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Das faszinierende Porträt einer ganz
und gar ungewöhnlichen Frau in der psychischen Krise
Irgendetwas hat Kira aus der Bahn geworfen. Was, das scheint
sie selbst nicht mehr genau zu wissen. "Vielleicht war ich
einfach zu traurig", sinniert sie einmal, teilnahmslos
rauchend, distanziert. Nun kehrt Kira nach einem
Psychiatrie-Aufenthalt nach Hause zurück. In ein äußerlich
wohlgeordnetes Leben mit ihren beiden kleinen Söhnen und Ehemann
Mads, der seine Affäre mit Kiras Schwester beendet, weil er einen
Neuanfang in bürgerlicher Normalität erzwingen möchte.
Doch seine Frau bewegt sich wie eine Fremde in der einst
vertrauten Umgebung, sie fühlt sich deplaziert, fällt immer
wieder aus Rolle, provoziert peinliche Situationen und handfeste
Skandale. Andererseits erlebt sie in ihren radikalen
Stimmungsschwankungen auch Momente himmelhochjauchzenden Glücks
und purer, ungebremster Leidenschaft. Unkonventionell erscheint
sie manchen, anderen schlicht verrückt. Mads fühlt sich dieser
Gratwanderung nicht gewachsen und klammert sich hilflos an sein
Regelwerk gesellschaftlicher Normen. Wenn er jedoch beider Liebe
und Beziehung retten möchte, muss er seine Vorstellungen von
Normalität und Krankheit von Grund auf überdenken.
Zugleich eine berührende und impulsive Liebesgeschichte,
staunenswert sensibel und zugleich mit aller
Entgrenzungsbereitschaft gespielt. Regisseur Ole Christian
Madsen hat KIRA zusammen mit Mogens Rukov (DAS FEST)
geschrieben und nach den Dogma-Regeln inszeniert — hautnah,
ungeschönt und lebensprall.
EN KÆRLIGHEDSHISTORIE · DK
2001 · Regie Ole Christian Madsen · Buch Ole
Christian Madsen und Mogens Rukov · Kamera Jørgen
Johansson · Mit Stine Stengade, Lars Mikkelsen, Sven
Wollter, Peaches Latrice Petersen u.a.. · 93'
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