Do 13. bis Di 18. März — täglich 20:55
So 16. März auch 11:00
So 16. März bis Mi 19. März auch 17:00
Esteban ist ein kleiner Gauner in Buenos Aires. Er hat sich
auf Taxidiebstähle spezialisiert. Bevor er sie zu seinem Hehler
bringt, spielt er gern für ein paar Stunden den Taxifahrer. Das
bringt ihm ein paar Pesos ein und hilft ihm über die Einsamkeit
hinweg. Doch in dieser einen Nacht kommt alles anders. Eine
junge Frau, Laura, bricht in seinem gestohlenen Taxi mit einer
schweren Schusswunde zusammen. Esteban ist hin- und hergerissen
zwischen dem Impuls zu helfen und Angst vor Scherereien mit der
Polizei. So bringt er die Schwerverletzte nicht ins Krankenhaus,
sondern in seine Wohnung, wo er gemeinsam mit seinem Vater die
Kugel entfernt und ihr so das Leben rettet. Als ihr Zustand sich
nicht zu bessern scheint, gerät Esteban in Panik. Er setzt sie
an einer einsamen Straßenecke ab und ruft den Notarzt.
Gegen seinen Willen kann Esteban die rätselhafte Frau nicht
vergessen. Er beginnt nach ihr zu suchen. Ein Zeitungsartikel
bringt ihn schließlich auf ihre Spur. Und auch Laura selbst
macht sich nach ihrer Genesung auf die Suche nach dem
Unbekannten, der ihr das Leben gerettet hat. Der einzige
Hinweis, den sie hat, ist die Erinnerung an den Blick aus der
Wohnung des Taxifahrers …
Zwei Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die sich
in der Einsamkeit der Großstadt durch Zufall finden, verlieren,
wiederfinden. Eine scheinbar kleine, intime Geschichte, deren
Vielschichtigkeit erst nach und nach sichtbar wird. Auch
aufgrund der ungewöhnlichen Erzählstruktur voller
Überraschungen und der atmosphärisch dichten Bilder gehört
dieser Debütfilm von Regisseurin Gabriela David zu den
schönsten Neuentdeckungen aus Lateinamerika.
Argentinien 2001 · Regie
und Buch Gabriela David · Kamera Miguel Abal · Mit
Diego Peretti, Josefina Viton, Miguel Guerberof, Pablo
Brichta, Pochi Ducasse u.a. · ab 12 J. · span. OmU · 93'
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