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Begleitende
Ausstellungen zu Globale Stadt
Auch in diesem Jahr ist das __labor fester Bestandteil
der "Globalen Stadt". Bereits im Vorfeld hat dort eine
Ausstellung zum Thema "Was ist typisch deutsch? Was ist
typisch Münster?" stattgefunden. (siehe
unten)
Bis in den November soll das __labor im Kontext der
Globalen Stadt wieder Ort sein für Ausstellungen und
Veranstaltungen, die informieren und unterhalten, die Klischees
und Stereotype hinterfragen.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Projektseite
von Münster — Globale Stadt 3.

Unsere Ausstellung im Vorfeld:
Ausstellungsdauer:
So 31. Juli bis Fr 12. August, Identitätssuche
in Münster: Kaninchen, Korn und Fahrradfahrer
Die interaktive Ausstellung spielt anlässlich der „Globalen Stadt“ mit Stereotypen: Was ist typisch deutsch?
Katholische Radfahrer im Regen – ist das das Bild, das
Zugezogene von der Domstadt im Kopf haben? Vielleicht. „Was ist
typisch für Münster? Was ist typisch deutsch?“ fragt eine
interaktive Ausstellung im _labor, die am Sonntag, 31.
Juli, um 16 Uhr eröffnet wird.
„Die Präsentation soll im Vorfeld des Projektes „Globale
Stadt“ im Cinema dazu anregen, Klischees zu hinterfragen“,
erläutert Projektleiterin Sabine Müller. Für die dritte Auflage
des Projektes „Globale Stadt“ porträtieren derzeit wieder
münstersche Filmemacher in zehn Kurzfilmen Migranten der Stadt.
Zuvor wurden die Beteiligten gebeten, für sie typisch deutsche
Dinge zu benennen.
Die Ergebnisse überraschen. Statt Stereotypen sind den
Migranten oft unscheinbare Gegenstände aufgefallen.
Papiertaschentücher sorgten etwa bei einer jungen Frau aus
Russland vor Jahren für Verblüffung. Zwei bulgarische
Studentinnen fanden hingegen die vielen wilden Kaninchen
erstaunlich. „In Sofia sieht man nur unzählige herrenlose Hunde“,
berichten Victoria Chakmakova und Elena Gencheva. „Kaninchen
würden bei uns sofort gefangen und verzehrt.“
In einer Art Setzkasten werden diese und ähnliche Eindrücke
gezeigt. Während der Laufdauer können Besucher die Sammlung
zwischen Korn und Pumpernickel nach Belieben ergänzen und das
Bild verändern. Vorurteile können sich dadurch bestärken oder
verringern. Die Objekte sind auch Anreiz, etwas über sich und die
Stadt zu erfahren, über die Fremdsicht und Selbstsicht von Region
und Bundesrepublik.
„Gibt es überhaupt homogene Kulturkreise, oder ist unsere
Gesellschaft multikulturell“, möchte Ausstellungskuratorin
Ingrid Fisch wissen. Dies sind zentrale Fragen, die auch während
der Filmabende der „Globalen Stadt“ ab dem 21. August immer
sonntags gestellt werden. Persönliche Geschichten von Menschen
werden dann hautnah erlebbar. Und sie alle begannen mit einem
bestimmten Bild von Deutschland und von Münster.
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