 Do 10. bis Mi
23. April
im Wochenprogramm des CINEMA
Der Februar im Nordwesten Argentiniens kann sehr heiß und
schwül sein. Alles brütet in einem Käfig aus Hitze und wird
vor Trägheit langsam verrückt. Die Sonne bricht die Erde auf.
Tropische Regengüsse verwandeln den Boden in sumpfigen Morast
– in tödliche Fallen für größere Tiere und Brutstätten
für Ungeziefer jeder Art.
Mecha ist um die 50, Mutter von vier Kindern, Ehefrau eines
Mannes, der sich die Haare färbt, und Hausherrin mit den
üblichen Dienstbotenproblemen. Nichts, was ein paar Drinks
nicht heilen könnten. Oder wie Tali sagen würde: In diesem
Hause ist der Alkohol der liebste Gast. Tali ist Mechas Cousine.
Sie hat vier laute Bälger. Ihr Mann liebt sein Haus, seine
Kinder und die Jagd.
Sie wohnen in der Stadt La Ciénaga, was ungefähr soviel
bedeutet wie „sumpfiger Morast“. Um der Hitze zu entfliehen,
verbringen Mecha und ihre Familie den Sommer in La Mandragora,
einem Landsitz, dessen Glanz längst verblichen ist. Der Pool
ist trübe, aber spendet doch ein Minimum an Erfrischung. Das
Leben geht weiter, mit seinen kleinen Schmerzen und den großen
Verletzungen – jenen, die bluten und anderen. Ein Unfall
verbindet die beiden Familien in La Mandragora für die Glut
eines Sommers.
LA CIÉNAGA · Argentinien/Spanien
2001 · Regie und Buch Lucrecia Martel · Kamera
Hugo Colace · Mit Martín Adjemián, Diego Baenes,
Leonora Balcare, Sofia Bertolotto, Juan Cruz Bordeu, Graciela
Borges, Mercedes Moran u.a. · ab 12 J. · span.OmU · 102'
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