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Mit besten
Empfehlungen von
Douglas Wolfsperger:

Satansbraten
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Mo 10. August · 19:00 Uhr

Douglas
Wolfsperger (Regisseur "Der entsorgte Vater") empfiehlt
Rainer
Werner Fassbinders extremes Künstlerporträt.
Der Dichter Walter Kranz (Kurt Raab)
ist in einer totalen Schaffenskrise: Nur noch Schulden, eine
keifende Ehefrau (Helen Vita), ein debiler Bruder (Volker
Spengler) und eine glühende Verehrerin (Margit Carstensen)
sind ihm geblieben.
Doch Kranz mordet seine reiche Geliebte, und schon fließt die
dichterische Ader wieder. Aber was er jetzt schafft, ist nur ein
Plagiat Stefan Georges. Da steigert sich Kranz in den Wahn, selber
George zu sein, und er engagiert junge Schauspieler, die gegen
Bezahlung den Kreis bewundernder Jünger abgeben. Dann ist das
letzte Geld ausgegeben, auch das, welches er seinen Eltern geklaut
und einer Prostituierten abgepresst hat. Die Jünger machen sich
davon. Kranz wird nun völlig größenwahnsinnig.
Deutschland
1976 · Regie und Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder ·
Kamera: Jürgen Jürges, Michael Ballhaus · Musik:
Peer Raben · Mit Kurt Raab, Margit Carstensen, Helen Vita,
Volker Spengler, Ingrid Caven, Marquard Bohm, Ulli Lommel u.a. ·
ab 18 J. · 112 '
Mit besten
Empfehlungen von
Leopold
Grün:

Hundstage
Regie: Ulrich Seidl
Mo 27. Juli · 19:00 Uhr

Der
Regisseur von "Der rote Elvis" Leopold
Grün macht sich für Ulrich Seidls Wiener Vorstadtporträt
stark
Wochenende. Zeit der Hundstage. Es ist
drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen
Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und
Einfamilienhaussiedlungen. Die Temperatur steigt, die Aggression
steigt. Asphaltdecken brechen auf.
In dieser Atmosphäre erzählen sechs Geschichten, denen Ort und
Zeit des Geschehens gemeinsam ist, von Alltag und Aggression; von
Nächten voller Spiele, Sex und Gewalt und von Tagen voller
Einsamkeit und der Sehnsucht nach Liebe.
Ein Film über das Leben in seiner
Verletzlichkeit und Intimität. "Hundstage hat Stil, Schärfe
und Insistenz. Es ist paradox, aber wohltuend sagen zu können:
Schaut her, da ist ein Film, der weh tut." (Der Spiegel)
Österrreich
2003 · Regie: Ulrich Seidl · Drehbuch: Ulrich
Seidl, Veronika Franz · Kamera: Wolfgang Thaler · Mit Maria
Hofstätter, Alfred Mrva, Claudia Martini, Erich Finsches, Gerti
Lehner, Christine Jirku u.a. · österr.OmU · ab 16 J. · 126 '
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Empfehlungen von
Nora
von Waldstätten:
Hurensohn
Regie: Michael Sturminger
Mo 13. Juli · 19:00 Uhr

Nora
von Waldstätten (Hauptdarstellerin in "Tangerine"*)
empfahl Michael Sturmingers Milieudrama. "Einfühlsam,
bewegend" (film-dienst)
Mit drei Jahren musste Ozren seiner Mutter
nur beim Schlafen zuschauen, um zu wissen, dass sie die schönste
Frau der Welt ist. Eine Königin. Mit neun Jahren konnte er nicht
verstehen, warum ihn die Leute auf der Straße einen Hurensohn
schimpfen, obwohl seine Mutter als Kellnerin arbeitet und nur
deshalb am Abend so selten zuhause ist.
Mit 16 weiß Ozren bescheid. Er hat viel
gelernt. Über das Geld von der Mama, über den lieben Gott von
Tante Ljiljana, über die Welt von Onkel Ante und über die
Hurenmädchen von Pepi. Jetzt will er hinter das ganze Geheimnis
seiner Mutter kommen. Aber gerade das führt zur Tragödie.
Österrreich
2003 · Regie und Drehbuch: Michael Sturminger · Kamera:
Jürgen Jürges · Musik: Adrian Vonwiller • Mit Chulpan
Khamatova, Miki Manojlovic, Stanislav Lisnic, Ina Gogálová,
Georg Friedrich, Maria Hofstätter, Gabriel Usein, Emanuel Usein,
Stefan Sidlo u.a. · ab 0 J. · 86'
*Leider
nicht mehr für Kinoaufführungen verfügbar ist der Filmtipp von
„Tangerine“-Regisseurin Irene von Alberti: „Zu schön für
dich“ von Betrand Blier.
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Empfehlungen von
Klaus
Stern:
Metallica:
Some Kind of Monster
Regie: Joe Berlinger,
Bruce Sinofsky
Mo 8. Juni · 19:00 Uhr

