire Leprince-Ringuet u.a. · ab 6 J. · digitale Projektion · franz.OmU · 100‘

Mo 22. September 2008 · ca. 22:15 Uhr
Water Lilies

»Ein kleiner schöner Film, gefühlvoll, klar, ohne Sentimentalitäten in 85 Minuten erzählt.« (Bernd Teichmann in stern.de)

Die 15-jährige Marie beobachtet die gleichaltrige Synchronschwimmerin Floriane und verliebt sich in sie. In ihre anmutigen Bewegungen unter Wasser, in ihre körperliche Reife, in ihr ungetrübtes Selbstbewusstsein. Aber Floriane nimmt die ruhige und zierliche Marie gar nicht wahr. Marie kämpft um Aufmerksamkeit, und schon bald gelingt es ihr, sich mit Floriane anzufreunden. Wird diese ihr geben wollen, was Marie sich heimlich erhofft?

»Es gibt Debütfilme, denen ein ganz eigentümlicher Zauber innewohnt. /…/ Jetzt ist es wieder soweit: Die gerade mal 27-jährige Französin Céline Sciamma hat einen gut beobachteten Film geschaffen, der ein Lebensgefühl aufleben lässt, das verloren zu sein schien. /…/ In wunderschönen Unter- und Überwasseraufnahmen zeigt Céline Sciamma die Synchronschwimmerin Floriane mit dem Team ihrer Mädchen. Der Erotik, die sie dabei setzt, ist sich die Regisseurin durchaus bewusst. Der unschuldig-neugierige Blick Maries reflektiert diese.« (Nana A.T. Rebhan in arte.tv)

NAISSANCE DES PIEUVRES · Frankreich 2007 · Regie und Drehbuch: Céline Sciamma · Kamera: Crystel Fournier • Mit Pauline Acquart, Louise Blachère, Adèle Haenel, Warren Jacquin u.a. · ab 12 J. · franz.OmU · digitale Projektion · 81‘

Mo 8. September 2008 · ca. 22:15 Uhr
Wild Tigers I Have Known

Eine Teenager-Studie mit hypnotischen Bildern und einem elektrostatisch aufgeladenen Soundtrack

Jeder hasst die Mittelschule. Logan (Malcolm Stumpf) hasst sie besonders. Der introvertierte 13-Jährige kriegt dort jeden Tag zu spüren, dass er "anders" ist. Seine Zuflucht sind Tagträume, in denen wilde Tiere und andere Jungs zu seinen Gefährten werden. Logan verliebt sich in den coolen Außenseiter Rodeo (Patrick White), der sich einfach nur langweilt, und findet einen Weg, ihn zu seinem Freund zu machen. Während die Schulkinder Tiger-Parties feiern, wird die Schule von Berglöwen heimgesucht, die draußen in den Wäldern leben.

Mit „Wild Tigers I Have Known“, von Gus van Sant produziert und beim Sundance Film Festival 2006 uraufgeführt, hat Cam Archer einen faszinierenden Debütfilm geschaffen. Eine Teenager-Studie mit hypnotischen Bildern und einem elektrostatisch aufgeladenen Soundtrack über die Langeweile des normalen Lebens und die Freiheit der Fantasie.

USA 2006 · Regie und Drehbuch: Cam Archer · Kamera: Aaron Platt • Mit Malcolm Stumpf, Patrick White, Max Paradise, Fairuza Balk, Kim Dickens, Hailey Anne Nelson, Tom Gilroy u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · digitale Projektion · 81‘

Mo 25. August 2008 · 22:00 Uhr
Küss mich!

8 knackig kurze Filme voller Witz und Sexiness - für alle Frauen, die gerne Frauen küssen

ZUCKER IM BLUT (D 2005 · Regie: Reza Rameri · 14') Nachdem Anna zum wiederholten Male von ihrer Freundin Miyu betrogen wird, stürzt sie sich in einen Rachefeldzug: Möglichst schnell eine Affäre an Land ziehen. Leichter gesagt als getan!
DER HAMMER (D 2004 · Regie: Peter Oehl & Markus Ludwig · 4') Frau allein zu Haus und draußen arbeitet die Handwerkerin an der Fassade. Was wohl passiert, wenn man sie auf ein Bier einlädt? Ein sexy-homemade Musical. 
JO FM (USA 2005 · Regie: Jenn Garrison · engl.OmU · 17') Radio DJane Star wird von einer obsessiven Verehrerin gekidnappt. Der Fan will mit seinem Radio-Idol ein letztes Band aufnehmen.
OPEN (D 2005 · Regie: Charlotte Siebenrock · 7') Spätabends betritt eine Frau eine ausgestorbene Gaststätte. Zwei sichtlich erschöpfte Kellnerinnen starren den unerwünschten Gast feindselig an. Mit ungeahnten Mitteln entschärft die Besucherin die Situation.
THE PLEASURE ZONE (Kanada 2006 · Regie: Dayna McLeod · engl.OmU · 18') American Football nach lesbisch-lustvollen Regeln: Die Pussy Packers spielen gegen die Ass Alley Anglers und Du bist live dabei!
PUDELSKERN (D 2006 · Regie: Kerstin Honeit, Emma Cattell · engl.OmU · 11') Ein Dirndl. Ein Pudel. Ein Trauma.
LONG AGO (USA 2007 · Regie: Christie Wegener · engl.OmU · 13') Maddie kann sich nicht von ihrer, so gar nicht mehr angesagten, Frisur trennen. Denn die ist Spiegel einer schönen Vergangenheit, von der sie sich nicht verabschieden will.
VIBRA CALL (Brasilien 2006 · Regie: Esmir Filho · 3') Der Handy-Vibrationsalarm kann langweilige Schulstunden sehr verkürzen.

