zurück zur Startseite...

der verein | aktuell | projekte & filmreihen | home

 

Kurzfilme
Die Real Reel 2
Filmfestival Ludwigsburg/Stuttgart

FIVEFORTYFIVE
Ein junger Mann, den sie Napoleon nennen, in einem Londoner Bahnhof. Wir können seine Existenz und seine Handlungsweise nicht ganz einordnen, er scheint zum Inventar des Bahnhofs zu gehören und sich nützlich zu machen, auch einer Geschäftsfrau, die ihn am Ende wahrnimmt.
Ein Spiel mit Erwartungshaltungen des Zuschauers, unsere Einschätzung von Menschen wird gegen den Strich gebürstet. Der Film gibt sein Geheimnis nicht preis, das hält ihn lange in der Erinnerung. Zweiter Preis im deutschen Wettbewerb, viele Festivaleinladungen.
Deutschland 1998 · 10' · Regie Christoph Röhl · Farbe · 35mm · OmU

JAKUB
Aus der Perspektive eines 13-jährigen Jungen erzählt: Die Abwesenheit des Vaters, die für ihn unverständlich ist. Ein ganz zarter Film, der den Förderpreis für eine außergewöhnliche Filmmusik erhielt (Komponist: Zbigniew Ignaczewski).
Polen 1998 · 15' · Regie Adam Guzinski · s/w · 35mm · OmU

SALE BATTARS (Mistkerle)
Ein Dorf in der Picardie, Frankreich. Ein Hochzeitstag. Die Familie ist mit Vorbereitungen beschäftigt. Traditionell sollte der Bruder der Braut sie zum Altar führen. Der aber ist schwer behindert. Die 10-jährige Sardine will mit allen Kräften versuchen, daß er den Platz einnehmen kann, der ihm zusteht. Ihr noch kleinerer Bruder hilft ihr dabei.
Nicht nur eine Milieustudie, auch ein völlig unsentimental erzählter Film, weil die Liebe der kleinen Schwester zu ihrem behinderten Bruder in einer selbstverständlichen Alltagspraxis aufgeht.
Der Film hat viel Text, es müssen also viele Untertitel gelesen werden. Das macht ihn etwas schwierig. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis für die beste Kamera (Kamerafrau: Crystel Fournier).
Frankreich 1998 · 24' · Regie Delphine Gleize · s/w · 35mm · OmU

KÛLLA TULI (Zu Besuch)
Leopold S. hat seine eingefahrene Beziehung und das schräge Leben in der Großstadt satt. Er läßt alles hinter sich und zieht aufs Land in der Hoffnung, dort wahre Freundschaft und natürliches Leben zu finden. Doch auch hier wird er enttäuscht. Die Angst vor Feuer im Wald treibt seltsame Blüten. Die einzige Person, in der er etwas natürliches und reines entdeckt, ist Lee, eine Epileptikerin, deren seltsame Schönheit ihn fasziniert.
Der Film hat realistische und parabelartige Züge. Er entfaltet sich langsam, aber zauberhaft. Eine Lobende Erwähnung war der Lohn.
Estland 1998 · 40' · Regie Jaak Kilmi · 35mm · Sepia OmU

RUNT
Ein psychologisch sehr fein erzählter Film über den Jugendlichen Shane und seine Gruppe, die sich über einen Einsiedler hermachen, der in der Einöde lebt. Shane ist aber neugierig geworden und versucht, den Einsiedler kennenzulernen. Ein Film über Gruppenzugehörigkeit und ihre Probleme, über Freundschaft und Verrat.
Es werden im Augenblick viele Filme über Jugendgruppen am Rande der Gesellschaft gemacht. Dieser zeichnet sich dadurch aus, daß er eine Atmosphäre ohne Klischees aufbaut. Dafür gab es eine Lobende Erwähnung.
Großbritannien 1998 · 24' · Regie Jesse Lawrence · Farbe · 16mm · OmU

Sonntag 4.2.2001 ca. 18:45 Uhr