Klaus
Stern (Regisseur von „Henners Traum“) empfiehlt die
intimen Blicke hinter die Fassaden einer Rocklegende.
Musikdokumentation über die Hardrocker Metallica
und den schwierigen Weg zum Erfolg ihres Albums "St.
Anger". "Berlinger und Sinofsky zeigen
große Rockhelden beim Versuch, über ihre Gefühle zu reden und
miteinander klarzukommen.
Das ist nicht nur anrührend, sondern es wird dabei auch deutlich,
wie aus der Reibung zwischen Ulrich und Hetfield erst dieser rohe,
zutiefst emotionale Sound entstehen kann. Den Filmemachern gelingt
es, die zankenden Rocker in ihrer unvorteilhaften Lage weder
bloßzustellen noch zu idealisieren. Sie wahren Distanz, und doch
ist der Blick, den sie auf Metallica werfen, liebevoll."
(Mathieu von Rohr, Die Zeit)
"Ein farbenprächtiges,
körpergewaltiges Bewegungsgemälde." (Süddeutsche
Zeitung)
USA 2003
· Regie und Drehbuch: Joe Berlinger, Bruce Sinofsky · Kamera:
Bob Richman · Musik: Popol Vuh • Mit James
Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo u.a. · ab 12
J. · engl.OmU · 140' 
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Empfehlungen von
Alexander
Riedel:
Aguirre
– Der Zorn Gottes
Regie: Werner Herzog
(Oster-)Mo 13. April · 19:00 Uhr

Alexander Riedel (Regisseur
von "Draußen bleiben", zu Gast im Mai 2008) empfiehlt
Werner Herzogs ersten Film mit Klaus Kinski.
16. Jahrhundert, in den peruanischen
Anden: Eine Expedition spanischer Conquistadores ist auf der Suche
nach El Dorado, dem sagenhaften Goldland der Inkas. Der
machtbesessene Unterführer Aguirre reißt das Kommando über
einen Voraustrupp an sich, der auf Flößen den Amazonas herab
fahren und die Gegend erkunden soll. Aguirre erklärt den
spanischen König für abgesetzt und einen mitreisenden Adligen
zum "Kaiser von El Dorado". Dann stößt er mit den
Flößen weiter ins Land vor, inmitten einer feindlichen Umwelt,
bedroht durch die Giftpfeile der Indianer, Hunger, Erschöpfung,
Krankheit und Meuterei.
"Ein farbenprächtiges,
körpergewaltiges Bewegungsgemälde." (Süddeutsche
Zeitung)
Deutschland
1972 · Regie und Drehbuch: Werner Herzog · Kamera:
Thomas Mauch · Musik: Popol Vuh · Mit Klaus
Kinski, Ruy Guerra, Helena Rojo, Peter Berling, Daniel Ardes,
Cecilia Rivera, Edward Roland u.a. · ab 12 J. · OmU · 93'
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Empfehlungen von
Ina
Weisse:
Der
Geschmack der Kirsche
Regie: Abbas
Kiarostami
So 29. März 2009 · 13:00 Uhr
Mo 30. März 2009 · 19:00 Uhr

Ina Weisse (Regisseurin
"Der Architekt") empfiehlt die "unglaubliche
Kraft" des Kinos von Abbas Kiarostami.
Ein Mann fährt auf holprigen Straßen
durch eine hügelige Landschaft. Er plant, sich in einem Erdloch
umzubringen und sucht jemanden, der am Morgen danach ein paar
Erdschaufeln auf ihn wirft. Ein kurdischer Soldat und ein
Theologiestudent lehnen ab. Ein älterer Museumswärter erinnert
ihn an die Freuden des Alltags: Mondschein, den Geschmack der
Kirsche.
""Der Geschmack der
Kirsche" handelt auch vom Geschmack der Tage, an denen er
gedreht wurde, vom eigentlich Ästhetischen, das im Kino meist
unter zuviel Gerede und Getue begraben liegt. Bei Kiarostami wird
die Handlung nicht durch dramaturgische Einfälle unterfüttert,
sondern systematisch ausgedünnt. Das macht seine Geschichten arm
und seine Bilder unendlich reich."
(Andreas Kilb, Die Zeit)
Filmfestspiele
Cannes 1997: Goldene Palme
TA'M E
GUILASS · Iran 2007 · Regie und Drehbuch: Abbas
Kiarostami · Kamera: Homayon Payvar · Musik: Tuur
Florizoone · Mit Homayoun Ershadi, Abdolrahman Bagheri,
Safar Ali Moradi, Afshin Khorshid Bakhtiari, Mir Hossein Noori
u.a. · ab 6 J. · farsi.OmU · 99' |