Mo 11. August 2008 · 22:15 Uhr
Glue

Begnadete Improvisationsregie, exzellente DV- und Super-8-Kameraarbeit und ein tolles SchauspielerInnen-Trio

"Es wird einem schwindelig in Alexis Dos Santos' Debütfilm "Glue". Seine Adoleszenz-Geschichte beweist mit Leichtigkeit und Eleganz, wie voll die Leere zwischen 15 und 17 sein kann. Und wie que(e)r und wundervoll sie sich selbst in widrigster Umgebung von "Erwachsenen" auszubreiten vermag. Um wie viel smarter als die Alten wirkt doch der 16-jährige Lucas auf seinem Fahrrad. Unterwegs zur Bandprobe - mit Violent Femmes auf den Ohren sowie Nacho (so crisp kann jemand heißen!) und Andrea im Kopf. 

Als er von Wasserbeuteln getroffen wird, verschwendet Lucas keine Zeit an die Angreifer. Er kramt im Rucksack, inspiziert die Blätter mit seinen Lyrics und legt sie sorgfältig zum Trocknen in die Sonne. "Worin liegt der Unterschied, einen Jungen und ein Mädchen zu küssen?" fragt Lucas im Off. Die Antwort: "Jungs haben Bärte, sonst ist es das Gleiche." Drag Kingz, Queens und alle anderen hin oder her - es sei ihm verziehen! Denn Ines Efron spielt die Andrea so gut, dass dieser Filmfigur noch nach dem Schlussbild eine Menge zuzutrauen ist. Ganz besonders inmitten des Nichts."
(Birgit Binder in www.intro.de)

Argentinien 2006 · Regie und Drehbuch: Alexis Dos Santos · Kamera: Natasha Braier o Mit Nahuel Pérez Biscayart, Inés Efron, Nahuel Viale, Verónica Llinás, Héctor Díaz, Florencia Braier u.a. · ab 16 J. · span.OmU · digitale Projektion · 108'

Mo 28. Juli 2008 · 22:30 Uhr
Loving Annabelle

Eine Lehrerin und eine Schülerin in einer Liebesgeschichte zwischen Verführung und Verzweiflung …

Annabelle hat schon viele Internate von innen gesehen. Ihre Mutter, eine bekannte Politikerin, möchte die punkige Tochter am liebsten vor der Öffentlichkeit verstecken. Auch in dem neuen Internat gibt es bald wieder Ärger. Dies liegt nicht zuletzt an ihrer Lehrerin Simone Bradley, die ihr ausgesprochen gut gefällt. Annabelle ist die einzige, die sich nicht scheut, in den besprochenen Liebesgedichten zwischen den Zeilen zu lesen – und das in der katholischen Mädchenschule offen auszusprechen. Simone ist interessiert und gleichzeitig abgeschreckt. Als die beiden sich näher kommen, muss die Lehrerin sich längst verdrängten Gefühlen stellen. 

Die Geschichte erinnert nicht zufällig an den deutschen Klassiker „Mädchen in Uniform“ von 1931. Der Film lief bereits weltweit auf vielen Festivals und erhielt in Melbourne den Publikumspreis.

USA 2006 · Regie: Katherine Brooks · Drehbuch: Katherine Brooks · Kamera: Cynthia Pushack • Mit Erin Kelly, Diane Gaidry, Marla Maples, Michelle Horn, Kevin McCarthy, Ilene Graff u.a. · ab 6 J. · engl.OmU · 76’

Mo 14. Juli 2008 · 22:30 Uhr
Wilde Unschuld

Vier Jahrzehnte Verzweiflung, sexuelle Verwirrungen und Dekadenz …

Als Barbara (Julianne Moore) in den 40er Jahren den Erben des Bakelit-Imperiums, Brooks Baekeland (Stephen Dillane), ehelicht, lernt sie die glanzvolle amerikanische Oberschicht kennen. Doch der intellektuell überlegene Zyniker behandelt sie kaltherzig, was die charismatische und sensible Frau zunehmend frustriert.

In ihre Streitereien ziehen sie auch immer wieder den heranwachsenden Sohn Tony (Eddie Redmayne) hinein. Als Brooks mit Tonys Freundin abhaut, stürzt Barbara sich in eine unheilbringende, inzestuöse Beziehung mit ihrem schwulen Sohn. Von Tom Kalin, der als einer der Begründer des "New Queer Cinema" gilt. Mit seinem Film "Swoon" über zwei homosexuelle Mörder im Amerika der 1920er Jahre sorgte er weltweit auf Festivals für Furore.

SAVAGE GRACE · Spanien/USA 2007 · Regie: Tom Kalin · Drehbuch: Howard A. Rodman · Kamera: Juan Miguel Azpiroz Mit Julianne Moore, Stephen Dillane, Eddie Redmayne, Elena Anaya, Unax Ugalde, Belén Rueda, Hugh Dancy, Simón Andreu, Anne Reid u.a. · ab 16 · 96'

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