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Kurzfilme
Frühwerke polnischer Meister
Aus dem Archiv der Kurzfilmtage Oberhausen.

Lozinski, Polanski oder Rybczynski sind noch am ehesten im Westen bekannte Namen großer polnischer Filmemacher. Sechs ganz unterschiedliche Frühwerke aus Polen präsentieren in diesem 88-minütigen Programm.

Sonntag 27.10.2002 — 19:15 Uhr

ANYTHING CAN HAPPEN
(Alles kann passieren)
"Ein 6-jähriges Kind trifft im Park ältere Menschen. Sein Ausflug durch den Park wird zu einer Reise durch das Leben." (Filmmarkt-Katalog 41. IKF 1995, S. 173)
Polen 1995 · Regie Marcel Lozinski · Kurzspielfilm · 38'· OmeU

FOTEL
(Der Stuhl)
In einem großen Gebäude der Stadt tagt eine Versammlung. Einer der sechs Stühle am Präsidententisch ist noch leer. Die Mitglieder des Ausschusses wollen jemanden aus dem Volk einladen, an der Versammlung teilzunehmen. Jeder der Anwesenden strebt danach, auf den leeren Stuhl zu gelangen. Ein Wettbewerb beginnt und bald gelingt es dem klügsten und scharfsinnigsten Mann, den Sitz einzunehmen. Der Mann wechselt die Farbe und sieht kurz danach genauso aus wie die anderen fünf. (Einführung 10. WKF 1964)
Polen 1964 · Regie Daniel Szczechura · Animationsfilm · 6' · OF

SSAKI
(Säugetiere)
Diesen Film könnten wir als eine philosophische Groteske oder pantomimische Etüde bezeichnen. Dieser kurze Kinoscherz setzt das Experiment der "Zwei Männer und ein Schrank" fort. (Einführung 9. WKF 1963, Nr. 52)
Polen 1963 · Regie Roman Polanski · Kurzspielfilm · 11' · ohne Sprache

ROBOTNICE
(Arbeiterinnen)
Der Film schildert die Situation einer Gruppe von Arbeiterinnen in einer Spinnerei. (WDKF, Filmeinführungen, 72, außer Wettbewerb)
Polen 1981 · Regie Irena Kamienska · Dokumentarfilm · 16' · OmU

A
In seinem kargen Zimmer lebt ein schmächtiges Männchen ein einsames kleines Leben. Bis eines Morgens die zur Chiffre geronnene Unterdrückung, ein großes schwarzes A auftaucht und allen Freuden ein Ende setzt... "A" ist ein Farbfilm, der nur für ein paar Sekunden Farbe hat, für jene trügerischen Augenblicke verzweifelter Heiterkeit, in denen das Männchen glaubt, es sei seinem Unglück entronnen. (Bericht 11. WKF 1965, S. 35)
F 1965 · Regie Jan Lenica · Animationsfilm · 9' · ohne Sprache

TANGO
Ein metaphorischer Film über das menschliche Schicksal, in dem sich alle Menschen gleichzeitig, aber unabhängig voneinander bewegen. (27. WDKF, Filmeinführungen, 75)
Polen 1981 · Regie Zbigniew Rybczynski · Kurzspielfilm · 8' · ohne Sprache