Do 29. Mai bis Mi 11. Juni: kurd. OmU
Die genauen Anfangszeiten entnehmen Sie bitte der aktuellen
CINEMA-Kinowoche...
Nur wenige Filmemacher kennen sich mit Kurdistan, dessen Land
und Menschen so gut aus wie der Iraner Bahman Ghobadi. Er hat
sich der Belange der staatenlosen Minderheit angenommen, die
über die Länder Irak, Iran und Türkei verstreut und politisch
bedrängt leben muss. Die Kurden haben in ihm ein
stimmgewaltiges Sprachrohr gefunden. Bereits mit seinem Film
"Die Zeit der trunkenen Pferde" (iranischer
Oscar-Nominee 2000, Cannes 2000, Berlinale-Kinderfilmfest 2001)
hat Ghobadi beeindruckend das Schicksal kurdischer Kinder
thematisiert.
"Verloren im Irak" ist ein weiteres Insiderportrait
über das kurdische Volk. In seinem neuen Film begibt sich eine
Gruppe iranisch-kurdischer Musiker auf die Suche nach ihrer
berühmten, fast mystisch verehrten Sängerin Hanareh. Ihre
abenteuerliche Reise führt sie in den Norden des Irak, in das
von Saddam Hussein bombardierte Gebiet Kurdistans. Kurz nach dem
iranisch-irakischen Krieg macht sich der alte Musiker Mirza mit
seinen beiden Söhnen Barat und Audeh auf, eine gefährliche
Reise anzutreten: der iranische Kurde will in den Norden des
Iraks, um Hanareh, seine vor 23 Jahren verschwundene Frau, zu
finden.
Auf ihrem oft komischem, aber zunehmend bedrückendem Trip
begleitet sie das Dröhnen von Saddam Husseins
Kriegsmaschinerie, die sich nun an die Ausrottung der irakischen
Kurden gemacht hat. Von den staubigen Landschaften des Irans
führt sie ihr Weg in die schneebedeckten Berge des nördlichen
Iraks, in ein Inferno von Elend und Vernichtung. Doch jeder von
ihnen wird dort etwas finden, etwas, womit er am wenigsten
gerechnet hat.
GAMGASHTEI DAR ARAGH/AVAZHAYÉ
SARZAMINÉ MADARIYAM · Iran 2002 · Regie und
Buch Bahman Ghobadi · Kamera Saed Nikzat · Mit
Alahmorad Rashtiani, Fa'eq Mohamadi, Iran Ghobadi, Allah-Morad
Rashtian u.a. ab 12 J. · kurd. OmU · 97'
» Internet
Movie Database
» Offizielle
Bahman Ghobadi Homepage [engl./farsi]
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